In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat der USV Atzenbrugg/H. den SC Amaliendorf-Aalfang mit 3:1 bezwungen und einen frühen Rückstand noch vor der Pause gedreht. Trainer Alija Strugalioski führte den Heimsieg vor allem auf "Wille, Moral und die taktische Aufgabe der Mannschaft" zurück. Nach dem 0:1 blieb seine Elf ruhig, fand immer besser in die Partie und belohnte sich noch rechtzeitig vor dem Seitenwechsel.

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Dabei begann der Nachmittag für Atzenbrugg unerquicklich, weil Daniel Meyer die Gäste bereits in der 14. Minute in Führung brachte. Für Strugalioski änderte dieses 0:1 aber nichts an seiner grundsätzlichen Sicht auf die Partie. "Wir hatten in den ersten 35 Minuten mindestens fünf, sechs Tore zu machen, leider haben wir nur zwei geschossen", sagte der Trainer nach dem Spiel. Er hatte seine Mannschaft nach zwei guten Trainingseinheiten gezielt auf Amaliendorf vorbereitet gesehen und sprach von einem Auftritt, der von Beginn an motiviert, zweikampfstark und technisch sauber gewesen sei. Der Ausgleich durch Haris Garagic in der 41. Minute passte aus seiner Sicht daher ins Bild. Noch wichtiger wurde dann das 2:1 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, wieder durch Garagic. Aus einem Rückstand war in kurzer Zeit eine Führung geworden, und damit war das Spiel noch vor dem Pausenpfiff in jene Richtung gekippt, die sich der Heimtrainer erhofft hatte.
Der Trainer machte nach dem Schlusspfiff sehr klar, worauf er den Erfolg zurückführt. "Die Mannschaft war voll motiviert. Die ganze Mannschaft hat sehr diszipliniert und taktisch gut gespielt", sagte Strugalioski. Den entscheidenden Punkt formulierte er knapp und deutlich: "Der Wille und die Moral und die taktische Aufgabe der Mannschaft." Gerade nach dem Rückstand sei zu sehen gewesen, dass Atzenbrugg nicht die Linie verlor. Strugalioski sprach davon, dass sein Team im Defensivbereich stabiler geworden sei und auch im Zentrum die Ordnung gehalten habe. Hinten hob er unter anderem Julian Kampf, Phillip Nussbaumer und Niklas Adamek hervor, im Zentrum nannte er Adis Bronja, Dominic Rauscher und Berkan Mustafi als wichtige Stützen. Für den Coach war das der eigentliche Unterschied: "Wir waren 90 Minuten die überlegene Mannschaft." Dazu passte auch seine Einschätzung, dass Amaliendorf kaum zu echten Möglichkeiten gekommen sei.
Dass Haris Garagic am Ende alle drei Treffer für Atzenbrugg erzielte, unterstrich die Überlegenheit der Gastgeber noch einmal deutlich. Strugalioski beschrieb den Ausgleich als Tor nach einer Hereingabe von rechts, bei dem Garagic aus kurzer Distanz zur Stelle war. Das 2:1 sei nach einem Stanglpass von der linken Seite gefallen, den derselbe Spieler verwertete. Und beim 3:1 in der 76. Minute gefiel dem Trainer vor allem die Art des Abschlusses: "Das war eine richtige Konterchance über die rechte Seite, und unser Mittelstürmer hat den Ball schön angenommen und mit Effet ins kurze Eck geschossen. Das war ein Traumtor." Gleichzeitig blieb der Respekt für den Gegner erhalten. Strugalioski lobte den Tormann der Gäste und meinte, auch der Mittelstürmer von Amaliendorf sei "nicht schlecht" gewesen. Insgesamt habe seine Mannschaft ihn aber gut im Griff gehabt. Auch mit dem Schiedsrichter war der Trainer einverstanden: "Über den Schiedsrichter brauchen wir uns nicht zu beschweren, gar nichts. Er war sehr korrekt."
So deutlich Strugalioski den Auftritt seiner Mannschaft lobte, so klar sprach er auch die Punkte an, an denen weiter gearbeitet werden muss. "Wir müssen noch besser und konsequenter spielen und die Chancen besser ausnutzen", sagte der Trainer. Dazu wünsche er sich noch mehr Körpersprache, mehr Spannung im Spiel und noch mehr gewonnene Zweikämpfe. Der 3:1-Erfolg gegen Amaliendorf ist für Atzenbrugg damit kein Schlusspunkt, sondern eher ein Beleg dafür, dass der eingeschlagene Weg funktionieren kann. "Wir müssen noch hart arbeiten", betonte Strugalioski, der seine Erfahrung nun weiter einbringen will. Bis zur Winterpause, so seine Hoffnung, soll die Mannschaft noch einige Punkte holen. Nach diesem Auftritt war zumindest gut zu erkennen, worauf sich dieser Optimismus stützt.