Spielberichte

„Nach der Halbzeit haben wir aufs Tor gedrückt“ – Amaliendorf gewinnt in Ziersdorf 2:0

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Ziersdorf
Amaliendorf-Aalf.

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat der SV Sparkasse Ziersdorf am Samstag zuhause gegen den SC Amaliendorf-Aalfang mit 0:2 verloren. Nach einer offenen Anfangsphase übernahmen die Gäste laut Trainer Manuel Lamp immer mehr die Kontrolle, blieben kompakt und legten nach der Pause entscheidend zu. Dass am Ende nur zwei Tore fielen, lag aus seiner Sicht vor allem an einer schwachen Chancenverwertung.

Nahaufnahme auf die beine zweier Spieler

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach offenem Beginn kippt das Spiel zu den Gästen

Die Partie brauchte nach Einschätzung von Manuel Lamp keine lange Anlaufzeit. „Am Anfang war es ein Hin und Her. Jeder hatte Chancen auf beiden Seiten“, sagte der Trainer der Gäste. Ziersdorf kam laut Lamp zur ersten guten Möglichkeit, ehe auch Amaliendorf eine gute Chance vorfand. Danach änderte sich das Bild aber Schritt für Schritt. „Nach zwanzig Minuten haben wir das Spiel eigentlich im Griff gehabt“, meinte Lamp, der seiner Mannschaft danach über weite Strecken sogar eine dominantere Rolle zuschrieb. Vor allem die kompakte Ordnung und die Umschaltmomente gefielen ihm. Amaliendorf spielte sich mehrere Möglichkeiten heraus, nutzte sie vor der Pause aber nicht. Deshalb blieb es zur Halbzeit beim 0:0, obwohl die Gäste aus Sicht ihres Trainers schon vieles richtig gemacht hatten.

Bederka trifft zweimal, der Knackpunkt kommt sofort nach Wiederbeginn

Die entscheidende Phase sah Lamp ganz klar unmittelbar nach dem Seitenwechsel. „Wichtig war, dass wir gleich nach der Halbzeit aufs Tor gedrückt haben“, sagte er. Genau dieser Druck brachte die Gäste auch auf Kurs. Nach einem Standard verhinderte Ziersdorf laut Lamp ein mögliches Tor mit einem Handspiel, worauf es Elfmeter für Amaliendorf gab. Jiri Bederka verwandelte in der 49. Minute zum 0:1 und gab seiner Mannschaft damit die Führung, die der Trainer als besonders wichtig einstufte. Amaliendorf blieb danach das aktivere Team und legte in der 70. Minute nach. Wieder war es Bederka, diesmal mit einem abgefälschten Freistoß zum 0:2. Damit war der Auswärtssieg der Gäste auf Schiene.

Viel Lob für die Ordnung, klare Worte zur Chancenverwertung

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Lamp insgesamt einverstanden, beim Umgang mit den Möglichkeiten sparte er aber nicht mit Kritik. „Wir waren kompakt, haben das Spiel großteils im Griff gehabt und sehr viele Chancen herausgespielt“, sagte er. Gerade daraus leitete er aber auch den größten Makel des Nachmittags ab. „Die Chancenverwertung war Mangelware“, meinte der Trainer offen. Aus seiner Sicht wäre deutlich mehr möglich gewesen, weil seine Mannschaft im Ausspielen der Angriffe noch weitere gute Szenen hatte. Gleichzeitig stellte er auch dem Gegner ein ordentliches Zeugnis aus. Ziersdorf habe „immer mit Nadelstichen“ gearbeitet, gut kombiniert und sei dadurch immer wieder gefährlich geblieben. Entscheidend war für Lamp aber, dass seine Elf diese Phasen gut verteidigte und über die gesamten 90 Minuten kompakt blieb.

Drei Punkte für Amaliendorf, Ziersdorf bleibt ohne Treffer

Rund um die strittigen Szenen wollte Lamp nach dem Schlusspfiff kein großes Thema aufmachen. Dass Ziersdorf einmal einen möglichen Handelfmeter reklamierte, habe er von seiner Position aus nicht beurteilen können. „Ansonsten hat der Schiedsrichter das sehr gut gemacht“, sagte der Trainer. So blieb unter dem Strich vor allem ein Auftritt stehen, den er über weite Strecken als kontrolliert und stabil einordnete. Für Amaliendorf sind es drei wichtige Auswärtspunkte, mit denen die Mannschaft nach elf Runden auf Platz drei der Tabelle liegt. Ziersdorf bleibt nach der Heimniederlage bei 13 Punkten und Rang zehn. Entscheidend war an diesem Nachmittag vor allem, dass die Gäste ihre starke Phase direkt nach der Pause in Tore ummünzten.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: Ziersdorf : Amaliendorf - 0:2 (0:0)

  • 70
    Jiri Bederka 0:2
  • 49
    Jiri Bederka 0:1