Spielberichte

"Ein Quäntchen Glück und eine bessere Schiedsrichterleistung" – Mannersdorf gibt Führung in Himberg noch aus der Hand

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SC Himberg
ASK Mannersdorf

In der Gebietsliga Süd/Südost trennten sich SC Himberg und ASK Mannersdorf am Freitagabend 1:1. Für Johannes Horvath war es eine offene Partie, in der seine Mannschaft lange auf Kurs war, sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen musste. Er sprach von einem schnellen, kampfbetonten Spiel, in dem beide Teams den Weg nach vorne suchten. Mannersdorf ging durch Edin Harcevic in Führung, ehe Luis Schweighofer noch ausglich.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Früher Aufreger gleich zu Beginn

Von Beginn an war Zug in der Partie, und aus Sicht der Gäste gab es schon in der Anfangsphase die erste Szene, über die nach dem Schlusspfiff noch gesprochen wurde. Horvath beschrieb den Start so: "Das Spiel war von Anfang an schnell und kampfbetont. Beide Mannschaften haben sich nicht hinten versteckt, sondern den Weg nach vorne gesucht." Schon nach wenigen Minuten jubelte Mannersdorf erstmals, doch der Treffer wurde aberkannt. Für den Mannersdorfer Obmann war das eine Entscheidung, die aus seiner Sicht nicht passte. "Der Treffer ist wegen angeblichen Abseits aberkannt worden. Der Ball ist aber vom Gegner gekommen, also hätte der Treffer zählen müssen", sagte Horvath. Trotz dieses Rückschlags blieb der ASK im Spiel und nahm laut seinem Obmann mit leichten Vorteilen das 0:0 mit in die Pause.

Harcevic trifft sehenswert, Himberg kommt zurück

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie laut Horvath auf derselben Linie. Es war weiter umkämpft, beide Mannschaften suchten den Weg zum Tor, und lange sprach vieles dafür, dass Kleinigkeiten den Unterschied machen würden. In der 60. Minute belohnte sich Mannersdorf dann für seinen Aufwand. Edin Harcevic traf zum 1:0, und Horvath schilderte die Szene sehr genau: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld kurz nach der Mittellinie sei der Himberger Tormann etwas weit vor seinem Tor gestanden, Harcevic habe sofort abgezogen und den Ball aus rund 40 bis 45 Metern im Tor untergebracht. "Das war ein super schönes Tor zum Anschauen", meinte Horvath. Die Führung hielt aber nicht bis zum Ende, weil Himberg in der Schlussphase noch einmal zulegte und in der 77. Minute durch Luis Schweighofer zum 1:1 kam.

Ein gerechtes Remis, aber nicht ohne Diskussionen

Gerade diese Schlussphase war für Horvath der Abschnitt, in dem sich das Spiel endgültig in Richtung Unentschieden bewegte. "Himberg hat am Ende ein bissl mehr vom Spiel gehabt und ein bissl mehr Druck gemacht", sagte er und ordnete damit auch den späten Ausgleich ein. Insgesamt wollte er den einen Punkt aber nicht kleinreden. "Es war eine ausgeglichene Partie, dadurch kann man das 1:1 durchaus als gerecht bezeichnen", so Horvath. Ganz ohne Kritik blieb seine Analyse trotzdem nicht. Aus Mannersdorfer Sicht wurden mehrere gute Aktionen nicht belohnt, unter anderem zwei Situationen mit Lirian Sejdini auf dem Weg Richtung Tor, bei denen der ASK auf ein Foul gehofft hatte. Auch der aberkannte frühe Treffer blieb für Horvath ein wichtiger Punkt. "Das Spiel wäre vielleicht anders gelaufen, wenn wir in der siebten Minute das Tor gemacht hätten", sagte er rückblickend.

Viel Einsatz als klare Botschaft für die nächsten Wochen

Trotz des späten Ausgleichs nahm Horvath aus dem Auftritt seiner Mannschaft auch Positives mit, vor allem was die Einstellung betraf. "Die Mannschaft hat von der ersten bis zur letzten Minute gefightet, alles gegeben und um den Sieg und um den Punkt gekämpft", sagte er. Dieses Lob richtete er nicht nur an die Startelf, sondern ausdrücklich an den gesamten Kader, der an diesem Abend im Einsatz war. "Die Einstellung war top von allen elf Spielern und auch den Auswechselspielern, die am Platz waren", hielt Horvath fest. Was aus seiner Sicht zum Sieg gefehlt hat, formulierte er knapp und deutlich: "Vielleicht ein Quäntchen Glück und eine bessere Schiedsrichterleistung." Unterm Strich blieb für Mannersdorf damit nach elf Runden ein Punktgewinn bei einem Team aus dem oberen Tabellenfeld und das Gefühl, über weite Strecken voll auf Augenhöhe gewesen zu sein.

Gebietsliga Süd/Südost: Himberg : Mannersdorf - 1:1 (0:0)

  • 77
    Luis Schweighofer 1:1
  • 60
    Edin Harcevic 0:1