Spielberichte

Kurt Jusits (SC Reisenberg): „Mehr Ruhe und Effizienz“ – Marienthal dreht Derby 1:2

SC Reisenberg
ASK Marienthal

Nach dem Derby in der Gebietsliga Süd/Südost zwischen dem SC Reisenberg und dem ASK Marienthal ordnete Trainer Kurt Jusits die Partie nüchtern ein: ein taktisch geprägtes, kampfbetontes Duell mit intensiven Zweikämpfen im Zentrum und wenigen klaren Möglichkeiten. Er lobte die starke erste Hälfte seines Teams, haderte mit ausgelassenen Chancen und dem Ausgleich kurz vor der Pause, stellte dem Schiedsrichter ein sehr gutes Zeugnis aus und formulierte klare Hausaufgaben: stabiler verteidigen und vor dem Tor konsequenter werden.

Fußball liegt im Tornetz

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Derby mit Struktur und Härte

Reisenberg erwischte den besseren Start: In der 8. Minute stellte Fabian Bayer auf 1:0. „In der ersten Halbzeit haben wir stark agiert. Wir sind mit 1:0 in Führung gegangen und hatten zweimal die Chance, auf 2:0 zu erhöhen“, hielt Jusits fest. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte jedoch der Dämpfer: Patrik Volf traf in der 44. Minute zum 1:1 – ein Einschnitt, der den bis dahin gefundenen Rhythmus sichtbar störte. Der SCR blieb griffig in den Zweikämpfen, hielt die Ordnung und lauerte auf Umschaltmomente, doch der erneute Führungstreffer wollte zunächst nicht fallen.

Umschalten, lange Bälle und die Latte

In der Spielanlage sah der Trainer Parallelen auf beiden Seiten: „Es war ausgeglichen, beide Teams suchten im Mittelfeld die Duelle und wollten dann schnell umschalten. Marienthal hat viel mit langen Bällen gearbeitet, weil sie vorne kopfballstarke Spieler und schnelle Außen haben.“ Bei ruhenden Bällen setzte Reisenberg ein Ausrufezeichen: Ein Freistoß landete an der Latte – die beste Standardszene der Gastgeber. Aus dem Spiel heraus bot sich zudem Mitte der ersten Hälfte eine richtig gute Gelegenheit; mit dem Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel kippte das Momentum jedoch.

Klarer Elfmeter, großes Lob und ein später Stich

Diskussionen um die Leitung blieben aus – im Gegenteil. „Die Schiedsrichterleistung war top, es gab keine strittigen Szenen. Den Elfmeter, den wir bekommen haben, fand ich klar; auch Freistöße und Eckbälle waren ohne Probleme gepfiffen“, lobte Jusits. Spät setzte Marienthal dennoch den entscheidenden Nadelstich: Dino Ribic traf in der 88. Minute zum 1:2. „Leider sind wir als Verlierer vom Platz gegangen. Das hätten wir uns nicht verdient“, fasste der Coach zusammen. In seiner Mannschaft hob er besonders Steinbach für eine starke, verbindende Vorstellung hervor und sprach dem gesamten Team Anerkennung für intensive 90 Minuten aus. Inhaltlich richtet Jusits den Blick nun auf Feinschliff: ruhiger attackieren, defensiv stabiler stehen und Chancen besser nutzen – Aspekte, die in einem engen, von Zweikämpfen und Umschaltmomenten geprägten Derby letztlich den Unterschied ausmachten.

Gebietsliga Süd/Südost: Reisenberg : Marienthal - 1:2 (1:1)

  • 88
    Dino Ribic 1:2
  • 44
    Patrik Volf 1:1
  • 8
    Fabian Bayer 1:0