In der Gebietsliga Süd/Südost hat ASK Mannersdorf gegen ASK Eggendorf nach einem 0:2 noch ein 2:2 geholt. Die Gastgeber lagen zur Pause 0:1 zurück und kassierten kurz nach Wiederbeginn auch das zweite Gegentor, kamen durch Muhammed Ali Keskin und Muhammed Okunakol aber noch zurück. Trainer Robert Lesdedaj sah vor allem im Anschlusstreffer den Wendepunkt und sprach trotz vieler Ausfälle von einem verdienten Punkt.

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Für Mannersdorf war schon der Einstieg in den Abend alles andere als einfach. „Der Start war sehr holprig“, sagte Lesdedaj und verwies gleich auf die personellen Probleme. Kapitän Marco Fuchs fehlte krankheitsbedingt, Romeo Lazarevic war verletzt, dazu musste Nenad Vasiljevic nach einer Blessur beim Aufwärmen zwar noch die erste Halbzeit bestreiten, zur Pause war für ihn aber Schluss. Bis zum 0:1 durch Komel Alizadeh in der 42. Minute entwickelte sich laut dem Trainer eine enge Partie mit wenig Strafraumszenen. „Bis dahin haben wir es taktisch wirklich sehr gut gespielt“, meinte Lesdedaj. Vieles spielte sich zwischen den Sechzehnern ab. Dass Eggendorf kurz vor der Pause doch in Führung ging, sahen die Gastgeber zudem als abseitsverdächtig und unglücklich aber unter dem Strich war die Halbzeit-Führung verdient, weil Eggendorf 1-2 Möglichkeiten und auch viel Ballbesitz hatte.
Nach dem Seitenwechsel bekam Mannersdorf gleich den nächsten Dämpfer. In der 50. Minute erhöhte Isuf Ajradini auf 0:2, auch diese Szene bewertete Lesdedaj aus seiner Sicht als abseitsverdächtig. Entscheidend war für ihn aber nicht das Diskutieren über die Entstehung, sondern die Reaktion seiner Mannschaft. Für den angeschlagenen Vasiljevic war Julian Kölbl gekommen, und wenige Minuten später setzte Muhammed Ali Keskin mit dem 1:2 das Signal zur Aufholjagd. „Das 2:1 war für uns ein Schlüsselmoment. Das haben wir gebraucht“, sagte der Trainer über den Treffer nach einem Corner. Danach, so Lesdedaj, wurde seine Mannschaft mutiger, gewann die wichtigen Zweikämpfe und bekam dadurch Oberwasser. Als Muhammed Okunakol in der 64. Minute zum 2:2 ausglich, war die Partie endgültig gekippt.
Von diesem Moment an sah der Mannersdorfer Coach sein Team sogar näher am Sieg. „Nach dem 2:2 hatte wir das Spiel in Griff“, sagte Lesdedaj. Nach dem Ausgleich habe seine Mannschaft „wirklich sehr gut ung giftig gespielt “ und die Partie weitgehend im Griff gehabt. Gleichzeitig blieb er in der Einordnung nüchtern. Es habe nach dem ausgleich zwar einige Möglichkeiten gegeben, „aber nicht so hundertprozentige“. Genau da machte er auch fest, warum der ganz große Wurf ausblieb. Vorne fehlte nach seiner Einschätzung ein Stürmertyp wie Taner Sen, der Bälle anzieht und festmacht. Deshalb blieb es bei einem Remis, obwohl Mannersdorf nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit mehr als nur an einen Punkt riechen durfte.
Was Lesdedaj an diesem Abend besonders gefiel, war weniger die einzelne Aktion als das Auftreten seiner Mannschaft. „Der Wille war da, Energie am Platz war spürbar, das Zweikampfverhalten war top und der Zusammenhalt war diesmal sehr gut“, sagte der Trainer. Gerade mit Blick auf weitere Ausfälle wie jene von Taner Sen, Neki Oda oder dem nicht fitten Marcel Beskid war das für ihn der eigentliche Gewinn des Abends. Eggendorf bezeichnete er als „sehr stark“ und „sehr spielfreudig“, gegen den man einen Punkt nicht kleinreden muss. Dazu lobte er die faire Partie und stellte dem Schiedsrichter ein gutes Zeugnis aus. Unterm Strich blieb deshalb ein Satz, der den Abend aus Mannersdorfer Sicht gut zusammenfasst: „Mit dem X können wir gut leben.“