Im Kellerduell der Burgenland-Energie-Landesliga standen sich am Samstagnachmittag der ASK Kohfidisch und der SC Rust gegenüber. Beide Mannschaften benötigten dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Während die Hausherren auf ihren ersten Heimsieg hofften, wollten die Gäste den Abstand zur Gefahrenzone vergrößern. Nach einem spannenden Duell durfte schließlich Kohfidisch über einen knappen 2:1-Erfolg jubeln.

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Kaum hatte Schiedsrichter Ermin Bukvic die Partie angepfiffen, brannte es bereits im Strafraum der Gäste. Nikolaus Oswald setzte sich energisch durch und prüfte mit einem strammen Schuss ins lange Eck Rusts Ersatztorhüter Luca Nemeth, der mit einer starken Parade zur Ecke klären konnte. Die Hausherren blieben am Drücker, bestimmten das Spielgeschehen und wurden für ihre druckvolle Anfangsphase rasch belohnt.
In der 10. Minute brachte Kevin Hasler eine maßgeschneiderte Flanke in den Strafraum, wo Julian Binder goldrichtig stand und das Leder per Kopf zur verdienten 1:0-Führung in die Maschen setzte. Nur zehn Minuten später durften die Kohfidischer erneut jubeln. Tim Schreiber legte sich den Ball zu einem Freistoß aus rund 25 Metern zurecht und hämmerte das Spielgerät unhaltbar für Gästekeeper Nemeth zum 2:0 ins Netz.
Nach diesem komfortablen Vorsprung verloren die Hausherren allerdings zunehmend den spielerischen Faden. Rust übernahm das Kommando und drängte vehement auf den Anschlusstreffer. Christiano Grigorio Barbosa Filho und Slavomír Pagáč fanden gute Möglichkeiten vor, konnten diese jedoch nicht verwerten. Besonders viel Pech hatte Lenz Honc, dessen Abschluss lediglich am Aluminium landete. In dieser Phase lag der Anschlusstreffer förmlich in der Luft, doch Kohfidisch rettete den Zwei-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielcharakter wenig. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz und versuchten, die kompakt stehende Defensive der Kohfidischer auszuhebeln. Die Hausherren konzentrierten sich nun vorwiegend auf ihre Abwehrarbeit, standen diszipliniert und ließen kaum zwingende Torchancen zu. Mit gelegentlichen Konterangriffen versuchten sie, die Vorentscheidung herbeizuführen, spielten ihre Möglichkeiten jedoch nicht konsequent zu Ende.
Rust investierte viel, ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen und suchte immer wieder mit Flanken den Weg zum Tor. Allerdings fehlte im entscheidenden Moment die nötige Präzision, um die gut organisierte Hintermannschaft der Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Erst in der Nachspielzeit gelang den Gästen durch Christiano Grigorio Barbosa Filho der längst fällige Anschlusstreffer zum 1:2. Für eine erfolgreiche Aufholjagd kam dieser Treffer jedoch zu spät. Kohfidisch brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte damit endlich den ersten Heimsieg der laufenden Meisterschaft bejubeln. Während die Hausherren drei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verbuchten, musste Rust trotz einer engagierten Vorstellung erneut mit leeren Händen die Heimreise antreten.
„Wir sind hervorragend ins Spiel gekommen, haben von Beginn an Druck gemacht und das Geschehen auf dem Rasen kontrolliert. Nach unserer 2:0-Führung haben wir allerdings einen Gang zurückgeschaltet und die Ruster besser ins Spiel kommen lassen. Bei unseren Konterangriffen hätten wir durchaus den Vorsprung ausbauen können, doch leider haben wir diese Möglichkeiten nicht konsequent zu Ende gespielt. Nach dem Anschlusstreffer wurde es noch einmal eng, aber letztlich haben wir den wichtigen Sieg über die Runden gebracht.“
Die Besten: Hannes Polzer und Julian Binder.
„Ich könnte eigentlich jede Woche dasselbe erzählen, da kann man schon Copy-and-paste machen. Viel Ballbesitz, zahlreiche Flanken und wieder vergebene Torchancen. Wir haben gefühlte 70 Minuten auf ein Tor gespielt, aber den Anschlusstreffer viel zu spät erzielt. Wenn man auswärts etwas mitnehmen möchte, muss man aus den vorhandenen Möglichkeiten einfach mehr Tore machen. Jetzt hoffen wir, dass wir in den verbleibenden beiden Begegnungen noch punkten können, damit wir ohne unnötigen Stress in die Winterpause gehen.“