In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USV Raika Dobersberg das Derby gegen USV Raabs/Thaya mit 6:0 gewonnen und nach einer zunächst zähen Partie am Ende klar dominiert. Trainer Klaus Doppler sah den wichtigsten Punkt in der Führung nach Standard: „Mit dieser Situation haben wir das Spiel auf unsere Seite gezogen.“ Nach ausgeglichenen ersten 20 Minuten wurden die Gastgeber stärker, führten zur Pause 2:0 und bauten den Vorsprung danach konsequent aus. Damit stand am Ende ein ebenso deutlicher wie verdienter Heimsieg fest.

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Ganz so eindeutig, wie es das Resultat später vermuten lässt, begann die Partie nach Dopplers Einschätzung nicht. „Wir fanden ziemlich schwer ins Spiel“, sagte der Dobersberg-Trainer und verwies dabei auch auf die schwierigen Windverhältnisse. In den ersten zwanzig Minuten war es deshalb ein kampfbetontes Derby, in dem vieles offen blieb. Raabs hatte laut Doppler sogar die erste klare Torchance und war in dieser Phase gut im Spiel. Erst danach bekam Dobersberg mehr Zugriff. Mit dem Eckball in der 20. Minute brachte Martin Klatil die Hausherren in Führung, und genau diesen Treffer hob der Trainer besonders hervor: „Dass wir nach der zähen und ausgeglichenen Anfangsphase mit einer Standardsituation in Führung gingen, war für uns der wichtigste Moment.“
Dieser erste Treffer veränderte die Partie Schritt für Schritt. Dobersberg kam nun besser hinein, wirkte gefestigter und legte noch vor der Pause nach. In der 41. Minute erhöhte Richard Svoboda auf 2:0, womit aus Sicht des Trainers bereits eine klare Richtung vorgegeben war. „Mit dem 2:0 kurz vor der Halbzeit fiel eine gewisse Vorentscheidung“, sagte Doppler. Ganz erledigt war die Sache zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht, zumal Raabs kurz vor der Pause noch einmal gefährlich wurde. Nach dem Seitenwechsel wurde der Unterschied aber deutlich größer. Roman Nehyba stellte in der 53. Minute auf 3:0, Martin Klatil traf in der 60. Minute zum zweiten Mal an diesem Nachmittag, ehe Richard Svoboda mit seinen Toren in der 77. Minute und in der Nachspielzeit den 6:0-Endstand herstellte.
Gerade die zweiten 45 Minuten waren es, die Doppler an diesem Derby besonders gefielen. „Im zweiten Abschnitt waren wir über die gesamten 45 Minuten sehr tonangebend“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Dobersberg in den Zweikämpfen und in den entscheidenden Situationen konsequenter war. „In Halbzeit zwei kamen wir immer besser ins Spiel, waren in den Zweikämpfen und in den Situationen zwingender als unsere Gäste“, so der Trainer. Dass Raabs in dieser Phase nur noch zu wenigen Möglichkeiten kam, passte ins Bild. Gleichzeitig nutzte Dobersberg seine Chancen deutlich besser und profitierte laut Doppler auch von Fehlern in der Gästeabwehr. „In Summe gesehen waren wir aber doch sehr dominant in Halbzeit zwei und im Endeffekt sehr effizient.“ Mit dem 6:0 hält Dobersberg nach neun Runden bei 16 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe der Liga.