In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel musste sich SC Admira Gföhl am Samstag bei USC Sparkasse Litschau mit 0:2 geschlagen geben. Nach einem guten Beginn verlor die Mannschaft von Trainer Michael Blabensteiner aber rasch den Zugriff auf die Partie. Aus seiner Sicht war nicht ein einzelner Moment ausschlaggebend, sondern ein insgesamt zu energieloser Auftritt gegen einen Gegner, der ruhiger und entschlossener wirkte.

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Michael Blabensteiner tat sich nach der Partie nicht schwer, den Beginn seiner Mannschaft einzuordnen. „Wir haben die ersten paar Minuten sehr gut angefangen, konnten die gegnerische Abwehr gleich unter Druck setzen, haben dann aber den Faden und den Zugriff auf das Spiel sehr rasch verloren“, sagte der Gföhler Trainer. Genau in dieser Phase kam Litschau besser hinein und ging in der 15. Minute in Führung. Lukas Trnka verwertete nach Blabensteiners Beschreibung eine spielerische Lösung über die rechte Seite, wurde mit einem Querpass bedient, setzte sich im Eins-gegen-eins durch und schloss ins lange Eck ab. Für Gföhl war das ein Rückschlag, weil der ordentliche Start damit rasch verpuffte und die Gäste bis zur Pause beim 0:1 nur schwer wieder in ihren Rhythmus fanden.
Blabensteiner machte danach nicht ein einzelnes Tor oder eine einzelne Szene zum Hauptthema, sondern die Art des Auftritts seiner Mannschaft. „Es war eigentlich über das ganze Spiel hinweg so, dass wir relativ energielos waren, nicht den Druck gegen den Ball aufbauen konnten, spielerische Lösungen nur selten gefunden haben und dem Gegner einfach zu viel Raum gelassen haben“, sagte er. Besonders störte ihn, dass Gföhl in den entscheidenden Bereichen nicht an das herankam, was man sich vorgenommen hatte. „Wenn es spielerisch nicht geht, dann müssen wir zumindest laufen und kämpfen. Genau das hat gefehlt.“ Aus seiner Sicht lag genau dort der Kern der Niederlage, weil seine Mannschaft weder richtig in die Zweikämpfe kam noch Litschau dauerhaft unter Stress setzen konnte.
Dass Litschau den Vorsprung am Ende noch ausbaute, passte für Blabensteiner ins Bild dieses Nachmittags. Gföhl versuchte in der Schlussphase noch einmal nachzulegen, stellte auf eine Dreierkette um und wurde offensiver. Der Ausgleich blieb aber aus, stattdessen fiel in der 85. Minute das 2:0 durch Daniel Kavka. „Wir sind offensiver geworden und dann ausgekontert worden“, brachte es der Trainer knapp auf den Punkt. Ebenso klar fiel seine Anerkennung für den Gegner aus: „Der Gegner hatte mehr Ruhe im Spiel und hat uns sehr schnell unter Druck gesetzt. Genau das, was wir eigentlich machen wollten, hat der Gegner heute gemacht.“ Damit war für ihn auch erklärt, warum Litschau über weite Strecken die reifere Vorstellung ablieferte.
Einen großen Vorwurf an den Unparteiischen wollte Blabensteiner trotz der Niederlage nicht richten. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung“, sagte er, verwies aber auf eine Szene im Strafraum, in der ein bereits verwarnter Litschauer nach seiner Ansicht die zweite Gelbe Karte hätte sehen müssen. „In Überzahl wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen“, meinte der Gföhl-Coach, schob aber sofort die entscheidende Einordnung nach: „Insgesamt war es eine verdiente Niederlage.“ Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften ließ sich für ihn am Ende ohnehin einfacher zusammenfassen als jede Einzelszene: „Der Kampf und der Wille zum Sieg.“