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„Mit Abstand die beste Mannschaft in der Liga“ – Reiter ordnet Gattendorfs 0:7 in Siegendorf ein

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Siegendorf
SC Gattendorf

In der II. Liga Nord hat der ASV Siegendorf 1930 den SC Gattendorf mit 7:0 besiegt und damit seine Tabellenführung eindrucksvoll untermauert. Gästetrainer Jan Reiter sprach danach von einem „brutal guten“ Gegner und sah den klaren Unterschied vor allem in der individuellen Klasse. Gattendorf hielt phasenweise dagegen, zahlte für Eigenfehler aber einen hohen Preis. Vor allem nach der Pause wurde das Ergebnis sehr deutlich.


Torwart in türkisem Trikot

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Defensiver Beginn, dann kippt die erste Hälfte

Gattendorf begann nach Reiters Eindruck bewusst vorsichtig. „Wir waren in den ersten Minuten sehr defensiv. Siegendorf hatte viel Ballbesitz, konnte daraus aber nicht wirklich viele Chancen kreieren“, sagte der Trainer. Gerade das machte die erste Phase aus seiner Sicht noch ordentlich, weil die Gäste zwar wenig vom Ball hatten, den Tabellenführer aber zunächst nicht zu klaren Möglichkeiten kommen ließen. Bitter wurde es dann in der 18. Minute, als Almos Bertha das 1:0 erzielte. Reiter sprach dabei von einer „kleinen Fehlerkette“, die dem Gegner die Führung ermöglichte. Noch vor der Pause legte Lukas Grozurek in Minute 41 das 2:0 nach. Ganz chancenlos sah Reiter seine Elf trotzdem nicht: „Wir hätten mit ein bisschen Glück in der ersten Halbzeit ein Tor schießen können.“

Nach dem Seitenwechsel zieht Siegendorf davon

Dass die Partie nach dem Seitenwechsel so deutlich wurde, lag für Reiter nicht an einem einzigen Moment, sondern an der Summe. „Nicht die eine Szene war entscheidend, sondern allgemein viele gute individuelle Szenen von Siegendorf“, erklärte er und verwies auf die „brutale individuelle Klasse“ des Gegners. Auf dem Feld zeigte sich das in kurzer Zeit ganz deutlich: Dominik Wydra erhöhte in der 52. Minute auf 3:0, nur vier Minuten später traf Grozurek zum zweiten Mal an diesem Abend und stellte auf 4:0. Als Marco Vargek in Minute 60 auch noch das 5:0 nachlegte, war die Partie endgültig entschieden. In der Schlussphase schraubte derselbe Spieler das Ergebnis mit weiteren Treffern in der 80. und 84. Minute noch auf 7:0.

Reiter bleibt bei seiner Linie und erkennt Qualität an

Trotz der Höhe der Niederlage wollte Reiter nicht alles schlechtreden. Gerade in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft gezeigt, dass sie ihren Plan auch gegen einen Spitzenreiter durchziehen wolle. „Für uns war es keine Option, uns nur hinten reinzustellen und die Bälle wegzuschießen“, sagte er. Stattdessen habe Gattendorf versucht mitzuspielen, gegen den Ball aktiv zu sein und im Pressing Ballgewinne zu holen. „Dass wir in der ersten Halbzeit pressen konnten und Ballgewinne hatten, auch gegen so einen überragenden Gegner, war sicher positiv“, betonte der Trainer. Gleichzeitig blieb seine Einordnung des Gegners eindeutig: „Brutal gut. Mit Abstand die beste Mannschaft in der Liga.“ Eine mögliche Gelb-Rot-Szene vor der Pause erwähnte Reiter zwar als einzige strittige Situation, stellte aber ebenso klar, dass sie nicht zwingend gewesen sei. Sein Schlusswort fiel deshalb anerkennend aus: „Gratulation an Siegendorf zu dieser Leistung. Wenn sie das über die Saison durchziehen, werden sie am Ende deutlich Meister.“ Für Gattendorf bleibt nach einem harten Abend die Aufgabe, genau jene guten Phasen aus der ersten Hälfte länger auf den Platz zu bringen.

II. Liga Nord: Siegendorf : Gattendorf - 7:0 (2:0)

  • 84
    Marco Vargek 7:0
  • 80
    Marco Vargek 6:0
  • 60
    Marco Vargek 5:0
  • 56
    Lukas Grozurek 4:0
  • 52
    Dominik Wydra 3:0
  • 41
    Lukas Grozurek 2:0
  • 18
    Almos Bertha 1:0