Spielberichte

Später Schmidt-Treffer: Schaffer verabschiedet sich mit 2:1 in Neckenmarkt

UFC Neckenmarkt
SV Loipersbach

Zum Saisonabschluss in der 1. Klasse Mitte feierte der Sportverein Loipersbach einen 2:1-Auswärtssieg beim UFC Neckenmarkt. Loipersbach hatte viel Ballbesitz, fand geduldig Lösungen und traf spät zum verdienten Dreier. Gogen Raidl brachte die Gäste vor der Pause in Front, Jan Paul Reumann glich nach einer Stunde aus, ehe Nino Schmidt in der Schlussphase zuschlug. Für Trainer Manfred Schaffer war es das letzte Spiel auf der Loipersbacher Bank – und ein Abschied mit drei Punkten.


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Geduldig zum 1:0, Antwort nach dem Ausgleich – Loipersbach bestimmt das Spiel

Loipersbach nahm das Heft von Beginn an in die Hand. Trainer Manfred Schaffer brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir hatten sehr gute Balldominanz, Neckenmarkt hat im tiefen Abwehrpressing agiert. Wir mussten dominanter auftreten – und das ist uns auch gelungen.“ Die Gäste ließen den Ball laufen, suchten immer wieder den Flügel und warteten auf die Lücke. Einmal hätte Neckenmarkt im Umschalten sogar zuschlagen können, doch diese Möglichkeit blieb ungenutzt. Kurz vor der Pause zahlte sich Loipersbachs Geduld aus: In Minute 43 stellte Gogen Raidl auf 0:1. Schaffer beschrieb die Szene so: „Beim 1:0 hat Martin Muskovich einen guten Pass zu Sandro Sedlatschek gespielt. Der ließ direkt auf Marcel Artner prallen, der am Flügel tief ging und eine super Flanke auf Gogen Raidl brachte. Er hat dann eiskalt ins linke Eck abgeschlossen.“ Nach dem Seitenwechsel kam Neckenmarkt durch Jan Paul Reumann zum 1:1 (59.). Loipersbach blieb dennoch das aktivere Team und legte in der Schlussphase nach: Nino Schmidt besorgte in Minute 79 das 1:2 – der Treffer, den Schaffer als zweite Schlüsselaktion nannte: „Natürlich waren die Tore entscheidend – das 1:0 stark gespielt, und das 2:1 war nach dem Ausgleich extrem wichtig.“

Ballbesitz, Positionen, Ruhe bewahren – Schaffers Blick auf die eigene Leistung

In seiner Analyse hob Schaffer vor allem Struktur und Mut am Ball hervor. „Das Positionsspiel ist uns sehr gut gelungen. Wir haben den Ball in den eigenen Reihen gehalten und immer wieder gute Chancen herausgespielt“, erklärte der Trainer. Gerade gegen ein tief stehendes Heimteam war das entscheidend, um Druck zu erzeugen und nicht in Hektik zu verfallen. Eine kleine Delle gab es dennoch: „Nach der Torchance von Neckenmarkt wurde es bei uns unnötig hektisch. Wir hätten einfach die Ruhe behalten müssen – es stand ja weiterhin 0:0.“ Aus dieser Phase zog seine Mannschaft die richtige Lehre und fand wieder zurück zu klaren Lösungen. Über weite Strecken kontrollierte Loipersbach das Geschehen, ließ hinten wenig zu und setzte vorne die beiden Momente, die ein enges Auswärtsspiel entscheiden. „Wir haben viel mehr fürs Spiel beigetragen und versucht, uns Chancen herauszuspielen“, fasste Schaffer zusammen. Dass der späte Siegtreffer fiel, passte zum Bild einer Mannschaft, die geduldig blieb und sich am Ende belohnte.

Gegner, Schiedsrichter und ein Abschied mit drei Punkten

Respekt hatte Schaffer trotz des Tabellenendes für Neckenmarkt übrig. „Sie haben das Abwehrpressing ganz gut gespielt und waren kontergefährlich. Da hätte auch einmal das 1:0 für Neckenmarkt fallen können – zum Glück haben sie es nicht gemacht“, sagte er. Gleichzeitig merkte er an, dass der Gastgeber mutiger hätte auftreten können: „Neckenmarkt hat am Ende auch versucht aktiver zu sein, das hätte früher passieren sollen. Ich finde, sie sollten generell mutiger auftreten.“ Zur Leistung des Schiedsrichterteams fiel sein Fazit sachlich aus: „Im Wesentlichen war das in Ordnung. Wie so oft hätte ich mir eine klarere Linie gewünscht, aber das nimmt man subjektiv wahr.“ Der Dreier war für Schaffer ein persönlicher Abschluss. „Es war mein letztes Spiel bei Loipersbach“, erklärte er. Zur Nachfolge wollte er nichts vorwegnehmen: „Das liegt bei der Vereinsführung, die Kommunikation dieser Information liegt nicht in meiner Verantwortung.“ In der Tabelle hält Loipersbach nach 30 Runden bei 38 Punkten auf Rang neun, Neckenmarkt schließt mit fünf Zählern als Sechzehnter ab. Schaffers Schlusswort kam von Herzen: „Ich freue mich, dass wir uns mit drei Punkten verabschiedet haben. Ich wünsche dem Verein und den Spielern für die Zukunft alles Gute.“

1. Klasse Mitte: Neckenmarkt : Loipersbach - 1:2 (0:1)

  • 79
    Nino Schmidt 1:2
  • 59
    Jan Paul Reumann 1:1
  • 43
    Gogen Raidl 0:1