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„Wir haben unser Spiel nicht gefunden“ – St. Bernhard verliert nach spätem Eckball 0:1

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USV St. Bernhard/F.
SCU Kottes

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USV Sparkasse St. Bernhard/Fr. am Freitagabend gegen SCU Renz Kottes eine späte 0:1-Heimniederlage hinnehmen müssen. Lange sprach in einer vorsichtigen und chancenarmen Partie vieles für ein torloses Remis, ehe ein Eckball in der Nachspielzeit die Entscheidung brachte. Trainer Manuel Fettinger sah vor allem ein Problem: „Wir haben unser Spiel nicht gefunden.“

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Lange Zeit deutet alles auf ein torloses Remis hin

Es war von Beginn an kein Spiel, das von vielen Offensivaktionen lebte. Fettinger schilderte die 90 Minuten als sehr vorsichtig geführte Partie, in der beide Mannschaften defensiv stabil standen und nur wenig im Strafraum zuließen. „Es war kein besonders gutes Fußballspiel“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff offen. „Beide Seiten waren sehr vorsichtig und haben relativ wenig Torraumszenen gehabt.“ Dass zur Pause ein 0:0 auf der Anzeigetafel stand, passte daher genau ins Bild. Die beste Möglichkeit seiner Mannschaft sah Fettinger in der ersten Hälfte, als Zdenek Linhart eine Riesenchance nicht verwerten konnte. Auf der anderen Seite ließ St. Bernhard laut seinem Trainer über weite Strecken kaum etwas zu, weshalb lange vieles dafürsprach, dass die Begegnung ohne Sieger enden würde.

Ein Eckball in Minute 91 entscheidet die enge Partie

Weil beide Teams nur selten zu klaren Abschlüssen kamen, bekam die Schlussphase umso mehr Gewicht. Genau dort fiel dann auch die Entscheidung, und zwar erst in der 91. Minute. Nach einem Eckball setzte sich Stefan Mayerhofer im Strafraum durch, traf den Ball mit dem Kopf optimal und erzielte so das 0:1 für Kottes. Für Fettinger war das der Knackpunkt eines Spiels, das er ansonsten als weitgehend ausgeglichen einstufte. „Kottes war an dem Tag die etwas glücklichere Mannschaft“, meinte der Trainer. „Wir haben die Riesenchance von Zdenek Linhart in der ersten Halbzeit nicht gemacht, und Kottes hat mit dem Tor die einzige große Chance genützt.“ Gerade deshalb war die Enttäuschung bei den Gastgebern spürbar, weil über einen Großteil des Abends wenig darauf hindeutete, dass ein einzelner Ball in der Nachspielzeit noch alles entscheiden würde.

Defensiv ordentlich, im Aufbau zu fehlerhaft

Die Niederlage erklärte Fettinger weniger mit dem späten Gegentor als mit dem, was seiner Mannschaft davor im Spiel nach vorne fehlte. „Wir waren nicht optimal im Spiel. Wir haben unser Spiel nicht gefunden“, sagte er und sprach vor allem den Aufbau an. St. Bernhard habe sich am Ball schwergetan, sich mit Eigenfehlern selbst das Leben schwer gemacht und deshalb nie richtig in den Rhythmus gefunden. Gleichzeitig stellte der Trainer klar, dass die Defensivarbeit seiner Elf über weite Strecken gepasst habe: „Bis auf das Gegentor war sie sehr gut. Wir haben eigentlich nichts zugelassen.“ Auch den Gegner beschrieb er ähnlich nüchtern: gut organisiert, fleißig gegen den Ball und ebenso auf Absicherung bedacht. Dass es trotz vieler Zweikämpfe keine nennenswerten Diskussionen gab, passte ebenfalls zu diesem Abend. „Es war eher hart geführt, aber alles in allem ein faires Spiel“, sagte Fettinger. Für den Tabellenführer bleibt damit trotz der Niederlage die klare Aufgabe, im Offensivspiel wieder mehr Sicherheit und mehr Präsenz zu finden.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: St. Bernhard : SCU Kottes - 0:1 (0:0)

  • 91
    Stefan Mayerhofer 0:1