In der Gebietsliga Süd/Südost hat SC Fortuna Wiener Neustadt II am Samstag gegen den ASK Mannersdorf mit 2:0 gewonnen und sich den Heimsieg schon vor der Pause erarbeitet. Leon Banovits brachte die Gastgeber in Minute 26 in Führung, Tobias Wimmer legte in der 40. Minute nach. Trainer Thomas Schönleitner sah vor allem eines als Schlüssel: „Wir waren mutig im Rausspielen“ – und wollten die Partie „von der ersten bis zur letzten Minute gewinnen.

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Für Schönleitner begann die Partie genau so, wie er es sich vorgestellt hatte. „Wir waren von Anfang an richtig gut im Match“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und verwies darauf, dass seine Mannschaft viele Situationen schon im Aufbau sauber gelöst habe. Gerade das Spiel von hinten heraus war laut ihm ein klarer Schwerpunkt gewesen, und genau dort habe Fortuna geliefert. Dazu kamen auch die besseren Möglichkeiten. Der Coach sprach von mehreren Chancen, von einem Stangenschuss und davon, dass die Führung verdient gewesen sei. Als sich seine Elf dann auch belohnte, passte das für ihn ins Gesamtbild dieser ersten Hälfte: Leon Banovits traf in der 26. Minute zum 1:0, Tobias Wimmer erhöhte noch vor der Pause auf 2:0. Dass beide Treffer aus gut ausgespielten Situationen entstanden, passte für Schönleitner ebenfalls ins Muster des Nachmittags. „Wir haben die Tore super rausgespielt, immer wieder die Tiefe attackiert“, sagte er.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Partie laut dem Fortuna-Trainer spürbar. Spielerisch sei seine Mannschaft im Rausspielen nicht mehr so präsent gewesen wie noch vor der Pause, nach vorne habe also nicht mehr alles so flüssig funktioniert. Schönleitner machte daraus kein Geheimnis. „In der zweiten Halbzeit waren wir spielerisch nicht mehr so präsent im Umschalten, aber stets gefährlich“, sagte er offen. Gerade deshalb ärgerte ihn ein Stück weit, dass der Sieg nicht höher ausfiel. Er sprach davon, dass noch mehr Tore möglich gewesen wären, erwähnte einen Lattenschuss und weitere Durchbrüche, bei denen entweder der Tormann stark hielt oder der Abschluss nicht konsequent genug war. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass aus dem Spiel heraus kaum echte Gefahr auf die eigene Mannschaft zukam. Mannersdorf sei nach der Pause zwar gefährlicher geworden und habe versucht, „ein bisschen anders anzulaufen und andere Lösungen zu finden“, zwingend sei es aber selten geworden. „Zwingend haben wir in Wirklichkeit kaum etwas zugelassen“, meinte Schönleitner. Aus seiner Sicht blieb es bei ein, zwei Halbchancen, den Rest hätten seine Spieler gut wegverteidigt.
Am Ende rückte Schönleitner weniger das nackte Ergebnis als vielmehr die Art und Weise in den Mittelpunkt. Für ihn lag der Unterschied nicht nur in den zwei Toren, sondern in der Umsetzung dessen, was seine Mannschaft sich vorgenommen hatte. „Wir waren mutig im Rausspielen. Wir haben immer wieder Lösungen gehabt, genauso wie wir es trainiert und angesprochen haben“, sagte der Trainer. Gerade dieser Mut habe seiner Elf in den vergangenen Wochen mitunter gefehlt, diesmal sei er über die gesamte Spielzeit da gewesen. Dazu kam für ihn ein zweiter Punkt, den er fast noch höher gewichtete: die Balance. „Wir haben die Balance aus Fußballspielen und trotzdem die Drecksarbeit machen müssen“, sagte Schönleitner. Gemeint waren damit gewonnene Zweikämpfe, Laufarbeit und jene „dreckigen Meter“, die in solchen Spielen nötig sind. Auch deshalb wollte er die Partie nicht über Nebenschauplätze erklären. Den Schiedsrichter wollte er bewusst nicht groß kommentieren, weil für ihn andere Dinge entscheidend waren. Seine Zusammenfassung fiel entsprechend klar aus: „Der Wille zum Sieg und das Vertauen in die eigene Stärke waren der Unterschied."