In der Gebietsliga West hat USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten das Heimspiel gegen den ASV Statzendorf mit 1:2 verloren. Für Trainer Peter Thaller war das Ergebnis eng mit den eigenen Fehlern verknüpft. Seitenstetten hatte laut seinem Coach zwar rund 80 Prozent Ballbesitz, machte daraus aber zu wenig und brachte den Gegner nach seiner Einschätzung durch gravierende Fehler selbst in die Partie.

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Die Partie lief für die Gastgeber von Beginn an in eine Richtung, die Thaller nach dem Spiel deutlich ansprach. Schon in der 3. Minute brachte Thomas Ecker Statzendorf mit 1:0 in Führung, und genau solche Situationen meinte der Seitenstetten-Trainer, als er von einem denkbar schlechten Verlauf sprach. Zwar kam der USC in der 31. Minute durch Nico Poustka zum 1:1 zurück, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Doch die Stabilität, die sich Seitenstetten vom Ausgleich erhofft hatte, stellte sich nicht ein. In der 65. Minute traf erneut Thomas Ecker zum 2:1 für die Gäste. Damit war die Partie wieder in jene Richtung gekippt, die Thaller als besonders enttäuschend empfand, weil seine Mannschaft nach dem eigenen Ausgleich nach seiner Sicht eigentlich mehr Energie und Druchschlagskraft auf den Platz hätte bringen müssen.
Entsprechend klar fiel die Analyse des Trainers aus. „Der Knackpunkt waren die individuellen Fehler in der Abwehrreihe, wo wir einen Stürmer nicht verteidigen konnten“, sagte Thaller. Noch deutlicher wurde er, als er die beiden Gegentore einordnete: „Besonders im Kopf geblieben sind mir die zwei Gegentore, wo der Gegner einen langen Ball nach vorne spielt. Die Verteidiger sind nicht gut abgestimmt, wir kommen vorher nicht in das Gegenpressing, so wie wir es haben möchten, dazu kommen Stellungsfehler in der Hintermannschaft und wir verteidigen den Ball nicht weg.“ Für den Coach war genau das der Kern dieser Niederlage. Statzendorf habe aus seiner Sicht nur wenige Möglichkeiten gebraucht, um zweimal in Führung zu gehen. Den Satz „Wir selber haben den Gegner unnötig stark gemacht“ formulierte Thaller deshalb nicht als Nebenaspekt, sondern als zentrale Erklärung für diesen Abend.
Dass Seitenstetten über weite Strecken den Ball hatte, stellte Thaller gar nicht in Abrede. „Wir hatten gefühlt achtzig Prozent Ballbesitz“, sagte er, schob aber sofort nach, dass daraus nicht viele echte Tormöglichkeiten entstanden seien. Vor allem gegen den tiefen Block der Gäste habe seine Mannschaft zu wenig Ideen gehabt. „Das Bespielen eines tiefen Blocks war zu durchsichtig, wenig kreative Momente“, erklärte der Trainer. Dazu habe nach seiner Wahrnehmung auch die notwendige Energie gefehlt. „Einige Spieler waren nicht annähernd in der Normalverfassung, und von einigen Spielern fehlte eindeutig die notwendige Power, die es braucht, um Spiele zu gewinnen. Diese Energielosigkeit ist für mich schwer nachzuvollziehen.“ Besonders nach dem 1:1 habe er mehr erwartet: „Nach unserem Ausgleichstreffer muss genau in dieser Phase viel, viel mehr Energie aus der Mannschaft kommen. Da muss man gleich das zweite Tor nachlegen.“ Weil das ausblieb und Seitenstetten später wieder in Rückstand geriet, wurde es laut Thaller in der Schlussphase „brutal schwierig“, noch zu klaren Chancen zu kommen, "aber das muss uns Anspruch sein, auch in dieser Phase noch zu mehr Torchancen zu kommen." Umso schwerer wiegt diese Heimniederlage für ihn auch mit Blick auf die Tabelle und die eigenen Ansprüche. „Wir wollten zu Hause eine Heimfestung aufbauen. Das ist nach diesem Spiel nicht gelungen“, sagte Thaller. Dass er die Leistung als „teilweise inferior“ und die Niederlage sogar als „riesige Enttäuschung für die gesetzten Ziele“ bezeichnete, zeigt, wie tief der Ärger nach diesem 1:2 saß. "Ich erwarte mir von der ganzen Mannschaft eine deutliche Reaktion in puncto Energielevel, Power und Engagement in den kommenden Wochen." Diskussionen um den Unparteiischen wollte er ausdrücklich nicht aufmachen: „Diese Niederlage haben wir uns alle selbst anzukreiden.“