In der II. Liga Nord hat sich SV Wimpassing am Sonntag mit 2:1 gegen FC Winden durchgesetzt und dabei laut Trainer Peter Kaltenegger vor allem von einer starken ersten Halbzeit gelebt. Die Gastgeber nutzten ihre guten Spielanteile vor der Pause, gingen mit 2:0 in Führung und brachten den Vorsprung trotz einer klaren Druckphase der Gäste nach dem Seitenwechsel über die Zeit. Am Ende wurde es noch einmal eng.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Peter Kaltenegger klar, wo er den Sieg festmachte. "Die erste Halbzeit war sicher entscheidend. Wir hatten gute Spielanteile, gute Tiefenläufe und dadurch viele Möglichkeiten", sagte der Trainer der Heimischen. Genau in dieser Phase stellte seine Mannschaft auch die Weichen auf drei Punkte. Jan Rainprecht brachte Wimpassing in der 13. Minute mit 1:0 in Führung, nachdem die Gastgeber laut Kaltenegger nach einem seitlichen Freistoß im Nachschuss schnell reagiert hatten. Auch das 2:0 fiel aus Sicht des Trainers nicht zufällig. Besnik Murseli erhöhte in der 33. Minute nach einer Kontersituation, die aus einem Ball in die Tiefe entstand. Für Kaltenegger war das die Belohnung für eine erste Halbzeit, in der seine Mannschaft das Spiel bestimmte und den eigenen Plan sauber auf den Platz brachte.
Allerdings war der Nachmittag aus Sicht der Gastgeber keineswegs eine ruhige Angelegenheit. Kaltenegger sprach von "zwei unterschiedlichen Halbzeiten" und beschrieb die Partie nach dem Seitenwechsel fast als Gegenstück zu den ersten 45 Minuten. Schon kurz vor der Pause hatte Wimpassing laut seinem Trainer noch Glück, als Winden nach einer Kontersituation die Stange traf und es beim 2:0 blieb. Nach Wiederbeginn waren dann klar die Gäste am Drücker. Kaltenegger sagte, Winden habe seine Mannschaft "permanent in die eigene Hälfte gedrückt", dazu mit sehr vielen Spielanteilen und einer aufopfernden Leistung. Mustafa Atik verkürzte schließlich in der Schlussphase auf 1:2. Dass es danach noch einmal heikel wurde, verschwieg der Wimpassinger Trainer nicht. "In der zweiten Halbzeit ging das Spiel eindeutig in die andere Richtung", sagte er offen und ergänzte, dass man sich über ein Unentschieden am Ende wohl auch nicht hätte beschweren können.
Gerade deshalb wollte Kaltenegger den Erfolg nicht nur am Resultat festmachen, sondern auch an der Herangehensweise seiner Mannschaft. "Das Teamgefüge hat sehr gut funktioniert. Wir haben den Plan, den wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt", sagte er. Spielerisch sieht er aber weiterhin Luft nach oben, weil Wimpassing bewusst einfachen Fußball spielte, angepasst an Witterung und Platzverhältnisse. Den größten Unterschied zwischen beiden Teams machte der Trainer in der Verwertung der Möglichkeiten aus. "Ich glaube, der Unterschied lag in der Effizienz", meinte Kaltenegger, während er bei Winden in der starken zweiten Halbzeit oft den letzten Pass oder den zwingenden Abschluss vermisste. Auch zur Spielleitung fand er einen klaren, aber sachlichen Ton. Über weite Strecken sei es ein faires Spiel gewesen, nur die vier Gelben Karten gegen seine Mannschaft innerhalb von acht Minuten empfand er als etwas streng. Unter dem Strich blieb dennoch die Zufriedenheit. "Wenn man drei Punkte holt, darf man sich nicht beschweren", sagte Kaltenegger, der seiner Mannschaft abschließend ausdrücklich zum Sieg gratulierte. Mit dem Heimerfolg hält Wimpassing nach Runde zwölf bei 17 Punkten und bleibt damit im dichten Mittelfeld der Liga gut dabei.