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ASK Raiding, Trainer Anton Drabeck: „Wir haben noch Luft nach oben“ – Trainingsbeteiligung soll steigen

ASK Raiding

In der 1. Klasse Mitte überwintert Anton Drabeck mit seinem ASK Raiding auf dem sechsten Tabellenplatz. Nach 15 Spielen und 21 Punkten zieht der Coach eine überwiegend positive Halbzeitbilanz. Zugleich betont er, dass die Mannschaft trotz solider Ergebnisse noch zulegen kann – vor allem bei Trainingsbeteiligung und Fitness. In der Schlussphase des Herbstes musste Raiding mit mehreren angeschlagenen und gesperrten Spielern auskommen, was sich in der Stabilität niederschlug. Drabeck blickt dennoch optimistisch auf die Vorbereitung und hebt den Zusammenhalt im Verein hervor.


Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Stabile Struktur und Teamgeist als Basis

Drabeck beschreibt Raiding als Verein mit gefestigter Struktur: „Wir haben das Glück, dass bei uns alle Funktionäre geblieben sind.“ Gemeinsam mit seinem Trainerteam habe er eine eingespielte Zusammenarbeit. Der interne Zusammenhalt zeigt sich auch innerhalb der Mannschaft: Viele Spieler stehen seit sieben oder acht Jahren gemeinsam am Platz – ein klares Plus für Automatismen und Teamchemie. Im Dezember fand die Abschlussfeier statt, der Trainingsauftakt ist für den 20. des Monats angesetzt. „Die Stimmung war immer gut, aber wir müssen wieder eine höhere Trainingsbeteiligung erreichen“, sagt Drabeck, der die Vorbereitung als entscheidende Phase sieht, um fit und mit klaren Abläufen ins erste Meisterschaftsspiel zu gehen.

Verletzungen dämpften den Schwung

In der ersten Saisonhälfte blieben die Burgenländer lange von Verletzungen verschont, ehe mehrere Ausfälle den Rhythmus störten. Besonders schmerzlich trifft das Fehlen von Mittelfeldspieler Martin Pran, der nach einem Kreuzbandriss am Comeback arbeitet. Auch Innenverteidiger Gergö Tanyeros wird nach Angaben des Trainers länger fehlen. „Auf die zwei können wir in naher Zukunft nicht rechnen“, erklärt Drabeck, der dennoch davon ausgeht, dass etwa 90 Prozent des Kaders fit in die Vorbereitung starten können. Der sportliche Leiter ist federführend für mögliche Kaderanpassungen zuständig. Veränderungen sind angedacht, aber der Großteil steht bereits fest – Kontinuität, ohne die Entwicklung aus den Augen zu verlieren.

Analyse der Gegner und sportliche Perspektive

In seiner Rückschau auf die Liga nennt Drabeck mehrere Teams, die in der Hinrunde besonders überzeugten. Der Spitzenreiter kam für ihn nicht überraschend stark daher, während eine junge Mannschaft der Liga mit mutigem Auftritt positiv auffiel. Eine weitere Truppe sieht er vom Kader her als die stärkste der Klasse; gegen dieses Topteam verlor Raiding zuletzt – Drabeck hebt deren Variabilität und Tiefe hervor. Insgesamt empfindet er die Liga als spannend und zugleich herausfordernd. Zugleich, so seine Einschätzung, mindert die Tatsache, dass es aktuell keinen Absteiger gibt, „ein wenig den Anreiz“, ermöglicht aber viele intensive Bezirksduelle. Besonders stolz ist der Trainer auf die Integration junger Spieler aus der Nachwuchsarbeit, die in den kommenden Jahren den Sprung in die Kampfmannschaft schaffen sollen.

Blick nach vorne

Für Drabeck ist die Mischung aus kontinuierlicher sportlicher Arbeit und lokalem Engagement entscheidend. Der ASK Raiding will seine starke Basis nutzen, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. „Wenn wir in Raiding die nächsten ein, zwei Jahre so weiterarbeiten, machen wir sehr viel richtig“, fasst der Coach zusammen. Im Frühjahr will das Team einen weiteren Schritt nach vorne machen – mit einer stabilen Basis, Rückkehrern im Kader und frischem Elan in der Vorbereitung. Platz sechs von 16 bleibt damit eine solide Ausgangsposition, um erneut anzugreifen und den Blick nach oben zu richten.