Der SC Leopoldsdorf hat eine turbulente Hinrunde in der Gebietsliga Süd/Südost hinter sich – am Ende gelang es, auf dem elften Rang zu überwintern, mit Schlagdistanz nach oben. Auf der Trainerposition gab es zudem zum zweiten Mal in der laufenden Saison einen Wechsel. Nachdem Daniel Schicho im Herbst von Thomas Flassak übernommen hatte, übernimmt nun dessen damaliger Co-Trainer Roman Schlögl das Zepter. Im Ligaportal-Interview spricht Schlögl über die Gründe für den fatalen Saisonstart, der zu seinem Aus führte und erläutert seine neuen Ziele!
Ligaportal: Herr Schlögl, danke fürs Zeitnehmen. Bei Ihnen war es in dieser Saison durchaus turbulent. Die Platzierung war zwischenzeitlich schwierig, zuletzt ging es wieder etwas nach oben. Sie sind ja nun wieder als Cheftrainer zurückgekehrt, nachdem Sie zu Saisonbeginn noch Co-Trainer waren. Wie ist es zu dieser Rückkehr gekommen?
Trainer Roman Schlögl: Grundsätzlich einmal bin ich Leopoldsdorfer, der Kontakt zum Verein ist nie wirklich abgerissen. Ich habe mir immer vorstellen können, dass es irgendwann wieder zu einer Rückkehr kommt. Dass es dann so schnell geht, war natürlich nicht geplant, aber ich bin sehr froh darüber und freue mich jetzt richtig auf die Rückrunde.
Ligaportal: Die Situation ist sicherlich nicht ganz einfach, gerade was Konstanz betrifft. Wie gehen Sie jetzt an den Winter heran? Wann startet die Vorbereitung?
Schlögl: Wir starten am 19. Jänner mit der Vorbereitung. Die Mannschaft ist grundsätzlich sehr routiniert, ich kenne die positiven wie auch die problematischen Bereiche sehr gut. Ich weiß, an welchen Stellschrauben ich drehen muss, und hoffe natürlich, dass wir das dann auch in bessere Ergebnisse und eine stabilere Platzierung ummünzen können.
Ligaportal: Was ist das klare Ziel für das Frühjahr? Geht es primär um den Klassenerhalt?
Schlögl: Der Klassenerhalt ist natürlich das Mindestziel. Mein persönliches Ziel – und das habe ich auch klar an die Mannschaft kommuniziert – ist ein einstelliger Tabellenplatz.
Ligaportal: Woran lag es Ihrer Meinung nach, dass es im Herbst vor allem zu Beginn nicht wie erhofft gelaufen ist?
Schlögl: Der Kader war eigentlich nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Das große Problem war, dass sich innerhalb kürzester Zeit fast alle Neuverpflichtungen verletzt haben, teilweise auch schwer. Das war schwer zu kompensieren. Jetzt versuchen wir, das besser aufzufangen, haben bereits reagiert und auch noch Möglichkeiten im laufenden Transferfenster.
Ligaportal: Mit Lukas Werner von Himberg und Berkin Gürünlü von Grimmenstein haben Sie ja schon zwei Offensivspieler geholt. Was versprechen Sie sich von ihnen?
Schlögl: Lukas Werner passt vom Typ her hervorragend zur Mannschaft. Er ist offensiv sehr stark, technisch gut, hatte allerdings eine längere Verletzungspause hinter sich. Wir müssen schauen, wo er körperlich steht, aber ich bin überzeugt, dass er uns helfen kann.
Berkin Gürünlü ist ein absoluter Routinier, extrem ballsicher und hat seine Qualität bereits bewiesen – unter anderem als Torschützenkönig in einer Meistersaison. Seine Erfahrung und Ruhe werden uns sicher weiterbringen.
Ligaportal: Wie schaut die Vorbereitung konkret aus? Gibt es ein Trainingslager oder Teambuilding?
Schlögl: Wir bleiben in Leopoldsdorf und absolvieren einen klassischen Trainingsaufbau. Sieben Kunstraseneinheiten sind geplant, dazu wird es viel Arbeit im körperlichen Bereich geben. Ende Februar haben wir nach einem Testspiel ein kleines Teambuilding-Event geplant, ansonsten kein Trainingslager.
Ligaportal: Zum Frühjahrsauftakt geht es auswärts gegen Wiener Neustadt, einen der Topfavoriten. Sehen Sie sich da klar als Außenseiter?
Schlögl: Von der Tabelle her natürlich ja. Aber im Fußball ist vieles möglich. Wir werden uns sicher nicht verstecken und freuen uns darauf, auf einem tollen Platz mit gutem Rasen zu spielen. Für uns ist das auch ein Privileg.
Ligaportal: Abschließend noch zur Zukunft: Ist Ihr Engagement aktuell nur bis Sommer geplant oder doch länger?
Schlögl: Wir planen im Amateurbereich grundsätzlich immer von Jahr zu Jahr. Aktuell ist es bis Sommer. Wenn es sportlich passt und beide Seiten zufrieden sind, bin ich sicher nicht abgeneigt, weiterzumachen.