In der 1. Klasse Süd feierte der ASK Jabing gegen den FC Minihof-Liebau einen 13:0-Heimsieg. Aus Sicht von Minihof-Liebau-Trainer Christoph Knausz kippte die Partie nach ordentlichen Anfangsminuten komplett: „Innerhalb von fünf Minuten haben wir drei Tore gekriegt.“ Schon zur Pause lag Jabing 5:0 vorne, nach dem Seitenwechsel ging der Lauf der Gastgeber ungebremst weiter.

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Christoph Knausz hielt sich mit seinem Urteil nicht lange auf. „Die ersten 28 Minuten waren gut, dann war es eine Katastrophe. In der Verteidigung war es eine Katastrophe. Wir haben zu viele Fehler gemacht“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Tatsächlich blieb Minihof-Liebau zunächst im Ergebnis drin, ehe Jan Humar Jabing in Minute 25 in Führung brachte. Knausz blieb trotzdem bei seiner Einordnung, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht bis knapp vor der halben Stunde noch ordentlich im Spiel war. Dann kam die Phase, die den Nachmittag endgültig in eine klare Richtung drehte. Nach dem 1:0 durch Humar legte Jabing noch vor der Pause viermal nach: Dominik Muth traf in der 35. Minute zum 2:0, zwei Minuten später erhöhte erneut Humar, Benjamin Bogad machte in Minute 39 das 4:0, und Dorian Puretic stellte kurz vor der Pause auf 5:0.
Für Knausz war genau diese kurze Phase der Moment, in dem seine Mannschaft das Spiel verlor. „Innerhalb von fünf Minuten haben wir drei Tore gekriegt und dann war die Partie gelaufen“, sagte er. Er beschrieb den Einbruch noch deutlicher: „Dann war die Partie für uns gelaufen und jeder hat resigniert.“ Nach dem 0:5 zur Halbzeit zog Jabing weiter davon und nützte die Überlegenheit konsequent aus. Dubravko Mohac erhöhte in der 57. Minute auf 6:0, Jan Humar traf in Minute 60 zum 7:0 und erzielte mit dem 11:0 in Minute 72 auch seinen vierten Treffer an diesem Tag. Dazwischen bauten Benjamin Hupfer mit einem Doppelpack in den Minuten 64 und 66 sowie Dorian Puretic mit seinem zweiten Tor in Minute 70 das Ergebnis weiter aus. Die letzten beiden Treffer besorgten Paul Rudolf Toth in Minute 76 und Jure Travner in Minute 78. Aus Sicht des Minihof-Liebau-Trainers passte das Bild zum gesamten Nachmittag: „Das Defensivverhalten war eine Katastrophe.“
Viel Positives wollte Knausz nach dieser klaren Niederlage nicht künstlich suchen. „Das ist schwer zu sagen. Positiv ist nur, dass sich die Mannschaft nicht komplett aufgegeben hat. Trotz der Tore hat sie noch immer gekämpft und ist gelaufen“, sagte er. Gleichzeitig benannte er aber auch das Grundproblem sehr offen: „Es fehlt an Qualität. Ganz einfach auf den Punkt gebracht.“ Den Gegner sah er anfangs noch nervös, nach der klaren Führung aber immer stärker. „In den ersten 28 Minuten war der Gegner nervös. Aber durch die drei Tore ist er immer stärker geworden und hat auch in der Höhe verdient gewonnen“, meinte Knausz. Anerkennung gab es von ihm auch für den Unparteiischen: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“ Für den Tabellenletzten geht es nun darum, das 0:13 rasch zu verarbeiten. „Wir werden das unter der Woche aufarbeiten und ich hoffe, dass wir im Heimspiel gegen ASK Markt Neuhodis ein anderes Auftreten haben“, sagte Knausz, der nach diesem Nachmittag vor allem eines verlangt: eine klare Reaktion.