Spielberichte

„Das 1:0 war gegen den Spielverlauf“ – St. Bernhard machte es nach der Pause deutlich

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USV St. Bernhard/F.
Horn SV II

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USV St. Bernhard/F. am Freitagabend Horn SV II mit 5:0 besiegt, obwohl die Partie zunächst eher den Gästen gehört hatte. Trainer Manuel Fettinger sprach von einem 1:0 „gegen den Spielverlauf“ und sah vor allem den Doppelschlag direkt nach der Pause als jene Phase, in der sein Team das Spiel endgültig auf seine Seite zog.

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Das 1:0 fiel mitten in Horns Drangphase

Die Gastgeber brauchten allerdings etwas, um in diese Partie hineinzufinden. Fettinger schilderte offen, dass die Horner zunächst den besseren Start erwischt hatten: „Horn ist besser ins Spiel gekommen und hat in der ersten Halbzeit guten Fußball gezeigt.“ St. Bernhard verteidigte laut seinem Trainer zwar ordentlich, musste aber gleich in der Anfangsphase eine große Möglichkeit zulassen und hatte unmittelbar vor der Pause noch einmal einen starken Tormann auf seiner Seite. Nach vorne war es beim USV zunächst überschaubar. „Wir sind in der ersten Halbzeit nur zu einer Halbchance durch Linhart gekommen, nichts wirklich Zwingendes“, sagte Fettinger. Umso wichtiger war die Szene in Minute 37, als Zdenek Linhart einen Konter zur 1:0-Führung abschloss. Damit ging St. Bernhard mit einem Vorsprung in die Kabine, obwohl das Spiel bis dahin nicht wirklich in diese Richtung gezeigt hatte.

Doppelschlag direkt nach Wiederbeginn

Diese Führung erwies sich dann als Schlüssel für die zweite Halbzeit. Direkt nach Seitenwechsel legte St. Bernhard nach und traf innerhalb weniger Minuten zweimal. In der 47. Minute erhöhte Leoš Vozihnoj auf 2:0, wenig später stellte Dzemil Alic in der 51. Minute auf 3:0. Für Fettinger war genau das der Abschnitt, in dem die Partie kippte. „Nach dem zweiten Tor beziehungsweise nach dem Doppelschlag kurz nach der Pause war das Spiel eigentlich schon klar auf unserer Seite“, erklärte der Trainer. Was in der ersten Hälfte noch offen gewesen war, wurde nun rasch deutlich. Die Gastgeber spielten laut Fettinger aus einer gesicherten Abwehr heraus, ließen Horn kaum noch Räume und blieben selbst effizient. Daniel Zotter sorgte in der 59. Minute für das 4:0, den Schlusspunkt setzte noch einmal Vozihnoj, der in der 84. Minute seinen zweiten Treffer des Abends erzielte.

Beherzt verteidigt und vorne eiskalt

Fettinger führte den klaren Sieg aber nicht nur auf diese paar Minuten nach Wiederbeginn zurück. Für ihn lagen die entscheidenden Gründe in der mannschaftlichen Arbeit gegen den Ball und in der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. „Wir haben als Team wirklich beherzt verteidigt“, betonte er. Gerade gegen einen Gegner wie Horn, den er als „sehr spielstark, sehr beweglich“ und technisch gut ausgebildet beschrieb, sei das besonders wichtig gewesen. „Speziell im letzten Drittel haben wir es relativ gut verteidigt bekommen“, sagte Fettinger. Gleichzeitig habe seine Mannschaft ihre Möglichkeiten an diesem Abend sehr gut genutzt. Besonders klar ordnete er das 1:0 ein: „Das war gegen den Spielverlauf. In der Phase war Horn absolut am Drücker.“ Rund um den Pausenpfiff verwies der Trainer außerdem auf eine Szene, deren genaue Ursache er selbst nicht beurteilen wollte. Einfluss auf das Spiel habe diese Aktion aus seiner Sicht aber schon gehabt. Den Unparteiischen nahm er ausdrücklich in Schutz: „Das ist ein erfahrener Schiedsrichter, der aus meiner Sicht seine Sache gut gemacht hat.“

Viel Lob, aber kein Zurücklehnen

Trotz des deutlichen 5:0 wollte Fettinger den Auftritt seiner Mannschaft nicht als fehlerlos hinstellen. Vor allem bei der ersten großen Horner Chance habe es im eigenen Spielaufbau einen leichten Fehler gegeben, der früher zu bereinigen gewesen wäre. „So etwas sollte uns nicht passieren“, sagte der Trainer, der den klaren Sieg zwar gerne mitnimmt, aber weiter an den Details arbeiten will. Insgesamt überwiegt bei St. Bernhard natürlich das gute Gefühl, denn der Tabellenführer steht nach acht Runden bei 19 Punkten und bestätigt seine starke Form. Zum Abschluss hob Fettinger noch einmal den Zusammenhalt hervor: „Wir stehen füreinander ein, wir laufen und arbeiten gemeinsam.“ Gerade das mache die aktuelle Phase so positiv. Viel weiter wollte er den Blick aber nicht richten. St. Bernhard wolle „von Spiel zu Spiel schauen“ und weiter Gas geben.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: St. Bernhard : Horn SV II - 5:0 (1:0)

  • 84
    Leoš Vozihnoj 5:0
  • 59
    Daniel Zotter 4:0
  • 51
    Dzemil Alic 3:0
  • 47
    Leoš Vozihnoj 2:0
  • 37
    Zden?k Linhart 1:0