In der 1. Klasse Mitte trennte sich der SV Antau vom SC Unterfrauenhaid mit 2:2 – nach einer Pausenführung von 2:0 und einem Spiel, das seinem Trainer wie eine „Achterbahnfahrt“ vorkam. Antau legte früh vor, ließ nach dem Seitenwechsel aber nach und vergab am Ende mehrere dicke Möglichkeiten auf den Sieg. „Das 2:2 ist in Ordnung, tut aber weh“, meinte Vinko Kopic, der die Chancenverwertung als Schlüsselthema des Nachmittags bezeichnete.

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Antau erwischte den Traumstart: Schon in Minute 5 stellte Andreas Gold auf 1:0. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben das Tor wirklich gut herausgespielt“, beschrieb Vinko Kopic den Auftakt. Die Hausherren blieben am Drücker, setzten den Gegner früh zu und wurden kurz vor dem Halbzeitpfiff nochmals belohnt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Fatih Satilmis zum 2:0 (45+1). Kopic hob die Bedeutung dieses Moments hervor: „Fatih hat sich am Sechzehner einen sehr wichtigen Ball erkämpft und ihn mit rechts schön ins linke Eck gezirkelt. Das war für die Moral extrem wichtig.“ Der Plan für Hälfte zwei schien klar – doch genau da begann die „Achterbahnfahrt“ rasant abwärts.
Aus der Kabine kam Unterfrauenhaid aktiver, Antau verlor den Faden. „Wir haben in den ersten zehn, fünfzehn Minuten alles vermissen lassen, was in Hälfte eins gut war“, ärgerte sich Kopic. Der Anschluss fiel prompt: Mark Nemeth stellte in Minute 52 auf 2:1. Antau bekam die Partie nicht sofort eingefangen, und Nemeth schlug in der 75. Minute erneut zu – 2:2. „Wir haben die zwei Tore hergeschenkt“, sagte Kopic nüchtern. Gleichzeitig blieb er fair: „Es war auf Augenhöhe, ein Schlagabtausch. Wir hatten Glück, dass der Gegner vorne auch Chancen liegen ließ, oft hat der letzte Pass gefehlt.“ Und er erinnerte: „Unterfrauenhaid ist schon in der Vorwoche nach 0:3 noch zu einem 3:3 gegen Loipersbach zurückgekommen.“ Genau diese Widerstandskraft spürten die Antauer an diesem Nachmittag.
In der Schlussphase kippte das Momentum wieder Richtung Antau. „Die Offensive war in den letzten zehn, fünfzehn Minuten wieder gut“, so Kopic. Die Hausherren arbeiteten sich gleich mehrere Gelegenheiten heraus – der Trainer sprach von „drei tausendprozentigen Chancen“. Doch der Ball wollte nicht mehr über die Linie. „Entscheidende Tore haben gefehlt. Ein Tor mehr schießen als der Gegner – das wäre es gewesen“, brachte es Kopic auf den Punkt. Zum Unparteiischen blieb er sachlich-kritisch: „Es war ein junges Schiedsrichterteam, mir hat die Kommunikation mit den Spielern gefehlt.“ In der Tabelle steht Unterfrauenhaid mit 41 Punkten vor Antau (35), und doch überwiegt beim Heimteam das Gefühl, zwei Zähler liegengelassen zu haben. Ganz verzichten wollte Kopic auf Positives nicht: „Ich möchte der Mannschaft Danke sagen für die bisherige Saison. Die Saison ist lang, die Burschen machen einen guten Job.“ Der Auftrag für die kommenden Wochen ist klar: wieder so stabil beginnen – und am Ende die großen Chancen eiskalt nützen.