In der 1. Klasse Mitte hat SC Kroatisch Geresdorf das Derby bei SPG HRVATI mit 4:0 gewonnen. So klar das Ergebnis wirkt, Andreas Gruber sprach von einem Match, "das alles beinhaltet hat": viele Chancen auf beiden Seiten, strittige Szenen und erst nach der Pause Gäste, die das Spiel besser kontrollierten. Weil Geresdorf hinten kaum etwas zuließ und vorne spät noch nachlegte, stand am Ende dennoch ein deutlicher Auswärtssieg.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Wer am Ende nur auf das 4:0 schaut, würde diesem Derby nicht ganz gerecht werden. Gruber beschrieb die Begegnung als "ausgeglichenes Derby, das alles beinhaltet hat, zahlreiche Torchancen, sowohl für die Heimmannschaft als auch für die Gastmannschaft". Damit war die Richtung vorgegeben: viel Tempo, viele Momente und kein Spiel, das schon nach wenigen Minuten entschieden war. Geresdorf erwischte dennoch den besseren Start und ging bereits in der 10. Minute durch Mátyás Krizsonits mit 1:0 in Führung. Dieses frühe Tor nahm der Tabellenführer mit in die Halbzeit, ohne dass die Partie damit schon klar gewesen wäre. Dazu kamen laut Gruber auch mehrere Situationen, über die man im Strafraum diskutieren konnte.
Die entscheidende Entwicklung sah Gruber dann nach der Pause. "Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr oder weniger kontrolliert gespielt, waren die deutlich bessere Gästemannschaft und haben die gebotenen Torchancen zu Toren verwertet", sagte der Trainer. Genau so entwickelte sich auch der Spielstand. Mate Krizsonits erhöhte in der 60. Minute auf 2:0, und damit hatte Geresdorf das Derby noch klarer auf seine Seite gezogen. Die Gastgeber blieben zwar ein unangenehmer Gegner, doch in der Schlussphase machte der Spitzenreiter alles klar. Szilveszter Wertetics traf in der 86. Minute zum 3:0, nur drei Minuten später stellte Gabor Varga den 4:0-Endstand her. So wurde aus einer langen offenen Partie am Ende doch ein sehr deutlicher Auswärtserfolg.
Dass Geresdorf am Ende ohne Gegentor blieb, war für Gruber ein ganz wesentlicher Punkt. "Das Abwehrverhalten war sehr gut, die Tormannleistung ausgezeichnet", sagte er und machte damit deutlich, worauf dieser Sieg aufgebaut war. Gerade in einem Derby, in dem auf beiden Seiten Chancen da waren, fiel diese Stabilität besonders ins Gewicht. Gleichzeitig beließ es der Trainer nicht bei Lob. Trotz vier Treffern sprach er auch einen Punkt an, mit dem er nicht zufrieden war. "Chancen haben wir uns herausgespielt, teilweise aber stümperhaft vergeben. Da gibt es deutlichen Verbesserungsbedarf", meinte Gruber. Der klare Sieg nahm seiner Mannschaft also nicht den Anspruch, in der Offensive noch sauberer und konsequenter zu werden.
Bemerkenswert war auch, wie Gruber den Gegner einordnete. HRVATI sei "ein sehr starker Gegner auf Augenhöhe", sagte der Trainer, und schob eine Formulierung nach, die seine Sicht auf dieses Derby gut zusammenfasst: "Sie haben nicht verloren, weil sie schwächer sind. Der Klügere hat das Spiel gewonnen." Auch bei den umstrittenen Szenen blieb er sachlich. Es habe "zwei oder drei strittige Situationen" gegeben, die der Schiedsrichter anders bewertet habe, insgesamt sei dessen Leistung aber "voll okay" gewesen. Für Geresdorf zählen damit vor allem die drei Punkte und ein Derby, das laut Trainer deutlich mehr Widerstand bot, als es das 4:0 auf den ersten Blick vermuten lässt. In der Tabelle bleibt Geresdorf damit nach sieben Runden ganz vorne.