In der Gebietsliga West hat sich ASK Loosdorf im Derby gegen FC STYX Ober-Grafendorf mit 3:1 durchgesetzt und damit drei wichtige Punkte geholt. Trainer Christoph Koppensteiner sprach von einem verdienten Heimsieg, der trotz zweier früher verletzungsbedingter Wechsel nie einfach war. Ausschlaggebend war für ihn, dass seine Mannschaft von Beginn an Zugriff hatte, den Anschlusstreffer vor der Pause wegsteckte und nach Seitenwechsel rasch wieder den alten Abstand herstellte.

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Loosdorf war nach Koppensteiners Eindruck vom Anpfiff weg im Spiel. „Wir sind gut in das Spiel gestartet, hatten von Anfang an Zugriff und so hatten wir uns das auch vorgestellt“, sagte der Trainer nach dem Derby. Diese gute Anfangsphase zeigte sich auch auf der Anzeigetafel, weil Patrik Chrenko die Gastgeber in der 15. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Ganz geradlinig verlief die erste halbe Stunde trotzdem nicht, denn schon nach rund zehn Minuten musste Loosdorf erstmals verletzungsbedingt wechseln. Etwa nach 25 Minuten folgte bereits die zweite Umstellung. Gerade deshalb war das 2:0 durch Marco Moser in der 29. Minute für die Gastgeber wichtig, weil es der Mannschaft laut Koppensteiner „ein bisschen Sicherheit im Spiel“ gab und nach den ungeplanten Wechseln wieder etwas Ruhe hineinbrachte.
Der Abend blieb aber auch nach dem zweiten Loosdorfer Treffer offen. Koppensteiner sprach von einer ersten Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten und machte keinen Hehl daraus, dass man eine Mannschaft wie Ober-Grafendorf nicht 90 Minuten lang komplett kontrollieren könne. „Ober-Grafendorf ist eine sehr starke Mannschaft. Vor allem in der Offensive sind sie sehr stark“, sagte er. Umso ärgerlicher war aus seiner Sicht das 2:1 kurz vor der Pause. Fabian Diendorfer verkürzte in der 40. Minute, nachdem Loosdorf laut seinem Trainer im Spielaufbau eine kleine Unachtsamkeit hatte und den Ball verlor. „Das war ziemlich bitter“, meinte Koppensteiner, weil der Gegentreffer den Gästen noch vor dem Seitenwechsel wieder Hoffnung gab. Entsprechend klar war die Vorgabe für die zweite Hälfte: „Wir haben uns vorgenommen, auf das dritte Tor zu spielen“, schilderte der Loosdorf-Coach.
Dieser Plan ging nach Wiederbeginn schnell auf. In der 55. Minute stellte Patrik Chrenko auf 3:1 und sorgte damit dafür, dass Loosdorf den Zwei-Tore-Vorsprung wieder hatte. Koppensteiner hob diesen Treffer besonders hervor, ohne ihn zum alleinigen Schlüssel zu machen. Für ihn war es vor allem die Art des Tores, die ihm gefiel, weil der Angriff als Konter über die rechte Seite sauber ausgespielt war und Gabriel Kerschbaummeier in der Vorbereitung eine wichtige Rolle hatte. Trotzdem wollte der Trainer auch danach nichts von einer endgültigen Entscheidung wissen. „Bei so einem Spitzenspiel ist das Spiel nie entschieden“, betonte er. Genau deshalb gefiel ihm der Auftritt seiner Mannschaft nach dem 3:1 so gut. Loosdorf ließ in der zweiten Halbzeit laut Koppensteiner nur wenig zu, blieb aufmerksam und kam selbst noch zu einigen guten Möglichkeiten. Gerade in der letzten Viertelstunde wäre sogar noch ein viertes Tor möglich gewesen, auch wenn die vorzeitige Entscheidung letztlich ausblieb.
Den Sieg erklärte Koppensteiner am Ende nicht mit einer einzelnen Szene, sondern mit dem Gesamtauftritt seiner Mannschaft. „Es gab nicht das eine Tor, das ausschlaggebend war“, sagte er. Viel wichtiger sei gewesen, dass alle Spieler bereit waren und ihren Teil dazu beitrugen. „Jeder wusste, was er zu tun hatte“, so der Trainer, der die klare Aufgabenverteilung als einen entscheidenden Punkt nannte. Umso zufriedener war er, dass die drei Punkte in Loosdorf blieben. Dazu passte auch, dass das Derby trotz seiner besonderen Bedeutung in geordneten Bahnen verlief. „Es war für ein Derby ein sehr faires Spiel auf beiden Seiten“, sagte Koppensteiner, der keine nennenswerten strittigen Szenen sah. Lange feiern wird Loosdorf den Erfolg aber nicht, denn für den Trainer ist nach diesem intensiven Abend vor allem wichtig, „gut zu regenerieren“ und die noch ausstehenden zwei Runden vor der Winterpause möglichst erfolgreich zu bestreiten.