In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USC Kirchberg/Altenwörth am Sonntag bei USC Sparkasse Litschau mit 6:3 gewonnen. Trainer Oliver Oberhammer sah einen verdienten Auswärtssieg, auch wenn seine Mannschaft den Gegner nach einer klaren Führung noch einmal ins Spiel kommen ließ. „Mit dem sechsten Tor war die Partie erledigt“, sagte er nach einem Spiel, in dem Kirchberg spielerisch lange den Ton angab.

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Oberhammer beschrieb einen Auftakt, in dem seine Mannschaft viel richtig machte. „Wir waren von Beginn weg spielerisch gut in der Partie, haben das Spiel kontrolliert und sind verdient in Führung gegangen“, sagte der Kirchberg-Trainer. Diese Überlegenheit schlug sich nach 14 Minuten auch im Ergebnis nieder, als Tomislav Kovacevic das 1:0 erzielte. Litschau blieb zunächst eher abwartend, so nahm es auch Oberhammer wahr: „Der Gegner hat in der ersten Halbzeit eher passiv agiert, dadurch konnten wir relativ einfach die Spielkontrolle erlangen.“ Kurz vor der Pause legte Philipp Klimpfinger das 2:0 nach, ehe Daniel Kavka in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch auf 1:2 verkürzte. Genau dieser Treffer störte den Coach, weil seine Mannschaft davor „etwas unaufmerksam“ gewesen sei.
Nach dem Seitenwechsel bekam Kirchberg die Partie aber rasch wieder in den Griff. Oberhammer sprach von einer Phase, in der sein Team „wieder gut im Spiel“ gewesen sei, und das Ergebnis gibt ihm recht. Michael Halmer erhöhte in der 62. Minute auf 3:1, Christoph Weber stellte fünf Minuten später auf 4:1, und nur eine Minute danach schnürte Philipp Klimpfinger mit dem 5:1 seinen Doppelpack. Für Oberhammer war das eigentlich der Punkt, an dem die Partie entschieden sein musste. „Bei 5:1 darf man den Gegner nicht mehr zurück ins Spiel kommen lassen“, sagte er. Litschau fand durch Sebastian Jungbauer und Daniel Kavka aber doch noch einmal Tore zum 2:5 und 3:5, ehe Klimpfinger in der 90. Minute mit seinem dritten Treffer den 6:3-Endstand fixierte. „Mit dem sechsten Tor war die Partie erledigt“, hielt Oberhammer fest.
In der Analyse gefiel dem Kirchberg-Trainer vor allem das, was seine Mannschaft mit dem Ball zeigte. „Das Spiel mit dem Ball war heute zum Großteil sehr in Ordnung. Wir haben gute Passstafetten und gute Angriffe gespielt“, sagte Oberhammer. Gleichzeitig machte er aber auch klar, warum aus einem lange souveränen Auftritt am Ende doch noch ein etwas offeneres Ergebnis wurde. „Gegen den Ball waren wir leider etwas nachlässig, sonst hätten wir nicht drei Tore bekommen.“ Auch die Entwicklung beim Gegner passte für ihn in dieses Bild: Während Litschau vor der Pause wenig Druck machte, trat die Heimelf im zweiten Durchgang aggressiver auf und zwang Kirchberg zu einigen Ballverlusten. Zu diskutieren gab es laut Oberhammer „einige strittige Entscheidungen“, insgesamt sei aber „nichts allzu Tragisches dabei“ gewesen.
Am Ende stand für Kirchberg ein Auswärtssieg, der zur Einordnung des Trainers passt: spielerisch viel Gutes, defensiv aber nicht durchgehend sauber. Gerade diese Mischung macht das 6:3 interessant, weil Kirchberg einerseits lange klar überlegen war und sich andererseits das Leben selbst noch einmal schwer machte. In der Tabelle hält die Mannschaft nach elf Runden nun bei 18 Punkten und liegt damit auf Rang sechs. Für die nächsten Aufgaben nimmt Oberhammers Team also drei Punkte und sechs erzielte Tore mit, zugleich aber auch den klaren Hinweis des Trainers, dass es „gegen den Ball“ konzentrierter werden muss, wenn solche Spiele früher und ruhiger zugemacht werden sollen.