Spielberichte

„Das 1:0 war der Dosenöffner“ – Oberndorf trifft früh und kommt endlich ins Rollen

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SV Oberndorf
SV Gottsdorf

In der Gebietsliga West hat SV Weichberger Oberndorf gegen SV Gottsdorf/M./P. mit 6:2 gewonnen und einen Nachmittag erwischt, an dem fast alles aufging. Für den Sportlichen Leiter Franz Hiesberger war das frühe 1:0 der Schlüssel: „Das war für uns der sprichwörtliche Dosenöffner.“ Nach Wochen mit Problemen im Abschluss kam Oberndorf diesmal sofort ins Rollen, nutzte seine Chancen und ließ Gottsdorf lange kaum ins Spiel.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Der frühe Elfmeter brachte sofort Ruhe

Der Nachmittag begann für die Gastgeber so, wie sie ihn sich nach den vergangenen Wochen erhofft hatten. Schon in der 8. Minute brachte Jonas Biber Oberndorf per Elfmeter in Führung. Hiesberger schilderte die Entstehung mit einem langen Pass über die linke Seite, nach dem der Torhüter beim Herauskommen zögerte und im Strafraum zu spät kam. Genau dieser frühe Treffer war für ihn der entscheidende Punkt, weil der SV zuletzt oft damit zu kämpfen hatte, überhaupt zu Toren und klaren Chancen zu kommen. „Dass uns das 1:0 relativ schnell geglückt ist, war sicher das Wichtigste“, sagte Hiesberger. Danach habe seine Mannschaft „relativ befreit aufspielen“ können, und genau so entwickelte sich die Partie dann auch weiter.

Biber und Kopatz sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse

Mit der Führung im Rücken zeigte Oberndorf genau jene Spielfreude, die Hiesberger in den vergangenen Spielen vermisst hatte. Jonas Biber erhöhte in der 25. Minute auf 2:0 und traf in der 34. Minute auch zum 3:0. Beide Treffer beschrieb Hiesberger als Weitschüsse, und schon da kippte die Begegnung klar auf die Seite der Heimelf. Kurz vor der Pause legte David Kopatz in der 43. Minute das 4:0 nach, womit Oberndorf mit einem sehr deutlichen Vorsprung in die Kabine ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Mannschaft am Drücker. In der 58. Minute stellte Kopatz auf 5:0, einen Treffer, den Hiesberger als „wunderschön“ bezeichnete. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie aus Sicht der Gastgeber entschieden.

Gegen den Ball stark, nach vorne endlich wieder mit Spielwitz

Für Hiesberger erklärte sich der klare Zwischenstand nicht nur über die Tore. Er hob vor allem das Verhalten seiner Mannschaft gegen den Ball hervor. „Das Spiel gegen den Ball war sehr gut“, sagte der Sportliche Leiter, und er nannte gleich den nächsten Punkt dazu: „Die Spielfreude und der Spielwitz, die in den letzten Spielen gefehlt haben, waren diesmal wirklich ganz hervorragend.“ Für Oberndorf war das deshalb so wichtig, weil die Mannschaft laut Hiesberger zuletzt genau an diesen Dingen zu knabbern hatte. Diesmal gewann der SV viele Zweikämpfe, arbeitete sauber gegen den Ball und ließ nach seinen Worten „so gut wie nichts“ zu. Diese Mischung aus Disziplin und mehr Leichtigkeit nach vorne war für ihn die Grundlage dafür, dass sich das Spiel so deutlich in Richtung Oberndorf entwickelte.

Die Gästetore änderten nichts mehr am klaren Bild

Ganz kleinreden wollte Hiesberger den Gegner trotz des klaren Ergebnisses nicht. „Man hat sofort gesehen, dass sie sehr gut Fußball spielen können, wenn man ihnen Räume gibt“, sagte er über Gottsdorf und verwies auf einige starke Einzelspieler. Gerade deshalb gefiel ihm, wie konsequent Oberndorf die guten Momente nutzte. „Wir haben sie immer wieder eiskalt erwischt“, meinte er mit Blick auf den frühen Elfmeter und die späteren Distanztreffer. Nach dem 5:0 verkürzte Andreas Dörr in der 66. Minute auf 5:1, ehe Philipp Penzenauer in der 85. Minute den sechsten Oberndorfer Treffer nachlegte. Den letzten Akzent setzte Maximilian Harrer mit dem 6:2 in der Nachspielzeit. Am klaren Eindruck änderte das nichts mehr. Für Diskussionen gab es aus Sicht Hiesbergers ohnehin wenig, auch die Leistung des Unparteiischen bezeichnete er als „top“. Sein Fazit fiel entsprechend eindeutig aus: „In dieser Höhe war es ein verdienter Sieg für uns.“

Gebietsliga West: Oberndorf : Gottsdorf - 6:2 (4:0)

  • 92
    Maximilian Harrer 6:2
  • 85
    Philipp Penzenauer 6:1
  • 66
    Andreas Dörr 5:1
  • 58
    David Kopatz 5:0
  • 43
    David Kopatz 4:0
  • 34
    Jonas Biber 3:0
  • 25
    Jonas Biber 2:0
  • 8
    Jonas Biber 1:0