Spielberichte

Unwetter-Pause als Weckruf: Weppersdorf dreht 0:1 und gewinnt 3:1

SC Dörfl
ASK Weppersdorf

In der 1. Klasse Mitte empfing der Sportclub Dörfl den ASK Weppersdorf – am Ende setzte sich der Tabellenführer mit 3:1 durch. Dörfl legte einen Blitzstart hin, doch Weppersdorf glich noch vor der Pause aus und drehte die Partie kurz nach dem Wiederanpfiff. Eine außergewöhnlich lange Unterbrechung wegen Unwetters steckte der ASK besser weg. Co-Trainer Lorandt Schuller sprach von einem verdienten Sieg und sah sein Team nach der Pause klar überlegen, haderte aber mit der Chancenverwertung.


Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Vom frühen Schock zum wichtigen Ausgleich

Keine zwei Minuten waren gespielt, da führte Dörfl bereits: Alessandro Julian Peter Stirling traf in Minute 2 zum 1:0. Weppersdorfs Co-Trainer Lorandt Schuller nahm den frühen Nackenschlag offen auf: „Für uns hat es sehr schlecht angefangen. Nach fünfzig Sekunden macht unser Tormann einen Riesenfehler, Stirling nützt das und es steht 1:0.“ Sein Team brauchte ein paar Minuten, fand dann aber zunehmend Zugriff. „Wir haben immer mehr das Kommando übernommen“, erklärte Schuller. Kurz vor dem Pausenpfiff fiel der verdiente Lohn: In der 45. Minute besorgte Gabor Markus das 1:1. Schuller geriet ins Schwärmen: „Das war ein super Solo von Gabor. Er hat fünf Spieler ausgespielt und dann trocken in die kurze Ecke abgeschlossen. Das 1:1 war ganz, ganz wichtig.“ Mit diesem Treffer ging es in die Kabinen – Weppersdorf war im Spiel.

Lange Unterbrechung, schneller Stich – Gosztola stellt auf 1:2

Die Pause zog sich wegen eines Unwetters außergewöhnlich in die Länge. „Es war ungefähr eine 45- bis 50-minütige Unterbrechung. Wir haben das besser überstanden und sind sehr gut in die zweite Halbzeit gestartet“, sagte Schuller. Der Neustart passte: In der 49. Minute stellte Martin Gosztola auf 1:2. Schuller schilderte die Entstehung: „Nach einer Kombination zwischen Gabor Markus und David Gera kam der Stanglpass – und wir machen das 2:1.“ Beim Führungstor habe Dörfl reklamiert, der Ball sei im Aus gewesen. „Mehrere haben bestätigt, dass er nicht draußen war“, so Schuller. Kurz darauf ließ Gera das mögliche 3:1 liegen: „Zwei Minuten später hat David allein gegen den Tormann eine tausendprozentige Chance, die machen wir nicht.“ Es blieb offen, bis Gera in Minute 90 nach Stanglpass von Markus den Sack zumachte. „Endlich die Erlösung zum 3:1“, atmete Schuller durch. Dörfl vergab in der Nachspielzeit noch eine Topchance. „Ich glaube, das hätte eh nicht mehr gezählt“, meinte Schuller.

Schullers Fazit: Qualität vorn, Chancenverwertung bleibt Aufgabe

Für den Weppersdorf-Co-Trainer auf der Bank waren die Schlüsselszenen klar benannt: „Entscheidend waren das 1:1 kurz vor der Pause und gleich nach Wiederbeginn das 2:1.“ Insgesamt gefiel ihm, wie seine Mannschaft auf den frühen Rückstand reagierte: „Wir haben nicht den Kopf verloren.“ Den Unterschied sah er deutlich: „Ich glaube, die spielerische Qualität war auf unserer Seite. Wir waren in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und haben das Spiel dominiert.“ Lob gab es dennoch für den Gegner: „Die Dörfler haben sich sehr gut verteidigt, die haben extrem motiviert gespielt.“ Verbesserungsbedarf sieht Schuller in der Effizienz: „Wir hätten vier, fünf Tore mehr machen müssen. Bei einem 2:1 müssen wir den Sack früher zumachen.“ Zur Leitung des Unparteiischen meinte er: „Keine großen Diskussionen. Er hätte vielleicht früher anpfeifen können, aber ich verstehe ihn.“ Mit nun 70 Punkten nach 29 Runden bleibt der ASK Weppersdorf vor SV Forchtenstein (69) an der Spitze – und nimmt nach dem 3:1 in Dörfl reichlich Selbstvertrauen mit.

1. Klasse Mitte: SC Dörfl : Weppersdorf - 1:3 (1:1)

  • 90
    David Gera 1:3
  • 49
    Martin Gosztola 1:2
  • 45
    Gabor Markus 1:1
  • 2
    Alessandro Julian Peter Stirling 1:0