In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel musste sich SC Amaliendorf-Aalfang am Freitag bei SCU Gars/Kamp mit 2:3 geschlagen geben. Trainer Manuel Lamp sah ein Spiel mit hohem Tempo auf beiden Seiten, in dem seine Mannschaft nach frühem Rückstand sogar 2:1 vorne lag, den Vorsprung aber nicht über die Zeit brachte. Besonders bitter aus seiner Sicht: Auf den Ausgleich folgte wenig später schon der entscheidende Treffer.

Bild von jcomp auf Freepik
Von Beginn an war in Gars viel Bewegung in der Partie. Die Gastgeber gingen schon in der 4. Minute durch Andreas Ringswirth in Führung, und Lamp sagte offen, dass Gars insgesamt mehr Torchancen hatte. „Es war ein Spiel mit sehr hohem Tempo beider Mannschaften, ein Hin und Her mit sicherlich mehr Torchancen für Gars“, sagte der Trainer. Dazu kam für Amaliendorf-Aalfang, dass schon in der 15. Minute gewechselt werden musste und zur Pause gleich noch einmal. Trotz dieser Umstellungen blieb seine Mannschaft im Spiel und kam in der 20. Minute durch Marek Sery zurück. Lamp sprach von einer „super Aktion“ und einem „super Schuss“ zum 1:1, mit dem es dann auch in die Halbzeit ging.
Nach der Pause blieb das Spiel aus Sicht des Trainers offen, auch wenn er Gars weiter als sehr aktiv beschrieb. Amaliendorf-Aalfang gelang in der 65. Minute dennoch die Führung, wieder war Marek Sery zur Stelle. Lamp führte den Treffer auf einen Ballgewinn zurück und erklärte die Szene so: „Wir haben den Ball erobert, Daniel Meyer hat Marek Sery den Ball gut gespielt. Das war ein super Tor.“ Lange hatte das 2:1 aber keinen Bestand. Nur vier Minuten später traf Nico Tscheppen zum 2:2, ehe der Druck der Gastgeber weiter zunahm. „Wir haben es nicht über die Zeit gebracht. Der Druck von Gars ist immer mehr geworden“, sagte Lamp. In der 83. Minute sorgte schließlich Andreas Ringswirth mit seinem zweiten Treffer für das 3:2.
Den Knackpunkt wollte Lamp nicht auf eine einzelne Szene davor reduzieren, wohl aber auf die direkte Antwort nach dem Ausgleich. „Der entscheidende Moment war, dass wir nach dem 2:2 gleich das 3:2 bekommen haben“, sagte er. Damit brachte er auf den Punkt, warum sich seine Mannschaft für den zwischenzeitlichen Aufwand nicht belohnte. Lamp machte seiner Elf trotzdem keinen Vorwurf. „Sie haben alles gegeben, sie haben alles reingehauen“, betonte er und verwies noch einmal auf den offenen Charakter der Partie. Aus seiner Sicht hätte das Spiel auch in die andere Richtung gehen oder mit einem Unentschieden enden können. Gerade deshalb tat die Art der Niederlage aus Sicht der Gäste besonders weh.
Ganz vom Tisch wischen wollte der Trainer die Verdienste des Gegners aber nicht. Im Gegenteil: Lamp ordnete die Niederlage fair ein und sprach Gars einen verdienten Heimsieg zu. „Sie waren sehr lauffreudig. Sie waren bissig, aggressiv. Sie haben das sehr gut gemacht“, sagte er. Dazu erinnerte er daran, dass die Gastgeber weitere Chancen hatten. „Unterm Strich haben sie verdient gewonnen“, meinte Lamp deshalb. Für Amaliendorf-Aalfang bleibt damit aus Runde zwölf eine enge Auswärtspartie, in der zwei starke Treffer von Marek Sery nicht reichten. Die Gäste halten nach zwölf Spielen bei 20 Punkten, Gars liegt nach dem Heimsieg bei 19.