In der Gebietsliga West hat USC Biberbach am Samstag bei FC Leonhofen mit 3:1 gewonnen und sich nach einer torlosen ersten Hälfte für einen geduldigen Auftritt belohnt. Trainer Dominik Müllner sah keinen einzelnen Schlüsselmoment, sondern eine Partie, in der seine Mannschaft den Gegner gut gelesen und die eigenen Möglichkeiten endlich konsequent genutzt hat. Nach dem 1:1 reagierten die Gäste rasch und brachten den Auswärtssieg am Ende klar über die Zeit. Damit fiel der Unterschied diesmal vor allem im Abschluss auf.

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Die Gäste brauchten nach Einschätzung ihres Trainers zunächst ein paar Minuten, um in die Partie zu finden. „Wir brauchten ein paar Minuten, um gut ins Spiel zu kommen“, sagte Müllner. Danach habe seine Mannschaft aber besser Zugriff bekommen, vor allem dann, wenn sie „unsere Höhe gehalten“ habe. Das spiegelte sich zunächst noch nicht im Ergebnis wider, denn zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann konkreter: Moritz Dorfmair brachte Biberbach in der 50. Minute mit 1:0 in Führung. Leonhofen antwortete durch Stefan Strohner zwar mit dem 1:1 in der 60. Minute, doch die Gäste ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und blieben ihrem Plan treu.
Gerade die Reaktion auf den Ausgleich passte zu dem Bild, das Müllner von seiner Mannschaft zeichnete. Statt unruhig zu werden, fand Biberbach rasch wieder die passende Antwort. Nur fünf Minuten nach dem 1:1 stellte Marko Marijanovic auf 2:1, in der 83. Minute legte Pascal Noah Morawetz das 3:1 nach und machte den Auswärtssieg fix. Für den Trainer war genau das der Unterschied zu den vergangenen Wochen. „Im Gegensatz zu den anderen Wochen haben wir heute die Tore gemacht“, sagte Müllner. Einen einzelnen Wendepunkt wollte er deshalb gar nicht herausheben, weil für ihn eher die Gesamtleistung und die bessere Verwertung der Möglichkeiten den Ausschlag gaben.
Auch inhaltlich erklärte der Biberbacher Coach den Sieg nicht mit Zufall, sondern mit einer klaren Vorbereitung. „Wir waren auf den Gegner gut eingestellt, wussten, wo seine Stärken und wo seine Schwächen sind, und die haben wir gut ausgenutzt“, sagte Müllner. Leonhofen habe aus seiner Sicht genau das gezeigt, was im Vorfeld zu erwarten gewesen sei. Bei den Treffern verwies er zudem darauf, dass Standards eine wichtige Rolle gespielt hätten, während das Gegentor aus einer Umschaltsituation entstand, die seine Mannschaft im Mittelfeld schlecht verteidigte. Dazu kam für ihn ein disziplinierter Auftritt gegen den Ball. „Wir haben größtenteils gut diszipliniert gegen den Ball gearbeitet, unsere Positionen gehalten und wirklich als Mannschaft gut agiert“, sagte der Trainer.
Dass seine Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen 1:1 stabil blieb, gefiel Müllner besonders. „Trotz wüste Beschimpfungen von außen sind wir ruhig geblieben und haben unser Ding weiterhin durchgezogen“, sagte er. Auch den Unparteiischen stellte er ausdrücklich positiv heraus: „Die Schiedsrichterleistung war heute top.“ Für Biberbach war dieser 3:1-Erfolg damit nicht nur ein Auswärtssieg, sondern vor allem ein Spiel, das die Aussagen des Trainers stützt: gute Vorbereitung, eine klare Ordnung gegen den Ball und diesmal auch die nötige Konsequenz vor dem Tor.