Ein intensives Duell in der Gebietsliga Süd/Südost endete zwischen SC Fortuna Wiener Neustadt II und SC Sommerein mit 1:1. Die Juniors gingen vor der Pause durch Erkut Tekinsoy in Führung, Sommerein antwortete kurz nach Wiederbeginn über Florian Hofbauer. Co-Trainer Dominik Gotschy sprach von einem starken Start seines Teams und lobte vor allem Einsatz und Kampfgeist: „Jeder hat 100 Prozent gegeben“ – und nahm am Ende einen erkämpften Punkt mit.

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Sommerein erwischte den besseren Beginn. Dominik Gotschy schilderte die Anfangsphase so: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, die ersten 15 bis 20 Minuten hatten wir das Geschehen im Griff.“ Danach, so der Co-Trainer, kippte die Partie in ein offenes Hin und Her. „Ab der 20. Minute war es ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten“, sagte er. Genau in dieser Phase fiel die Führung der Hausherren: In der 37. Minute traf Erkut Tekinsoy zum 1:0. „Wiener Neustadt ist durch einen Elfmeter in Führung gegangen – zu dem Zeitpunkt aus unserer Sicht eher glücklich“, ordnete Gotschy ein. Zur Pause stand es somit 1:0, was den insgesamt ausgeglichenen Charakter der ersten Hälfte nicht vollständig widerspiegelte, aber den Gastgebern den Vorteil gab.
Die Reaktion der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. „Das Tor, das wir erzielt haben, war kurz nach dem Anpfiff“, erzählte Gotschy über den schnellen Ausgleich. In der 48. Minute traf Florian Hofbauer zum 1:1 und machte damit den perfekten Start in Halbzeit zwei aus Sommereiner Sicht fix. Danach blieb das Match offen, ehe die Hausherren gegen Ende zulegten. „In den letzten 20 Minuten war Wiener Neustadt stärker und hat das Heft in die Hand genommen“, so der Co-Trainer. Sommerein meldete sich dennoch noch einmal nach vorn, während die Gastgeber ebenfalls gefährlich wurden. Am Ende stand ein gerechtes Remis, das beide Seiten mitnehmen konnten.
In seiner Analyse legte Gotschy den Fokus klar auf die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft den Punkt holte. „Über 90 Minuten war bei jedem der Wille, den Kampfgeist zu sehen. Jeder einzelne Spieler hat 100 Prozent gegeben und die Zweikämpfe angenommen“, betonte er. Dass der Gegner qualitativ stark besetzt ist, war Sommerein bewusst. „Wir haben gewusst, dass Wiener Neustadt Favorit ist und es auswärts schwer wird“, sagte Gotschy. Er würdigte auch die Leistung des Gegenübers: „Sie sind geschlossen aufgetreten, hatten mehr Spielanteile und waren spielerisch vielleicht leicht stärker. Wir haben das mit unserem Kampf und unserem Willen gut wettgemacht.“ Vor diesem Hintergrund fiel sein Fazit nüchtern, aber zufrieden aus: „Wir können mit dem Punkt sehr zufrieden sein.“
Die Punkteteilung passt auch zur Tabellensituation nach Runde 20: Fortuna Wiener Neustadt II hält bei 39 Zählern und rangiert auf Platz vier, Sommerein steht mit 17 Punkten auf Rang zwölf. Gerade deshalb hat der Auswärtspunkt Gewicht – geholt bei einem Team, das über weite Strecken mehr vom Spiel hatte. Positiv fiel zudem das Drumherum aus: „Das Schiedsrichterteam hat eine gute Leistung gebracht. Es gab keine strittigen Szenen, es war ein faires und ruhiges Spiel“, erklärte Gotschy.
Für Sommerein ist das 1:1 ein wichtiges Ergebnis: Man nahm dem Favoriten etwas ab, zeigte, dass man dagegenhalten kann, und kann dieses „erkämpfte“ Erfolgserlebnis als Basis für die nächsten Aufgaben mitnehmen. Dass mit Florian Hofbauer der Ausgleichsschütze in einem entscheidenden Moment zur Stelle war, unterstreicht, dass diese Mannschaft Verantwortung übernimmt – und genau darauf kann Sommerein bauen.