Spielberichte

„Wir haben die Anfangsphase hergeschenkt“ – Raiding dreht nach 0:1 noch auf 3:1

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
ASK Raiding
SV Antau

In der 1. Klasse Mitte hat ASK Raiding das Heimspiel gegen SV Antau nach frühem Rückstand noch mit 3:1 gewonnen. Co-Trainer Anton Drabeck sah dabei genau das bestätigt, was ihn zuletzt immer wieder beschäftigt hat: eine schwache Anfangsphase. Danach aber drehte Raiding die Partie, blieb stabil und belohnte sich nach der Pause mit drei Treffern.


Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Früher Schock, dann viel Arbeit bis zur Pause

Für Raiding begann die Partie denkbar ungünstig. Schon in der 3. Minute brachte Maximilian Ivancsits die Gäste mit 1:0 in Führung, und Drabeck machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass ihn dieser Start geärgert hat. „Wir haben eigentlich gleich mit einem 0:1 angefangen“, sagte der Co-Trainer und sprach von schlechtem Stellungsspiel vor dem Gegentor. Gerade diese ersten Minuten sieht er als wiederkehrendes Thema. „Wir haben nichts zu verschenken, auch die Anfangsphase nicht“, meinte Drabeck. Trotzdem hob er hervor, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht auseinandergefallen sei. Raiding habe schon vor der Pause alles probiert, um zurückzukommen, sich gegen körperlich starke Antauer aber schwergetan. „Antau hat körperlich sehr gut dagegengehalten, sie sind sehr präsent“, sagte er. Gleichzeitig stellte Drabeck klar, dass seine Elf auch in dieser Phase bereits zu Möglichkeiten gekommen sei, selbst wenn der Ausgleich bis zur Halbzeit noch nicht fallen wollte.

Nach der Pause kippt das Spiel in kurzer Zeit

Was vor dem Seitenwechsel noch gefehlt hatte, kam nach der Pause mit Wucht. In der 50. Minute glich Gabriel Kautz zum 1:1 aus. Raiding blieb danach am Drücker und drehte die Partie endgültig in der 64. Minute, als Norbert Janos Halasz zum 2:1 traf. Drabeck bezeichnete den Treffer als „sehr schönen Kopfball“ nach einem Corner und erklärte, warum diese Phase so wichtig war: „Wenn du es in kürzester Zeit von 0:1 auf 2:1 drehst, wird die Brust breiter und du kriegst den Glauben zurück, dass man so ein Match gewinnen kann.“ Nur vier Minuten später legte Oliver Pusztai das 3:1 nach. Genau bei diesem dritten Treffer hatte Drabeck das Gefühl, dass die Partie entschieden sein könnte. „Wie wir das 3:1 gemacht haben, habe ich gewusst, dass es für Antau sehr schwierig wird“, sagte er.

Geschlossenheit als Trumpf, auch wenn Führungsspieler fehlen

Besonders zufrieden war Drabeck mit der Art, wie seine Mannschaft nach dem Umschwung weitergearbeitet hat. Er sprach von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“ und nannte das die größte Stärke seiner Elf. Für ihn ist entscheidend, dass sich die Mannschaft unabhängig vom Ergebnis nichts vorwerfen muss. „Ich will eine Mannschaft sehen, die neunzig Minuten komplett alles am Spielfeld lässt“, sagte er. Dass Raiding nach dem 3:1 stabil blieb, passte für ihn genau in dieses Bild. Zugleich verwies er darauf, dass die Mannschaft personell immer wieder Lösungen finden müsse. Nach seinen Angaben mussten die Raidinger diesmal in Simon Höttinger und Mario Lösch zwei Führungsspieler in der Mitte ersetzen. Umso wichtiger war für ihn, dass die Spieler, die hereinkommen, ihre Sache gut machen. „Die, die reinkommen, machen das sehr, sehr gut“, sagte Drabeck. Auch deshalb wertete er den Sieg nicht nur als Ergebnis, sondern als weiteren Beleg dafür, dass die Mannschaft zuletzt enger zusammengerückt ist.

Hart erkämpfter Sieg und gute Ausgangslage

Drabeck ordnete den Erfolg auch mit Blick auf den Gegner hoch ein. Antau sei für ihn seit Jahren eine Mannschaft auf Augenhöhe, die nie nachgebe, körperlich präsent auftrete und gute Standards habe. „Das war heute wieder ein sehr hart erkämpfter Sieg“, sagte er. Beim Thema Schiedsrichter blieb der Raiding-Co-Trainer trotz Kritik sachlich. Er meinte, seine Mannschaft hätte in der ersten Halbzeit schon einen Elfmeter bekommen können, stellte aber auch klar, dass es insgesamt kein böses Spiel gewesen sei. „Schiedsrichter sein ist schwierig“, sagte Drabeck, und genau dieser nüchterne Ton passte auch zu seinem Gesamtfazit. Im Verein herrsche derzeit große Zufriedenheit, sowohl mit der Kampfmannschaft als auch mit der Reserve. Mit dem 3:1 hält Raiding nach sechs Runden bei 15 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe. Für Drabeck ist aber ebenso klar, woran weiter gearbeitet werden muss: Der nächste Schritt ist, von Beginn an wacher zu sein, damit sich seine Mannschaft solche Rückstände gar nicht erst einhandelt.

1. Klasse Mitte: Raiding : Antau - 3:1 (0:1)

  • 68
    Oliver Pusztai 3:1
  • 64
    Norbert Janos Halasz 2:1
  • 50
    Gabriel Kautz 1:1
  • 3
    Maximilian Ivancsits 0:1