In der 1. Klasse Mitte hat die SPG Nikitsch/ Kr. Minihof am Samstag den SC Unterfrauenhaid mit 4:2 besiegt. Die Gastgeber führten nach einer starken ersten Hälfte bereits 2:0, mussten nach der Pause aber zweimal auf den Anschluss reagieren. Trainer Daniel Pratl sah vor allem im 3:1 den entscheidenden Treffer und sprach insgesamt von einem verdienten Heimsieg gegen einen offensivstarken Gegner.

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Die Partie begann aus Sicht der SPG genau so, wie es sich Daniel Pratl vorgestellt hatte. Seine Mannschaft war von Beginn an präsent, ging mit viel Einsatz in die Zweikämpfe und hatte in der ersten Halbzeit klar mehr vom Spiel. Martin Kondor brachte die Gastgeber in der 12. Minute mit 1:0 in Führung, und weil die SPG weiter am Drücker blieb, legte derselbe Spieler in der 44. Minute noch vor der Pause das 2:0 nach. Für Pratl war dieser Zwischenstand die logische Folge einer starken ersten Hälfte. „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr dominant und sind verdient mit zwei Toren in Führung gegangen“, sagte der Trainer. Ganz ohne Arbeit blieb die eigene Defensive zwar nicht, denn auch Unterfrauenhaid wurde zu Beginn ein, zweimal gefährlich, doch der Tormann der Gastgeber hielt stark. Umso klarer fiel Pratls Urteil über die ersten 45 Minuten aus: „Bis zur Halbzeit haben wir noch etliche weitere Chancen gehabt und hätten noch höher in die Pause gehen können.“
Mit dem 2:0 zur Pause war die Richtung vorgegeben, entschieden war die Partie aber noch nicht. Genau das zeigte sich kurz nach Wiederbeginn, als Jan Steiner in der 54. Minute auf 2:1 verkürzte und damit sofort wieder Spannung in die Begegnung brachte. Pratl hatte für diesen Abschnitt eigentlich genau das gefordert, was seiner Mannschaft in dieser Phase kurz fehlte. „Mit dem Halbzeitstand von 2:0 war ich sehr zufrieden. Wir haben gewusst, wenn wir jetzt noch kontrolliert und diszipliniert die zweite Hälfte spielen, schaut es gut aus“, erklärte er. Der schnelle Gegentreffer störte diesen Plan, doch die SPG fand die passende Antwort. In der 72. Minute stellte Martin Kondor mit seinem dritten Treffer des Nachmittags auf 3:1. Der Trainer hob diesen Moment besonders hervor und sprach dabei auch von schön herausgespielten Toren. Vor allem aber blieb für ihn eines hängen: „Das 3:1 war, glaube ich, ausschlaggebend für den Sieg.“
Dass Pratl nach dem Schlusspfiff von einem verdienten Erfolg sprach, lag auch daran, dass seine Mannschaft selbst in den heiklen Phasen nicht den Faden verlor. Unterfrauenhaid zeigte, warum diese Mannschaft offensiv so unangenehm ist, und meldete sich in der Schlussphase noch einmal zurück. Marco Rozsenich verkürzte in der 86. Minute auf 3:2, und damit war die Partie plötzlich wieder offen. Die SPG ließ sich diesmal aber nicht mehr aus der Ruhe bringen. Nur drei Minuten später stellte Gabor Marics auf 4:2 und sorgte damit für die endgültige Entscheidung. Gerade dieser Umgang mit den Rückschlägen gefiel dem Trainer. „Unterfrauenhaid ist eine gute Mannschaft und hat nicht umsonst die meisten Tore in der Liga geschossen“, sagte Pratl. Umso wichtiger sei gewesen, dagegenzuhalten, den Gegner in den Zweikämpfen zu fordern und ihn nie wirklich ins Rollen kommen zu lassen. Genau das habe seine Mannschaft über weite Strecken gut gemacht.
Bei aller Freude über vier Tore und drei Punkte wollte Pratl den Auftritt seiner Mannschaft dennoch nicht einfach nur abfeiern. Ihm gefiel vor allem die Art, wie sein Team in dieses direkte Duell zweier Mannschaften aus dem oberen Bereich hineinging. „Die Stärke war vor allem in der ersten Halbzeit der Wille, der unbedingte Wille, der Einsatz und auch die Zweikampfstärke“, sagte er. Seine Spieler seien „richtig dynamisch in das Spiel reingegangen“ und hätten gewusst, wie wichtig diese Partie ist. Auch deshalb wertete er den Sieg als verdient. Gleichzeitig sprach er aber einen Punkt klar an, der trotz des Erfolgs bleibt: „Verbesserungspotenzial gibt es immer. Wir müssen einfach die Fehler hinten abstellen.“ Genau dort wird die Arbeit in den kommenden Tagen ansetzen. Dass die SPG nach beiden Gegentoren jeweils wieder eine Antwort hatte, nahm Pratl dennoch als starkes Zeichen mit. Oder, wie er es selbst zusammenfasste: „Die Burschen haben Moral bewiesen“ – und genau das war an diesem 4:2 am Ende nicht zu übersehen.