In der 1. Klasse Süd hat ASV Taucher Installationen GmbH Sankt Martin/Raab gegen USVS Hausbauführer Rudersdorf eine klare 1:6-Heimniederlage hinnehmen müssen. Für Martin Salber war vor allem die frühe Phase der Schlüssel zu diesem deutlichen Auswärtssieg. Der sportliche Leiter der Gäste sprach von einem ganz starken Beginn, viel Selbstvertrauen in der Mannschaft und einer Einheit, die im Moment „wirklich gut passt“.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Grundstein für den klaren Erfolg war aus Sicht der Gäste sehr früh gelegt. Nikola Mutak brachte Rudersdorf in der 7. Minute in Führung, nur wenig später erhöhte Franco Thomas Zach in der 11. Minute auf 0:2. Damit war genau das gelungen, was Salber nach dem Spiel als entscheidenden Punkt herausstrich. „Der wichtigste Moment waren sicher die ersten Minuten, weil ich sagen muss, dass normal St. Martin sehr heimstark ist, aber es uns gelungen ist, gleich die zwei Tore zu machen, und das war sicher ein wichtiger Schritt“, sagte er. Gemeint war damit die Anfangsphase, in der die Gäste rasch auf 2:0 stellten und dem Spiel damit früh eine klare Richtung gaben. Für eine Mannschaft, die auswärts bei einem Gegner antritt, den der eigene sportliche Leiter ausdrücklich als heimstark bezeichnet, war dieser Start natürlich Gold wert. Rudersdorf hatte damit nicht nur das Ergebnis auf seiner Seite, sondern auch die Sicherheit, den Matchplan früh bestätigt zu sehen.
Die Gäste beließen es nicht beim Doppelschlag. In der 27. Minute erhöhte Ibrahim Sahin auf 0:3, womit Rudersdorf schon vor der Pause klar in Führung lag. Salber sprach davon, dass der Sieg „in der Höhe in Ordnung“ gewesen sei, und die nackten Zahlen stützen diese Einschätzung jedenfalls. Nach dem Seitenwechsel legte Sahin in der 47. Minute rasch das 0:4 nach und nahm den Hausherren damit gleich wieder die Hoffnung, vielleicht noch einmal in die Partie zurückzufinden. Zwar kam Sankt Martin/Raab durch Alen Spilak in der 55. Minute zum 1:4, doch Rudersdorf antwortete mit der richtigen Ruhe und ließ sich davon nicht aus dem Tritt bringen. Wieder war es Sahin, der in der 65. Minute auf 1:5 stellte und damit seinen Dreierpack komplett machte. Den Schlusspunkt setzte Daniel Bauer in der 87. Minute mit dem Treffer zum 1:6. Salber hob nach dem Spiel auch das schön herausgespielte 0:3 hervor: „Das 1:0 war vom Mutak, 2:0 war dann vom Franco Zach und das 3:0 war vom Sahin, das wirklich sehr schön herausgespielt war.“
Auf die Frage, was bei seiner Mannschaft derzeit besonders gut funktioniere, musste Salber nicht lange überlegen. „Ich glaube, das ist der Teamgeist. Wirklich eine eingeschworene Partie jetzt. Natürlich kommt mit fünf, sechs Siegen in Folge auch das Selbstvertrauen dazu. Der Spirit, der Teamspirit passt und es ist wirklich eine gute Einheit jetzt“, sagte er. Genau dieses Gesamtbild passt zu einem Auftritt, bei dem Rudersdorf früh zuschlug, konsequent nachlegte und sich auch vom Gegentor nicht verunsichern ließ. Gleichzeitig ordnete Salber auch den Auftritt des Gegners nüchtern ein. „St. Martin hat sicher nicht den besten Tag erwischt. Ehrlich muss man sein, weil sie normal wirklich sehr heimstark sind. Das haben wir zum Glück voll ausgenutzt und auf unsere Seite gewandelt.“ Auch eine Szene rund um ein nicht gegebenes Tor sprach er an, blieb dabei aber fair: Aus seiner Sicht sei Rudersdorf ein reguläres Tor aberkannt worden, dazu habe es noch ein, zwei Abseitsentscheidungen gegeben. Weil der Schiedsrichter ohne Assistenten auskommen musste, zeigte Salber aber auch Verständnis und sagte offen, dass es „leider auch schwierig für ihn“ gewesen sei. So blieb am Ende vor allem das sportliche Fazit stehen: Rudersdorf nutzt seine gute Form weiter aus, nimmt einen deutlichen Auswärtssieg mit und unterstreicht mit dem 6:1, warum die Mannschaft derzeit ganz vorne mitmischt.