In der 1. Klasse Mitte hat ASK Tschurndorf dem ASK Raiding am Sonntag lange alles abverlangt, am Ende nahmen die Gäste aber einen 4:2-Erfolg mit. Genau so ordnete es auch Co-Trainer Anton Drabeck ein: Raiding habe „nicht den besten Tag“ erwischt, sei gegen einen nach Trainerwechsel belebten Gegner aber drangeblieben. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft auch nach dem 2:2 noch einmal zulegen konnte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Dass es für die Gäste kein gewöhnlicher Nachmittag werden würde, zeigte sich früh. Tschurndorf ging in der 13. Minute durch Dominik Gerencsér mit 1:0 in Führung und bestätigte damit genau das, was Drabeck schon vor dem Anpfiff erwartet hatte. „Ich habe vor dem Match schon gewusst, dass das ein schwieriges Match wird“, sagte der Co-Trainer, der den Gegner ausdrücklich lobte. Raiding fand zwar noch vor der Pause die Antwort, als Gabriel Kautz in der 20. Minute zum 1:1 traf, wirklich leicht wurde das Spiel dadurch aber nicht. Auch mit dem Pausenstand konnte Drabeck leben, weil er gesehen hatte, wie geschlossen Tschurndorf auftrat. „Sie haben wirklich 90 Minuten einen würdigen Gegner abgegeben“, sagte er. Dazu passte auch seine klare Einordnung: „Das hätte auch ein Unentschieden ausgehen können.“
Nach dem Seitenwechsel schien Raiding die Partie zunächst in die richtige Richtung zu drehen. Alex Engel brachte die Gäste in der 53. Minute mit 2:1 nach vorne, doch Ruhe kehrte dadurch nicht ein. Tschurndorf blieb im Spiel und kam in der 73. Minute durch den zweiten Treffer von Dominik Gerencsér wieder auf 2:2 heran. Genau diese Phase bezeichnete Drabeck im Rückblick als entscheidend. „Der wichtigste Moment war, dass wir kurz vor Schluss das 3:2 gemacht haben“, sagte er. Engel stellte in der 81. Minute tatsächlich noch einmal auf 3:2 und gab Raiding damit die Führung zurück. Ganz erledigt war die Sache aus Sicht des Co-Trainers aber erst tief in der Nachspielzeit, als Oliver Pusztai zum 4:2 traf. „Mit dem 4:2 war es erledigt“, brachte es Drabeck auf den Punkt. Seine Mannschaft habe an einem durchwachsenen Tag vor allem davon gelebt, dass sie drangeblieben sei und sich vom neuerlichen Ausgleich nicht aus der Bahn werfen ließ.
Drabeck beließ es nach dem Abpfiff nicht bei der Freude über drei Punkte, sondern verband den Sieg mit einer deutlichen Botschaft an die eigene Mannschaft. „Wenn wir unser Level nicht erreichen, die Grundtugenden laufen, kämpfen und wirklich miteinander arbeiten, dann werden wir Schwierigkeiten kriegen. Die haben wir heute gehabt“, sagte er. Gerade deshalb war ihm der Auftritt des Gegners wichtig zu erwähnen. Tschurndorf habe gut verteidigt, gut umgeschaltet und nach dem Trainerwechsel sehr motiviert gewirkt. Auch deshalb sprach der Co-Trainer von einem Spiel, das man „einfach abhaken und gewinnen“ müsse. Die Tore seien aus seiner Sicht „mehr Einzelaktionen als ausgespielt“ gewesen, entscheidend war für ihn am Ende aber nur, dass Raiding die Punkte mitnahm. Nach neun Spielen stehen damit 21 Punkte zu Buche, dazu weiterhin ein Platz im oberen Bereich der Tabelle. Der Auftritt in Tschurndorf war für Drabeck damit weniger ein Glanzstück als vielmehr eine Erinnerung daran, dass in dieser Liga jedes Spiel ernst genommen werden muss.