Der ASK Marienthal hat in der Gebietsliga Süd/Südost einen 2:0-Auswärtssieg beim BSV Enzesfeld/H. eingefahren. Nach starker Anfangsphase der Hausherren brachte Andre Hofer die Gäste in Minute 33 in Führung, Dino Ribic legte nach 68 Minuten nach. Trainer Yasin Bakar sprach von einem Sieg der Ruhe und des Kollektivs – der Gegner ließ Chancen liegen, Marienthal nutzte die wenigen Möglichkeiten eiskalt.

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Der Auftakt gehörte klar den Gastgebern. Yasin Bakar nahm das ohne Umschweife so wahr: „Enzesfeld hat stärker begonnen, hatte klare Chancen. Wir haben da ein bisschen verschlafen.“ Seine Elf brauchte einige Minuten, um in die Zweikämpfe zu kommen und Ordnung herzustellen. „Wir waren am Anfang sehr schwach, zu spät an den zweiten Bällen“, räumte der Marienthal-Coach ein. Mit zunehmender Zeit bekam Marienthal aber mehr Zugriff, stellte die Wege enger und arbeitete sich selbst in die Partie. Der erste Lohn kam in Minute 33: Andre Hofer stellte auf 0:1. Bakar beschrieb die Szene knapp und treffend: „Es war sein Abpraller. Er stand richtig im Strafraum und hat das Tor gemacht.“ Dieses Führungstor gab den Gästen spürbar Sicherheit, und mit dem 0:1 ging es in die Pause – ein Ergebnis, das den verbesserten Auftritt in der letzten Phase der ersten Hälfte widerspiegelte.
Nach dem Seitenwechsel hielt Marienthal an der Linie fest: kompakt bleiben, sauber arbeiten, vorne geduldig auf den Moment warten. „Für mich war das Kollektivauftreten entscheidend“, betonte Bakar. Seine Mannschaft blieb ruhig, verschob konsequent und suchte die klaren Situationen. Enzesfeld blieb gefährlich, vor allem wenn es schnell ging. „Die Konter haben sie gut ausgenutzt. Die Umschaltmomente waren sehr schnell, sie waren sehr offensiv ausgerichtet. Das hat Enzesfeld gut gemacht“, zollte Bakar dem Gegner Respekt. Genau in diese Phase hinein setzten die Gäste das zweite Ausrufezeichen: In Minute 68 erhöhte Dino Ribic auf 0:2. Damit war der Weg bereitet, das Spiel kontrolliert nach Hause zu spielen. Bakar blieb ehrlich in seiner Analyse: „Wir hatten das Glück, dass der Gegner die Chancen nicht reingemacht hat.“ Gleichzeitig hob er die eigene Steigerung hervor: „Wir haben dann immer mehr die Kontrolle übernommen und sind zu Chancen gekommen.“
Diskussionsstoff bot die Partie kaum. „Im Allgemeinen war es gut. Strittige Situationen gab es nicht viele, keine nennenswerten“, meinte Bakar zum Auftritt des Unparteiischen. Den Unterschied zwischen den Teams fasste er in einem Satz zusammen: „Wir haben die Ruhe bewahrt und die wenigen Chancen, die wir hatten, gemacht – und davon profitiert, dass der Gegner seine nicht genutzt hat.“ Unterm Strich war es ein abgeklärter Auswärtsauftritt mit den entscheidenden Nadelstichen zum richtigen Zeitpunkt. In Runde 20 hält Marienthal bei 15 Punkten und rangiert auf Platz 13, Enzesfeld steht mit 22 Zählern auf Rang 10. Für Bakar und seine Mannschaft sind es wertvolle Auswärtspunkte im Tabellenkeller, die Selbstvertrauen geben. Auf dieser kompakten, geschlossenen Leistung wollen die Marienthaler in den nächsten Wochen aufbauen – mit derselben Ruhe und Konsequenz vor dem Tor.