In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel feierte der USV Raabs/Thaya gegen die SG Kremser SC/Rehberg KM II einen späten 4:2-Heimsieg. Nach 1:0 zur Pause und schnellem 2:0 gaben die Gastgeber das Momentum aus der Hand, ehe zwei Treffer in der Schlussphase den Deckel draufmachten. Obmann Richard Zarycka sprach von einer offenen Partie: „Zu diesem Zeitpunkt war jeder Ausgang möglich.“ Am Ende blieben die drei Punkte aber in Raabs.
Die Partie brauchte Anlauf. „In den ersten zwanzig Minuten war es ein Abtasten“, erzählte Obmann Richard Zarycka. Raabs tastete sich heran, bekam dann um die 30. Minute die erste richtig dicke Möglichkeit: ein Stangenschuss, der aus Sicht der Heimischen eigentlich die frühe Führung verdient gehabt hätte. „Da hatten wir Pech, sonst führen wir 1:0“, so Zarycka. Stattdessen dauerte es bis kurz vor der Pause, ehe die Hausherren jubeln durften: In Minute 40 traf Roland Gerebenits zum 1:0. Das war der wichtige Brustlöser vor dem Gang in die Kabinen, denn Raabs hatte nun das Ergebnis auf seiner Seite und ging mit dem knappen, aber verdienten Vorsprung in die Halbzeit.
Der Start in Hälfte zwei hätte kaum besser laufen können. Keine zwei Minuten nach Wiederbeginn klingelte es erneut: Nach einem Corner wuchtete Innenverteidiger David Kominek den Ball zum 2:0 ins Netz (47.). „Da schien das Spiel schon entschieden zu sein“, blickte Zarycka zurück. Doch Rehberg kam plötzlich auf. Ein unglückliches Eigentor von Fabian Mattejka (wo viele Zuseher auch einen starken Rempler sahen – hier hätte man auch auf Stürmerfoul entscheiden können) brachte die Gäste rasch auf 2:1 heran (50.), elf Minuten später stellte Mahmut Can Eryilmaz tatsächlich auf 2:2 (61.). „Krems war ein hartnäckiger Gegner, sie haben nicht aufgesteckt“, sagte der Raabs-Obmann. In dieser Phase kippte das Spiel hin und her. Zarycka brachte es auf den Punkt: „Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich jeder Ausgang möglich – Unentschieden, Auswärtssieg oder Heimsieg.“
Als vieles auf eine enge Schlussphase hindeutete, hatte Raabs doch noch die passende Antwort. „In der 75. Minute flankte Florian Kranzl – er spielte mit Maske nach seinem Nasenbeinbruch im Spiel gegen Langenlois – auf Jan Kosak, und der netzte ein.“ Das 3:2 gab den Hausherren wieder etwas Sicherheit. Kurz vor dem Ende fiel die endgültige Entscheidung: In der 86. Minute traf Michael Weber zum 4:2, nachdem zuvor ein Schuss von Kranzl an die Stange prallte und der Ball zu Weber sprang – „Der knallte den Ball dann über die Linie“, so Zarycka. Lob gab es auch für die eigene Disziplin: „Wir haben das Spiel ohne Gelbe Karte gelöst.“ Zum Referee meinte er: „Das Schiedsrichtergespann war sehr gut.“ Einmal habe es aus Raabser Sicht „Elfmeter-Alarm wegen Handspiel“ gegeben, der Pfiff blieb aber aus.