In der Gebietsliga Süd/Südost hat der SV Wienerwald in Runde 19 den SC Fortuna Wiener Neustadt II mit 2:0 geschlagen. Nach torloser Pause entschied Doppeltorschütze Fabio Schuckert die Partie in Minute 73 und 92. Trainer Michael Gössinger sprach von einer klaren Angelegenheit: 'Wir waren die dominante Mannschaft, der Sieg geht in Ordnung.' Entscheidenden Schwung gab aus seiner Sicht das längst fällige 1:0, das seiner Mannschaft die nötige Ruhe für den Schlussspurt verschaffte.

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Der Tabellenführer trat von Beginn an mit breiter Brust auf. Michael Gössinger schilderte den Start ohne Umschweife: 'Von der ersten Minute haben wir gezeigt, dass wir die Partie gewinnen wollen.' Seine Elf erzeugte in den ersten 20 bis 25 Minuten ordentlich Druck, kam laut Coach zu ‚drei Top-Chancen‘, ließ das 1:0 aber liegen. So blieb es zur Halbzeit beim 0:0, obwohl Wienerwald mehr vom Spiel hatte und den Gegner tief hinten band. Nach dem Seitenwechsel zahlte sich die Geduld aus: In der 73. Minute besorgte Fabio Schuckert das überfällige 1:0 – 'befreiend für uns', wie Gössinger betonte. Fortuna blieb lange ohne klare Abschlüsse, 'Der erste Torschuss kam, glaube ich, erst in der 75. oder 80. Minute', ordnete der Trainer ein. In der Nachspielzeit machte Schuckert mit seinem zweiten Treffer zum 2:0 (92.) schließlich alles klar.
Inhaltlich zeigte der Wienerwald-Coach vor allem auf, wie konsequent sein Team die Partie angegangen ist. 'Wir haben in der ersten Halbzeit richtig viel Druck erzeugt, Power und Energie auf den Platz gebracht und auch spielerische Akzente gesetzt', sagte Gössinger. Dass es bis zum 1:0 dauerte, störte ihn im Resultat nicht, wohl aber im Verlauf: 'Wir müssen uns für den Aufwand einfach früher belohnen, dann ist das ganze Spiel einfacher.' Der Trainer sprach dennoch von einer reifen Vorstellung nach einem Dämpfer zuletzt: 'Nach der Niederlage in der Vor-Vorwoche haben wir eine richtig gute Reaktion gezeigt.' Dass das 1:0 der Knotenlöser war, unterstrich er mehrfach: Der Treffer habe Ruhe gebracht, ohne dass seine Mannschaft den Faden verlor – vielmehr blieb sie am Drücker und setzte den verdienten Schlusspunkt.
Trotz des klaren Ausgangs fand Gössinger anerkennende Worte für den Gegner: 'Das ist ein sehr guter Gegner, mit einem guten Mix aus jungen und älteren Spielern und viel Qualität.' Am Ende, so sein nüchternes Fazit, sei Wienerwald aber 'über neunzig Minuten klar die bessere Mannschaft' gewesen. Auch das Schiri-Team bekam Bestnoten: 'Er hat die Partie sehr gut geleitet, immer alles unter Kontrolle – ein Top-Schiedsrichter.'
In der Tabelle unterstreicht der Sieg die Rolle des Leaders: Wienerwald steht nach 19 Runden bei 48 Punkten, dahinter lauern ASK Eggendorf (41) und Bad Fischau-Brunn (40), während Fortuna mit 38 Zählern Vierter bleibt. Der Ausblick ist entsprechend klar: Kurs halten, Chancen früher nutzen – dann passt für den Spitzenreiter nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Aufwand.