In der II. Liga Nord hat der USC Wallern das Derby gegen den UFC Tadten mit 0:2 verloren. Für Trainer Michael Pittnauer war der Erfolg seiner Mannschaft vor allem eine Frage der Grundtugenden. „Entscheidend war heute, dass wir Disziplin, Kampfkraft und Laufbereitschaft an den Tag gelegt haben“, sagte er nach einem Auswärtssieg, den die Gäste mit klarer Linie und zwei sauber ausgespielten Treffern auf ihre Seite zogen.

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Aus Sicht von Pittnauer entwickelte sich die Partie genau in jene Richtung, die sich Tadten vorgenommen hatte. Der Trainer sprach von einem „grundsätzlich sehr fairen Derby“ und hob vor allem hervor, wie geschlossen seine Mannschaft aufgetreten sei. Tadten habe „wieder eine solide Grundordnung gehabt“, gegen den Ball gut gearbeitet und auch defensiv den nötigen Aufwand betrieben. Gerade die Wege nach hinten seien wichtig gewesen, weil Wallern laut Pittnauer offensiv Qualitäten mitbringt und als Aufsteiger schon vor dieser Runde elf Punkte auf dem Konto hatte. Den ersten klaren Ertrag dieser Herangehensweise gab es schon in der 14. Minute. Das 1:0 durch Sebastian Pichler entstand laut dem Trainer über die rechte Seite, nachdem die Außenverteidiger hochgeschoben wurden und der Ball in die Schnittstelle kam. Pichler sei dann rechts durchgebrochen und habe „aus spitzem Winkel“ abgeschlossen. Mit dieser frühen Führung im Rücken konnte Tadten den eigenen Matchplan weiter durchziehen und ging mit dem 0:1 auch in die Pause.
Pittnauer machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass der Sieg aus seiner Sicht nicht nur auf den beiden Treffern beruhte, sondern auf der Arbeit dazwischen. „Wir haben die zweiten Bälle gewonnen“ und das Spiel „von hinten ohne Risiko nach vorne getragen“, sagte er. Gerade dieses saubere Umschalten stellte er mehrfach heraus. „Sehr gut funktioniert haben heute die Umschaltmomente von defensiv in offensiv und von offensiv in defensiv“, meinte der Tadtner Trainer. Gleichzeitig sah er aber auch einen Punkt, an dem seine Mannschaft noch zulegen muss. Tadten hatte nach seinen Angaben schon vor dem zweiten Tor die eine oder andere gute Möglichkeit. Er sprach sogar von „einer hundertprozentigen“ Chance durch Lukas Hoffmann und von einer weiteren Gelegenheit für Milán Szimhardt, die ungenutzt blieben. Deshalb blieb die Partie länger offen, als es den Gästen lieb sein konnte. „Was wir unbedingt noch verbessern müssen, ist, noch kaltschnäuziger vor dem Tor zu werden“, sagte Pittnauer. Dass es trotzdem nicht kippte, schrieb er dem stabilen Defensivverhalten und der mannschaftlichen Disziplin zu.
Die endgültige Entscheidung fiel erst spät, was gut zu Pittnauers Gesamtanalyse passte. Tadten blieb laut seinem Trainer über die gesamte Spielzeit bei den einfachen, aber wichtigen Dingen. „Durch diese Laufbereitschaft und durch den Willen, dass wir auch die zweiten Bälle gewinnen wollten, haben wir uns die eine oder andere Chance erarbeitet“, sagte er. In der 85. Minute machte Tadten dann alles klar. Das 2:0 entstand nach Pittnauers Schilderung aus einem Fehler der Gastgeber, danach schalteten die Gäste schnell um, kamen wieder über die rechte Seite durch und legten den Ball in den Rückraum, wo Milán Szimhardt „eiskalt abgeschlossen hat“. Für den Trainer war das der passende Abschluss eines Auftritts, bei dem seine Elf „als geschlossene Mannschaft“ auftrat und diesen Derbysieg „noch mehr wollte“. Nach den vorangegangenen beiden Spielen, in denen Tadten laut Pittnauer nicht das wahre Gesicht gezeigt hatte, sei seine Mannschaft nun „wieder in die Spur gefunden“.