Spielberichte

Klare Pausenführung, schnelles 3:0 - Seitenstetten entscheidet die Partie nach dem Wechsel

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FC Leonhofen
USC Seitenstetten

In der Gebietsliga West hat FC Leonhofen gegen USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten mit 1:4 verloren. Die Gäste legten auswärts sehr zielstrebig los, führten schon zur Pause mit 2:0 und setzten mit dem dritten Treffer kurz nach dem Wechsel den entscheidenden Stich. Trainer Mario Jaksch sah vor allem das starke Umschaltspiel und den klaren Plan nach der Pause als Schlüssel für den Auswärtssieg.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Seitenstetten kommt mit Tempo ins Spiel

Seitenstetten war vom Anpfiff weg sofort in der Partie und hatte schon nach einer Minute die erste große Möglichkeit. Der Trainer schilderte einen Auftritt, in dem seine Mannschaft die Anfangsphase klar für sich nutzte, auch wenn Leonhofen phasenweise mehr Ballbesitz hatte. „Wir waren die ganze erste Hälfte gut im Spiel“, sagte Jaksch. „Wir haben dem Gegner vielleicht etwas mehr Ballbesitz gelassen, waren aber im Umschaltspiel sehr gut und sehr schnell vor dem gegnerischen Tor.“ Genau daraus zog der Tabellenführer seinen Vorteil. In der 26. Minute brachte Lukas Kiehberger die Gäste mit 1:0 in Führung, nachdem er von der linken Seite nach innen zog und trocken ins kurze Eck abschloss. Leonhofen hatte nach rund einer halben Stunde bei einem Lattenschuss aus etwa 20 Metern seine beste Szene vor der Pause, doch Seitenstetten blieb insgesamt gefährlicher und geradliniger.

Die Pausenführung beruhigt, das 3:0 macht den Deckel fast drauf

Wirklich entscheidend war aus Sicht des Seitenstetten-Coaches aber nicht nur die Führung selbst, sondern der zweite Treffer kurz vor der Pause. Nico Poustka stellte in der 34. Minute auf 0:2, und genau dieser Vorsprung gab den Gästen die Ruhe, mit einem klaren Plan in die Kabine zu gehen. „Die 2:0-Pausenführung war natürlich sehr beruhigend“, sagte Jaksch. Verwalten wollte seine Mannschaft den Vorsprung trotzdem nicht. „Unser klarer Plan war, dass wir auf das 3:0 gehen und die Partie vorzeitig entscheiden.“ Das setzte Seitenstetten kurz nach Wiederbeginn genau so um. Nach einem weiten Ball auf Eric Michlmayr, der per Kopf verlängerte, lief Poustka erneut allein auf den Tormann zu, umspielte ihn und schob in der 52. Minute zum 0:3 ein. Für Jaksch war das die Szene, die den Nachmittag klar in die richtige Richtung lenkte. „Wenn wir das 3:0 machen, dann wird die Partie entschieden sein“, haben wir in der Pause besprochen – und genau so kam es dann auch.

Leonhofen drückt, Seitenstetten wird zu tief

Ganz ohne heikle Phase blieb der Auftritt der Gäste dennoch nicht. Als Nikolaus Weinfurter in der 73. Minute für Leonhofen auf 1:3 verkürzte, kam noch einmal Bewegung in die Partie. Jaksch sprach nach dem Schlusspfiff offen an, dass ihm dieser Abschnitt nicht gefallen hat. „Da haben wir Probleme gehabt und sind zu tief gestanden“, sagte er. Vor allem nach dem Tor habe Leonhofen mehr vom Spiel gehabt, viel Ballbesitz gesammelt und Seitenstetten weit nach hinten gedrückt. Der USC ließ sich in dieser Phase zu sehr in den eigenen Strafraum zurückfallen und bekam dadurch weniger Zugriff. Jaksch hätte sich gewünscht, „dass wir ein bisschen höher stehen und ein bisschen dominanter im Spiel sind“. Trotzdem brachte seine Mannschaft die Partie letztlich sauber über die Zeit, weil sie defensiv leidenschaftlich verteidigte und Leonhofen trotz des Drucks nicht zu vielen klaren Ideen direkt vor dem Tor kommen ließ. In der Schlussphase setzte Seitenstetten dann noch den letzten Konter: Nico Poustka spielte auf Eric Michlmayr, der in der 90. Minute allein vor dem Tormann zum 1:4 vollendete.

Selbstvertrauen als Trumpf, Ballbesitz bleibt Baustelle

Dass Seitenstetten am Ende so souverän drei Punkte aus Leonhofen mitnahm, führt Jaksch vor allem auf den aktuellen Lauf seiner Mannschaft zurück. „Die größte Stärke in unserer Mannschaft liegt derzeit am Selbstvertrauen und im Umschaltspiel“, sagte der Trainer. Drei Siege in Folge gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenregion hätten seiner Elf spürbar Sicherheit gegeben. Dazu kommt eine klare Spielidee, die derzeit gut funktioniert. „Wir wissen, dass wir, wenn wir leidenschaftlich verteidigen, jeden Gegner schlagen können“, erklärte Jaksch. Hinten will Seitenstetten wenig zulassen, vorne sucht die Mannschaft mit wenigen Kontakten schnell den Weg zum gegnerischen Tor. Gerade in der Offensive sieht der Coach dafür viel Qualität und Tempo. Dass trotzdem nicht alles perfekt ist, sprach er ebenfalls deutlich an. Im Ballbesitzspiel wolle er seine Mannschaft noch dominanter und selbstbewusster sehen, mit mehr Mut am Ball und einer etwas höheren Stellung gegen den Gegner. Auch den Gastgeber stufte Jaksch dabei nicht klein ein. Leonhofen habe „spielerisch gute Einzelspieler“ und hat „sehr gefällig“ gespielt, dazu sei es ein faires Spiel gewesen. Für Seitenstetten zählt am Ende vor allem eines: ein klarer Auswärtssieg, der den starken Lauf bestätigt und die Mannschaft weiter an der Spitze hält.

Gebietsliga West: Leonhofen : Seitenstetten - 1:4 (0:2)

  • 90
    Eric Michlmayr 1:4
  • 73
    Nikolaus Weinfurter 1:3
  • 52
    Nico Poustka 0:3
  • 34
    Nico Poustka 0:2
  • 26
    Lukas Kiehberger 0:1