Mit einer beeindruckenden Offensivleistung untermauerte der SC HERZ Pinkafeld am Samstagnachmittag seine Ambitionen im Spitzenfeld der Burgenland-Energie-Landesliga. Gegen den USV Halbturn präsentierten sich die Hausherren vorwiegend in der ersten Spielhälfte in Torlaune und sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Am Ende feierte Pinkafeld einen auch in dieser Höhe verdienten 7:1-Kantersieg.

Großer Andrang vor dem Gästetor nach einem Standard
Die aufgrund der unfreundlichen Witterung und des Termins nicht gerade zahlreich erschienenen Zuschauer brauchten ihr Kommen keineswegs zu bereuen. Was ihnen die Hausherren in den ersten 45 Minuten boten, war ein wahres Offensivspektakel. Pinkafeld legte los wie die Feuerwehr und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen.
Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als Bence Bekö goldrichtig stand und das Leder zur frühen 1:0-Führung über die Linie drückte. Der Jubel war kaum verklungen, da schlug es bereits zum zweiten Mal im Gehäuse der Gäste ein. Dario Tadic stellte in der 6. Minute auf 2:0 und sorgte damit für einen Auftakt nach Maß.
Halbturn versuchte, auf den frühen Doppelschlag zu reagieren. In der 12. Minute bot sich Rastislav Kružliak die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, doch Pinkafelds Schlussmann Andreas Diridl war auf dem Posten und konnte gemeinsam mit seiner Abwehr die brenzlige Situation entschärfen.
Auf der Gegenseite kannten die Hausherren weiterhin kein Pardon. In der 19. Minute kam Dario Tadic auf der linken Seite an den Ball und bezwang Gästetorhüter Rene Summer aus spitzem Winkel zum 3:0. Nur vier Minuten später hätte Kružliak für Halbturn verkürzen können, doch sein wuchtiger Abschluss strich hauchdünn am linken Kreuzeck vorbei. Auch weitere Möglichkeiten durch Kružliak und Jakub Šulc blieben ungenützt.
Während die Gäste mit ihrer Chancenverwertung haderten, demonstrierte Pinkafeld eine nahezu beängstigende Effizienz. In der 33. Minute brachte Thomas Pickl eine Flanke in den Strafraum, die Halbturner Hintermannschaft bekam das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone. Lukas Zapfel ließ sich nicht zweimal bitten und jagte den Ball mit einem satten Schuss neben der linken Stange zum 4:0 in die Maschen.
Doch damit war der Torhunger der Hausherren noch lange nicht gestillt. Nur zwei Minuten später fand auch eine Flanke von Hannes Gamperl den Weg ins Gästetor und stellte auf 5:0. Mit diesem sensationellen Halbzeitstand wurden die Seiten gewechselt. Für die Halbturner glich der erste Durchgang einem sportlichen Albtraum.
Nach dem Seitenwechsel nahmen die Hausherren angesichts des komfortablen Fünf-Tore-Vorsprungs merklich Tempo aus der Begegnung. Halbturn kam nun besser ins Spiel und versuchte zumindest, das Ergebnis freundlicher zu gestalten.
Eine ausgezeichnete Gelegenheit bot sich Hlushko, der mit einem wuchtigen Abschluss Pinkafelds Schlussmann Andreas Diridl zu einer spektakulären Parade zwang. In der 62. Minute wurden die Bemühungen der Gäste schließlich belohnt. Nach einem Eckball war Jan Schneider zur Stelle und beförderte das Leder zum 1:5-Anschlusstreffer in den Kasten der Hausherren.
Wer allerdings glaubte, Pinkafeld würde sich mit dem deutlichen Vorsprung zufriedengeben, sah sich getäuscht. In der 74. Minute bediente Lukas Zapfel seinen Mitspieler Dario Tadic mustergültig, der mit seinem dritten Treffer an diesem Nachmittag den Spielstand auf 6:1 erhöhte und damit seinen persönlichen Dreierpack perfekt machte.
Den Schlusspunkt unter das torreiche Schützenfest setzte schließlich Lukas Zapfel, der mit seinem zweiten Treffer den 7:1-Endstand fixierte.
Damit feierte der SC HERZ Pinkafeld einen eindrucksvollen Heimsieg und stellte einmal mehr seine enorme Offensivqualität unter Beweis. Halbturn hingegen musste nach einer vorwiegend defensiv enttäuschenden Vorstellung eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Überschattet wurde der Pinkafelder Erfolg allerdings durch die Verletzung von Phillip Jesch, der ausgerechnet bei seinem Landesligadebüt einen bitteren Rückschlag erlitt.
„Ich bin heute extrem stolz auf meine Jungs, wie sie auf die Ereignisse vom Montag reagiert haben. Allerdings wurde unsere Freude über den deutlichen Sieg durch die Verletzung von Phillip Jesch, der heute sein Landesligadebüt gegeben hat, erheblich getrübt. Wir widmen ihm diesen Sieg und hoffen, dass er möglichst bald wieder mitwirken kann.
Was die Leistung meiner Mannschaft betrifft, kann ich nur sagen: Erste Halbzeit hui, zweite Halbzeit pfui! In den ersten 45 Minuten haben meine Burschen hervorragenden Fußball gespielt. Allerdings müssen wir auch bei einer 5:0-Führung in der zweiten Spielhälfte künftig mehr Intensität auf den Rasen bringen.“
Die Besten: Dario Tadic und Bence Bekö.
„Unser heutiges taktisches Konzept hat gegen Pinkafeld überhaupt nicht funktioniert. Dazu kam, dass bei den Hausherren in der ersten Halbzeit praktisch jeder Schuss ein Treffer war. Pinkafeld ist für uns offenbar ein ganz eigenartiger Boden. Vor drei Jahren haben wir hier mit 1:7 verloren, vor zwei Jahren mit 6:1 gewonnen und jetzt wieder mit 1:7 verloren. Das ist schon eine bemerkenswerte Geschichte.“
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