In der 1. Klasse Mitte lieferte der SC Unterpullendorf dem SV Forchtenstein ein wildes Saisonfinale, am Ende setzten sich die Gäste mit 3:4 durch. Der entscheidende Moment kam in der Nachspielzeit, als Dino Guc den Auswärtssieg fixierte. Zuvor hatten auf Forchtensteiner Seite Christoph Krenn und zweimal Dino Guc getroffen, für Unterpullendorf glichen Adrian Kovacs (zweimal) und Maximilian Estl aus. Für Forchtenstein war es ein hart erarbeiteter Dreier in einem Spiel, das bis zur letzten Aktion völlig offen blieb.

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Von Beginn an war Tempo drin. Forchtenstein setzte das erste Ausrufezeichen: In Minute 14 köpfte Christoph Krenn zur Führung ein – laut Trainer nach einem Einwurf von Andreas Puntigam. Unterpullendorf steckte den frühen Rückstand nicht weg, sondern arbeitete sich zurück. Kurz vor der Pause traf Adrian Kovacs zum 1:1 (38.), und mit diesem Remis ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel brachte Dino Guc die Gäste wieder nach vorne (58.), doch Maximilian Estl glich nur wenig später erneut aus (67.). In der Schlussphase wogte die Partie hin und her: Guc legte für Forchtenstein das 2:3 nach (83.), Kovacs konterte in Minute 89 mit dem 3:3 – und als alles nach Punkteteilung roch, schlug Guc in der 90.+1 noch einmal eiskalt zu. Trainer Ronald Spuller ordnete die Art der Treffer ein: „Es waren zwei Weitschüsse von Dino Guc dabei und auch ein Elfmeter – und das erste Tor war ein Kopfball von Christoph Krenn.“
Forchtensteins Coach sprach nach dem Abpfiff offen über einen zähen Arbeitssieg. „Es war ein schwieriges Spiel heute. Unterpullendorf hat richtig gut gespielt und uns sehr gefordert. Wir haben nicht unseren besten Tag gehabt, was zum Teil auch an der Leistung von Unterpullendorf lag“, sagte Ronald Spuller und fügte an: „Wir sind sehr glücklich, dass wir trotzdem die drei Punkte geholt haben.“ Als Schlüsselmoment nannte er ohne Zögern den späten Siegtreffer: „Der wichtigste Moment war sicher das 4:3. Damit war das Spiel entschieden.“ Was bei seiner Elf funktionierte, ließ sich für ihn klar benennen: „Wir waren zum Glück im Abschluss immer präsent und haben vier Tore geschossen. Das war wichtig.“ Gleichzeitig sah er die Körner am Saisonende schwinden: „Heute waren wir ein bisschen langsam im Kopf, nicht so frisch wie in den letzten Spielen. Es war das letzte Spiel, da war die Luft ein wenig draußen.“ Zur Leitung des Unparteiischen blieb Spuller fair: „Es war ein Spiel mit vielen Emotionen, da gibt’s immer Szenen zum Diskutieren. Im Großen und Ganzen war die Leistung okay.“
Der Last-Minute-Dreier passte für Forchtenstein auch in den größeren Rahmen eines bemerkenswerten Jahres. In der Abschlusstabelle hält die Spuller-Elf bei 72 Punkten und schließt die Saison als Zweiter ab – ein Wert, der die Konstanz über 30 Runden unterstreicht. „Wir sind sehr froh, dass wir den Aufstieg geschafft haben. Wir haben eine richtig gute Saison gespielt. 72 Punkte hätte uns vor der Saison keiner zugetraut“, so der Trainer. Besonders wichtig war ihm der Verweis auf die eigene Durchlässigkeit: „Wir haben mit sehr, sehr vielen Eigenbauspielern gespielt. Darauf sind wir richtig stolz.“
Entsprechend fiel sein Dank aus: „Man muss dem ganzen Team gratulieren. Es war eine tolle, geschlossene Mannschaftsleistung, jeder hat für den anderen alles gegeben.“ Nach dem kräfteraubenden Finish gönnt Spuller seiner Truppe nun bewusst Luft: „Jetzt sind wir froh, dass es in die Pause geht. Das hat sich die Mannschaft absolut verdient.“