Spielberichte

SC Maria Lanzendorf unterliegt in Unterzahl – Djuro Mihaljica: „Aus meiner Sicht war es keiner“

Maria Lanzendorf
Bad Fischau-Brunn

Ein intensives Duell in der Gebietsliga Süd/Südost prägte den Abend zwischen dem SC Maria Lanzendorf und dem ASK Bad Fischau-Brunn (1:2). Aus Sicht der Gastgeber hatte die Partie zwei Gesichter: stark bis zum Platzverweis, danach ein langer Abnutzungskampf in Unterzahl. Djuro Mihaljica ordnete die Lage nüchtern ein: Vor dem Ausschluss habe sein Team „eigentlich ein super Spiel“ gemacht, nach der Pause dominierte die Defensivarbeit. Strittig blieb ein Elfmeterpfiff, der die Gemüter bewegte, während Wind und schwierige Platzverhältnisse jede Standardsituation auf beiden Seiten brandgefährlich machten. Trotz Ärger über einzelne Szenen überwog am Ende eine gefasste, realistische Einschätzung der eigenen Leistung – und der Blick nach vorne.

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Führung nach Standard, Rückenwind bis zur Unterzahl

Maria Lanzendorf erwischte den besseren Start und nutzte genau jene Disziplin, die das Spiel prägte: die ruhenden Bälle. Nach einem Corner gingen die Hausherren in der 8. Minute mit 1:0 in Führung (Torschütze: Benjamin Kranz). Bis zum Ausschluss erspielten sie sich, wie Mihaljica schilderte, „noch zwei, drei Chancen“. Der starke Wind machte Ecken und Freistöße zu ständigen Unruheherden – „immer gefährlich, für uns wie auch gegen uns“, wie der Trainer es formulierte. Dann kippte die Partie: Ein Platzverweis gegen Maria Lanzendorf (Spieler: David Cecina) wurde zum Knackpunkt. Bis dahin hatte vieles gepasst, doch von diesem Moment an verschob sich die Statik sichtbar.

Ball und Kontrolle bei Bad Fischau-Brunn, Kampf in allen Duellen

Mit einem Mann weniger rückte für Maria Lanzendorf das Verteidigen in den Mittelpunkt. Mihaljica sprach es offen aus: Gegen eine spielstarke Mannschaft wie Bad Fischau-Brunn gehörte der Ballbesitz fortan überwiegend den Gästen. Die Hausherren hielten mit Laufbereitschaft, Zweikampfhärte und Kompaktheit dagegen – es war „eher ein kampfbetontes Spiel“, begünstigt durch einen schwer bespielbaren Platz.

Offensiv blieb nach dem Ausschluss vieles Stückwerk; klare Gelegenheiten wurden seltener, weil jeder Ballgewinn unter Druck stand und das Umschalten gegen einen kontrollierten Gegner schwer fiel. Dass die Führung bis zur Pause Bestand hatte, war Ausdruck kollektiver Disziplin – und der Aufmerksamkeit bei jenen Situationen, die der Wind zusätzlich auflud.

Ausgleich, Wende – und die Debatte um den Elfmeter

Mit dem 1:0 ging es in die Halbzeit, doch die zweite Hälfte brachte die entscheidenden Akzente der Gäste. Rund um die Stunde gab es aus Sicht der Gastgeber eine strittige Strafstoßentscheidung; Mihaljica haderte: „Aus meiner Sicht war es keiner, aber der Schiri hat so entschieden – da kann man leider nichts machen.“ In der 66. Minute fiel der Ausgleich zum 1:1 (Torschütze: Jacob Paul), und zehn Minuten später drehten die Gäste mit dem 1:2 in der 76. Minute die Partie (Torschütze: Daniel Randak).

Die Gastgeber suchten in der Schlussphase den Zugriff, doch in Unterzahl blieben die Wege lang und die Räume offen. Mihaljicas Fazit fiel trotz Ärger über einzelne Pfiffe selbstkritisch aus: Am Ende sei das Resultat insgesamt gerecht gewesen – auch, weil sein Team lange Zeit mit einem Spieler weniger agierte. Der Blick richtet sich nun nach vorne: Bereits am Dienstag steht auswärts die nächste Aufgabe an – leicht wird es nicht, aber der Anspruch ist klar: drei Punkte.

Gebietsliga Süd/Südost: Maria Lan. : Bad Fischau-Brunn - 1:2 (1:0)

  • 76
    Daniel Randak 1:2
  • 66
    Jacob Paul 1:1
  • 8
    Benjamin Kranz 1:0