In der Gebietsliga West hat der USC kaschütz Rohrbach am Samstag gegen ASK Loosdorf mit 0:3 verloren. Für Stefan Heher war die Sache schon vor der Pause entschieden. Zwei Treffer von Daniel Rapavý und das 0:3 durch Marco Moser sorgten dafür, dass die Gäste früh klare Verhältnisse schufen und den Auswärtssieg sehr kontrolliert ins Ziel brachten.

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Stefan Heher schilderte den Plan der Gäste nach dem Schlusspfiff sehr klar. "Wir wollten von Anfang an Druck machen", sagte der sportliche Leiter, und aus seiner Sicht setzte Loosdorf das auch gleich um. Der frühe Treffer half dabei entscheidend, weil Rohrbach, wie Heher es beschrieb, sehr tief stand und nur wenig Raum anbot. In der 11. Minute brachte Daniel Rapavý die Gäste mit 1:0 in Führung. Heher hob diesen Treffer besonders hervor, weil er gleich die Richtung vorgab und Loosdorf damit nicht in ein langes Geduldsspiel gezwungen wurde. Kurz vor der Pause legten die Gäste dann nach. In der 41. Minute war es erneut Rapavý, der zum 0:2 traf. Noch vor dem Halbzeitpfiff stellte Marco Moser in der 45. Minute auf 0:3. "Mit dem 2:0 und 3:0 war die Partie gegessen", sagte Heher, der den klaren Vorsprung zur Pause als den entscheidenden Punkt des Abends sah.
Dass das Ergebnis aus Sicht der Gäste verdient war, leitete Heher nicht nur aus den drei Toren ab. Er sprach von einem klaren Übergewicht im Spiel und nannte einen ungefähren Ballbesitz von "circa achtzig zu zwanzig". Loosdorf hatte also nicht nur die besseren Momente, sondern über weite Strecken auch die Kontrolle. "Wir waren sehr gut im Ballbesitz und haben mit kühlem Kopf nach vorne gespielt", sagte Heher. Gerade das sei ein Schlüssel gewesen, weil Rohrbach wenig Räume öffnete und Loosdorf geduldig bleiben musste. Nach dem 0:3 änderte sich am Charakter der Partie laut Heher wenig. Rohrbach presste die Gäste nicht konsequent an, Loosdorf konnte den Ball laufen lassen und blieb das aktivere Team. Dazu kamen aus seiner Sicht noch weitere Möglichkeiten. "Das 3:0 war hochverdient. Wir hatten noch Chancen auf das vierte, fünfte oder sogar sechste Tor", erklärte Heher. Dass es am Ende beim 3:0 blieb, führte er auf Aluminiumtreffer und eine nicht ganz saubere Chancenverwertung zurück.
So deutlich das Ergebnis auch ausfiel, ganz ohne Ansatzpunkte für die nächsten Wochen wollte Heher den Abend nicht abhaken. "Verbesserungspotenzial haben wir beim Gegenpressing und in der Ballkontrolle", sagte er, obwohl seine Mannschaft in Rohrbach über weite Strecken sehr souverän auftrat. Gerade das macht die Aussage interessant: Loosdorf war klar überlegen, sieht aber trotzdem noch Bereiche, in denen mehr drin ist. Das passt zu einer Mannschaft, die sich mit dem Auswärtssieg weiter vorne festsetzt und nach zwölf Spielen bei 26 Punkten hält. Auch abseits des Spielverlaufs gab es laut Heher wenig Diskussionen. "Es gab keine strittigen Szenen, und der Schiedsrichter hatte die Partie gut im Griff", sagte er. Für Loosdorf war es damit ein Abend ohne großes Zittern, mit einer starken ersten Halbzeit und mit dem Gefühl, die Partie genau so gespielt zu haben, wie man sie gegen einen tief stehenden Gegner spielen muss.