Spielberichte

"Für uns sind es zwei verlorene Punkte" – Stoob bleibt nach starkem Auftritt in Loipersbach ohne Belohnung

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SV Loipersbach
ASK Stoob

In der 1. Klasse Mitte hat sich Sportverein Loipersbach im Heimspiel gegen ASK Stoob ein 0:0 erarbeitet, während die Gäste das Remis ganz anders einordneten. Michael Kaplan sprach nach dem Schlusspfiff von "zwei verlorenen Punkten" und verwies auf ein Spiel, in dem Stoob aus seiner Sicht über weite Strecken mehr vom Geschehen hatte, sich für einen starken Auftritt aber nicht belohnte.


Bällesack

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Stoob übernimmt das Kommando, das Tor bleibt aber aus

Kaplan schilderte eine Partie, in der beide Mannschaften ordentlich hineinfanden, das Kommando danach aber zunehmend bei den Gästen lag. "Beide Mannschaften sind sehr gut in das Spiel gestartet, und Stoob hat dann fast zur Gänze des Spiels das Kommando übernommen", sagte der Obmann-Stellvertreter. Für ihn war seine Mannschaft die spielbestimmende Elf, ohne daraus Kapital zu schlagen. Gerade darin lag aus Stoober Sicht die Geschichte dieses Nachmittags: viel Ballbesitz, gewonnene zweite Bälle, eine starke Zweikampfführung – aber eben kein Treffer. Zur Pause stand es 0:0, obwohl Kaplan überzeugt war, dass seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt schon vorne hätte liegen können. "Man kann in der ersten Halbzeit sicher 2:0 in die Halbzeitpause gehen", meinte er und brachte damit auf den Punkt, wie sehr Stoob dem vergebenen Vorsprung nachtrauerte.

Viele gute Ansätze, aber zu wenig Konsequenz im letzten Drittel

Dass es am Ende trotzdem nur bei einem Punkt blieb, führte Kaplan klar auf die fehlende Effizienz im letzten Drittel zurück. Eine einzelne vergebene Gelegenheit wollte er gar nicht herausheben, weil sich die Möglichkeiten aus seiner Sicht über das ganze Spiel verteilt hätten. "Chancen waren unzählige dabei", sagte er, und ergänzte: "Es waren einige Chancen dabei, die man hätte nützen können." Vor allem im letzten Pass und im Abschluss habe Stoob an diesem Tag die nötige Konsequenz vermissen lassen. "Ich denke, die Konsequenz im letzten Drittel, der letzte Pass oder auch oft der Abschluss haben gefehlt", sagte Kaplan. Besonders bitter war für ihn, dass sogar klare Möglichkeiten ungenützt blieben. "Wir waren sicher ein-, zweimal alleine vorm Tormann, oder öfter sogar, und haben den Ball nicht über die Linie gebracht." Aus Stoober Sicht war genau das der Unterschied zwischen einem ordentlichen Auftritt und einem Sieg, der durchaus möglich gewesen wäre.

Kaplan lobt die eigene Leistung – und den Widerstand der Gastgeber

Gerade deshalb fiel Kaplans Bilanz trotz des torlosen Remis zweigeteilt aus. Einerseits lobte er seine eigene Mannschaft ausdrücklich und stellte heraus, dass spielerisch vieles gepasst habe. "Wir haben sehr gut Fußball gespielt, haben den Ball laufen lassen und uns einige Chancen herausgespielt", sagte er. Auch in anderen Bereichen sah er viel Positives. "Wir waren sehr spielstark, haben die zweiten Bälle gewonnen und waren zweikampfstark", meinte Kaplan. Andererseits zollte er auch Loipersbach Respekt, das aus seiner Sicht konsequent dagegenhielt und sich den Punkt mit großem Aufwand sicherte. "Hut ab, dass sie neunzig Minuten dieses 0:0 gehalten haben." Damit machte er klar, warum die Partie für Stoob wie ein verpasster Sieg wirkte, Loipersbach den Zähler aber mit viel Einsatz absicherte.

Kein Thema Schiedsrichter, der Blick geht schon Richtung Antau

Diskussionen über den Unparteiischen wollte Kaplan trotz einer kritischen Anmerkung nicht in den Mittelpunkt rücken. "Die Schiedsrichterleistung war sicher nicht die beste, aber es waren keine spielbestimmenden Fehlentscheidungen dabei", stellte er fest. Viel wichtiger war ihm die Einordnung dieses 0:0 für beide Seiten. "Für sie war es sicher ein gewonnener Punkt und für uns zwei verlorene Punkte", sagte er über die unterschiedliche Sicht auf das Remis. Trotzdem wollte er den eigenen Auftritt nicht kleinreden. "Es war spielerisch sicher eines der stärksten Matches, die wir in dieser Saison gemacht haben", hielt Kaplan fest. Belohnt wurde Stoob dafür nicht, doch lange Zeit zum Ärgern bleibt nicht. Schon nächste Woche wartet daheim Antau, und Kaplan machte deutlich, was dann gefragt ist: an diese Leistung anknüpfen, vor dem Tor konsequenter sein und dort weitermachen, "wenn es nach oben gehen soll".