In der Gebietsliga Süd/Südost brachte SC Fortuna Wiener Neustadt II gegen BSV Enzesfeld/H. eine Führung nicht über die Zeit. Für Trainer Robert Haas waren es verlorene Punkte: Das 1:1 sei ein vermeidbarer Dämpfer, weil sein Team gute Möglichkeiten vorfand und am Ende nach einer Standardsituation den Ausgleich kassierte. Seine Analyse kreist um fehlende Konsequenz, ein nüchtern geführtes Spiel und enge Personaldecke vor dem nächsten Auftritt.

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In der 36. Minute traf Jonas Kölli für SC Fortuna Wiener Neustadt II zum 1:0, zur Pause stand es dann auch 1:0. Danach fehlte die letzte Konsequenz „Angesichts des Spielverlaufs hätte ich erwartet, dass wir das 1:0 über die Runden bringen. Bei einer Standardsituation haben wir nicht konsequent gedeckt – so fiel der Ausgleich“, erklärte Haas.
Der Trainer legte den Finger in die Wunde: „Bei defensiven Standards sind wir nicht bereit, den Gegner konsequent zu decken und die Situation mit 100 Prozent Entschlossenheit zu klären. Man hat das Gefühl, jeder verlässt sich auf den anderen.“ Spät rächte sich das: In der 84. Minute glich Christian Seidl für BSV Enzesfeld/H. zum 1:1 aus. Zur Spielart sagte Haas: „Es war weder technisch sauber geführt noch überhart.“
„Wir hatten durch Erkut Tekinsoy zwei große Chancen. Tamas Kovacs lief einmal eins-gegen-eins auf den Tormann zu, und auch Emre Akpinar scheiterte am Tormann.Trotzdem bin ich mit dem Offensivspiel nicht zufrieden“, bilanzierte Haas. Die größte Gefahr der Gäste entsprang einem Missverständnis nach einem Rückkopfball, doch Keeper Manuel Kassal reagierte blitzschnell und bereinigte die Situation. Mit der Leitung des Unparteiischen zeigte sich Haas einverstanden: Die Schiedsrichterleistung sei in Ordnung gewesen.
Personell bleibt es eng – vor dem nächsten Spiel stehen nur begrenzte Optionen zur Verfügung.