Zum Auftakt in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat die SC Admira Gföhl gegen SCU Gars/Kamp mit 0:3 verloren. Trainer Hannes Tscheppen sah ein kampfbetontes, lange offenes Spiel, in dem Standards den Unterschied machten. Vor allem das 1:0 in der Nachspielzeit vor der Pause bezeichnete er als Schlüsselszene, danach legte seine Mannschaft nach und nahm zum Start drei Punkte mit.

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Vieles war in den ersten Minuten noch nicht auf ein klares Ergebnis hinausgelaufen. Hannes Tscheppen sagte: "Es war ein sehr kampfbetontes Spiel", und genau so schilderte er auch den Beginn. Seine Mannschaft sei "die ersten zwanzig Minuten besser" gewesen und gut in die Partie gekommen, trotzdem sprach der Trainer nicht von einer einseitigen Angelegenheit. Für ihn blieb es ein Duell auf Augenhöhe, in dem zunächst Kleinigkeiten den Ausschlag gaben. Der erste große Ausschlag kam dann unmittelbar vor dem Seitenwechsel, als nach einem Foul an Kapitän Markus Angenbauer ein Freistoß für SCU Gars/Kamp entstand. Nico Tscheppen verwandelte in der Nachspielzeit zum 0:1, und für den Garser Trainer war genau dieser Moment der Knackpunkt: "Das 1:0 knapp vor der Halbzeit war ganz entscheidend."
Dieser Treffer wirkte nach Ansicht von Hannes Tscheppen auch über die Pause hinaus. "Das hat uns Selbstvertrauen gegeben", sagte er, und genauso entwickelte sich dann auch die zweite Hälfte. Zwar musste SCU Gars/Kamp nach dem Seitenwechsel laut seinem Trainer verletzungsbedingt wechseln, die Wirkung auf das Ergebnis blieb aber aus. Stattdessen fiel in der 58. Minute das 0:2, wieder durch Nico Tscheppen, diesmal direkt aus einem Corner. Spätestens damit war klar, wie stark die Gäste an diesem Abend bei ruhenden Bällen waren. Tscheppen hob das ausdrücklich hervor: "Die Einstellung war sensationell. Wir waren sehr gut in den Zweikämpfen. Jeder hat für jeden gekämpft." Den Schlusspunkt setzte in der 76. Minute Marek Sindler, der ebenfalls per Freistoß zum 0:3 traf.
Gerade weil alle drei Treffer nach Standards fielen, ordnete Hannes Tscheppen den Sieg sehr bewusst ein. "Wir haben durch die Standardsituationen drei Tore geschossen", sagte er, stellte aber ebenso klar, dass SC Admira Gföhl für ihn "ebenbürtig" war. Beim Stand von 0:2 habe seine Mannschaft sogar "ein bisschen Glück" gehabt, weil in dieser Phase zwei Bälle noch auf der Linie geklärt wurden. Deshalb sprach der Trainer auch von einem verdienten Erfolg, "vielleicht ein bisschen zu hoch". Zusätzlich verwies er auf die Härte der Partie und meinte, der Schiedsrichter hätte aus seiner Sicht früher eingreifen können. Unterm Strich bleibt für SCU Gars/Kamp trotzdem ein Auftaktsieg, der vor allem deshalb hängen bleibt, weil die Gäste ihre entscheidenden Momente bei Freistößen und Eckbällen konsequent genutzt haben.