Spielberichte

Ralf Wagesreither (Obmann USC Litschau): „Wir waren zu passiv und nervös“

USC Litschau
Horn SV II

Deutliche Niederlage in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: Der USC Sparkasse Litschau unterlag zu Hause dem SV Horn II mit 0:4 (0:2). Obmann Ralf Wagesreither sprach von einem verkrampften Start, zwei Eigenfehlern im Aufbau und vergebenen Chancen nach der Pause. Horn war ballsicher, handelte schnell und stand hinten sattelfest. „Wir waren zu passiv und verkrampft“, sagte Wagesreither – und sah die endgültige Entscheidung in der Schlussphase, als die Gäste nach Strafraumszenen zwei weitere Treffer nachlegten und Litschau nicht mehr zusetzen konnte.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

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Fehler im Aufbau, Horn schaltet schnell um – frühe Weichen gestellt

Litschau kam nervös ins Spiel, der Gegner übernahm rasch das Kommando. „Die jungen Horner, mit Verstärkung aus dem Regionalliga-Kader, haben das Spiel schnell an sich gerissen“, erklärte Obmann Ralf Wagesreither. Was folgte, passte zu seiner Analyse: Zwei Fehler im Litschauer Spielaufbau öffneten Horn II die Türe, die Gäste nutzten das schnelle Umschalten über die Flügel eiskalt. In Minute 21 stellte Dominik Buranich auf 0:1, nur fünf Minuten später erhöhte Simon Widor auf 0:2 (26.). „Die ersten beiden Tore sind aus Fehlern von uns im Spielaufbau passiert, Horn hat durch schnelles Umschalten beide Tore über die Seiten erzielt“, so Wagesreither. Bis zur Pause blieb es beim 0:2 – ein Ergebnis, das den Spielverlauf in Hälfte eins treffend abbildete.

Nach der Pause legt Litschau zu, verpasst aber den Anschluss – Horn macht den Sack zu

Aus der Halbzeit kam Litschau deutlich aktiver zurück. „In Hälfte zwei war unser Spiel wesentlich besser. Wir hatten mehrere Chancen zum Anschlusstreffer, haben diese jedoch nicht genutzt“, sagte Wagesreither. In dieser Druckphase lag der Schlüssel: „Wir haben es nicht geschafft, den Anschluss zu erzielen, um die Partie noch einmal spannend zu machen.“ Bitter wurde es in der Schlussphase. Vor dem 0:3 (77., Felix Buxbaum) sahen Litschauer Spieler laut Obmann ein Handspiel: „Prinzipiell war die Schiedsrichterleistung okay, jedoch wurde vor dem 3:0 aus Spielersicht ein klares Handspiel nicht gegeben.“ Kurz darauf machte Ludwig Madl mit dem 0:4 (80.) endgültig zu. „Die letzten beiden Tore entstanden aus Stochereien im Strafraum“, erklärte Wagesreither, der mitansehen musste, wie seine Elf trotz besserer zweiter Hälfte leer ausging.

„Gut ausgebildet und sattelfest“ – Lob für Horn, klare Hausaufgaben für Litschau

Während Litschau haderte, überzeugte Horn II in den Basics. „Das sind alles junge, gut ausgebildete Spieler. Sie haben das Spiel an sich gerissen und den Ball sehr gut in den eigenen Reihen laufen lassen“, lobte Wagesreither den Gegner. „Man merkt bei den Torabschlüssen die gute Ausbildung – sehr präzise. Und in der Defensive waren sie sattelfest.“ Den Unterschied fasste er nüchtern zusammen: „Die beiden Tore in der ersten Halbzeit, die Ballsicherheit des Gegners und unsere Verkrampftheit und Nervosität haben das Spiel in diese Richtung gedrängt.“ In der Tabelle liegen die Gäste mit 22 Punkten auf Rang elf, Litschau hält nach 19 Runden bei 14 Zählern und steht auf Platz 13 – Zahlen, die das Bild des Abends unterstreichen.

Ausblick: Mehr Aktivität von Beginn an, Fehler abstellen

Für Litschau bleibt als Lehre, früher ins Spiel zu finden und einfache Fehler zu vermeiden. Wagesreither brachte es auf den Punkt: „In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv und nervös.“ Dazu kam die fehlende Kaltschnäuzigkeit in der besten Phase nach der Pause: „In unserer Druckphase haben wir den Anschlusstreffer nicht geschafft.“ Die Baustellen sind klar benannt: mehr Aktivität, mehr Aggressivität, weniger Fehler im Aufbau an heiklen Zonen. Gelingt das, können die Chancen aus Halbzeit zwei künftig wieder zünden – und die Punkte bleiben eher im Waldviertel, als dass sie davonfahren.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: USC Litschau : Horn SV II - 0:4 (0:2)

  • 80
    Ludwig Madl 0:4
  • 77
    Felix Buxbaum 0:3
  • 26
    Simon Widor 0:2
  • 21
    Dominik Buranich 0:1