Im Derby der 1. Klasse Mitte zwischen dem SV Antau und dem SV Forchtenstein zog Trainer Vinko Kopic ein gemischtes Fazit: Seine Mannschaft habe über weite Strecken stark agiert, in entscheidenden Phasen aber die Kontrolle verloren. „Es ist leider zu hoch ausgefallen. Die Leistung der Mannschaft war sehr, sehr gut, aber wir haben das Spiel dann aus der Hand gegeben.“ Die Atmosphäre war intensiv, derbytypisch – umkämpft und mit späten Ausschlägen zugunsten der Gäste.

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Kopic gefiel der Ton des Duells: „Es war ein richtiges Derby und das hat mir gefallen.“ Im Kräfteverhältnis sah er wechselnde Vorteile: „Leichte Vorteile in der ersten Halbzeit für Forchtenstein, leichte Vorteile in der zweiten Halbzeit für uns.“ Auch das Chancenbild wirkte ausgeglichen – lange blieb die Partie auf Augenhöhe, ehe einzelne Sequenzen kippten. Seine Botschaft: Einstellung, Organisation und Mut passten, doch in neuralgischen Momenten fehlte die nötige Kontrolle.
Bei ruhenden Bällen zog Kopic ein positives Defensivfazit: „Defensiv waren wir sehr, sehr organisiert und haben kein Tor über Standards zugelassen. Offensiv ist noch Luft nach oben.“ Prägend blieb zudem eine Szene im Strafraum: „Der Elfmeterpfiff gegen uns – unser Verteidiger läuft Schulter an Schulter mit dem Stürmer –, das war aus meiner Sicht etwas zu hart.“ Für Kopic fügten sich solche Nuancen in das Gesamtbild eines intensiven Derbys.
Antau setzte früh ein Zeichen: In der 8. Minute brachte Florian Gold die Hausherren mit 1:0 in Führung. Forchtenstein glich in der 32. Minute durch Dino Guc aus. Nach der Pause traf Guc in der 59. Minute zum 1:2, doch Antau antwortete prompt: Karl Gerdenich stellte in der 63. Minute auf 2:2. In der Schlussphase entschied Guc die Partie mit weiteren Treffern in der 76. und 88. Minute – der 2:4-Endstand aus Antauer Sicht. Für Kopic fiel das Resultat deutlicher aus, als es der lange ausgeglichene Verlauf vermuten ließ: kurze Phasen ohne ausreichende Kontrolle trafen auf die große Effizienz des Gegners. Der Blick nach vorn bleibt kämpferisch und zuversichtlich: „Es wird in den nächsten Wochen kämpferisch.“