In der 1. Klasse Mitte hat der SV Antau ein wechselhaftes Heimspiel gegen den SC Unterpullendorf mit 3:2 gewonnen. Nach einer sehr starken ersten Halbzeit lagen die Gastgeber schon 2:0 vorne, ließen den Gegner aber noch vor der Pause herankommen und gaben nach dem Seitenwechsel auch den Ausgleich her. Co-Trainer Vinko Kopic freute sich über die drei Punkte, sprach aber auch von einer zweiten Hälfte „zum Vergessen“.

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Die Grundlage für den Heimsieg legte Antau in einer Phase, mit der Kopic sehr zufrieden war. „Wir haben eine sehr gute Anfangsphase gehabt. Vor allem die erste Halbzeit haben wir wirklich sehr gut gespielt und viele Sachen umgesetzt“, sagte der Co-Trainer nach dem Spiel. Antau hatte mehr vom Spiel und brachte sich mit zwei Treffern in eine gute Position. In der 29. Minute traf Martin Szuppin zum 1:0, sieben Minuten später erhöhte Marvin Müllner auf 2:0. Gerade deshalb war Kopic nicht rundum zufrieden, weil er seine Mannschaft bis dahin klar überlegen gesehen hatte. „Vor dem Tor hätten wir in der ersten Halbzeit noch zwei, drei Tore mehr machen können“, meinte er. Statt mit einer noch beruhigenderen Führung in die Kabine zu gehen, kassierte Antau in der 44. Minute durch Dominik Hunor Csak noch das 2:1. Aus einer sehr guten ersten Halbzeit wurde damit zwar keine schlechte, aber eine, die den Gästen wieder Hoffnung gab.
Genau dieser Anschlusstreffer war für Kopic einer der Punkte, die das Spiel später wieder kippen ließen. Er bezeichnete das 2:1 noch vor der Pause als „sehr wichtig“ für Unterpullendorf, und die Gäste nahmen diesen Schwung mit in die zweite Halbzeit. Antau bekam das Spiel nicht mehr so sauber kontrolliert wie noch vor dem Seitenwechsel, während Unterpullendorf besser hineinfand. In der 57. Minute fiel dann durch Ervin Pongracz der Ausgleich zum 2:2. Für die Gastgeber war das eine Phase, in der viel von der vorherigen Ruhe verloren ging. „Die zweite Halbzeit war zum Vergessen“, sagte Kopic offen, und er wunderte sich auch darüber, dass seine Mannschaft nach dem Ausgleich hektisch wurde. Trotzdem kam Antau noch einmal zurück. In der 84. Minute erzielte Maximilian Ivancsits das 3:2 und entschied damit die Partie. Für Kopic war genau diese Aktion ausschlaggebend: „Da kam ein super Pass in die Tiefe, und Maxi war im Eins-gegen-eins gegen den Tormann eiskalt.“
Dass Antau am Ende trotzdem als Sieger vom Platz ging, änderte nichts daran, dass Kopic nach dem Spiel bewusst den Finger in die Wunde legte. Seine Sicht auf den Gegner war dabei ebenfalls klar formuliert. „Der Gegner war am Anfang eher harmlos, aber je länger das Spiel gedauert hat und wir ihnen die Chancen gegeben haben, umso mehr haben sie wieder daran geglaubt“, sagte er. Für den Co-Trainer lag genau darin der Grund, warum aus einem zunächst klaren Spiel noch ein offener Schlagabtausch wurde. Noch deutlicher wurde er bei der Frage, was sich trotz des Sieges verbessern muss. „Ein paar Spieler sollen sich bei der Nase nehmen und mehr Disziplin an den Tag legen. Nur mit Disziplin geht es weiter“, forderte Kopic. Unterm Strich bleiben für Antau drei Punkte und ein Sieg, der zwei Gesichter hatte: eine starke erste Halbzeit, dann eine Phase, in der das Spiel fast noch aus der Hand glitt.