Spielberichte

UFC Podersdorf am See, Franz Ziniel: „Das Unentschieden war erkämpft“ – 0:0 im Derby gegen Frauenkirchen

UFC Podersdorf a. S.
SC Frauenkirchen

Ein Derby mit hartem Kurs und viel Gegenwind: Nach dem 0:0 zwischen UFC Podersdorf am See und SC Frauenkirchen in der 1. Klasse Nord ordnet Trainer Franz Ziniel die Lage mit klaren Worten ein. Er spricht von einem erkämpften Punkt, einer bewusst defensiven Ausrichtung und einem Spiel, in dem der Wind zum „starken Spielverderber“ wurde. Die Gäste hatten mehr vom Ball, doch Podersdorf hielt mit Disziplin, Courage und letzter Konsequenz dagegen – und rettete den Zähler in einem Nachbarschaftsduell, das seinem Ruf als intensives „Derby of Love“ gerecht wurde. Rund 150 Zuschauer erlebten eine leidenschaftliche Podersdorfer Vorstellung, die der Trainer als geschlossene Mannschaftsleistung einordnet.


Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Defensiver Plan, großer Einsatz – und das Aluminium in der 90. Minute

Ziniel beschreibt ein Podersdorfer Team, das angesichts zweier Verletzter und zweier gesperrter Akteure personell umgebaut werden musste – und genau darauf reagierte: „Wir waren sehr defensiv eingestellt gegen eine spielstarke Frauenkirchen-Mannschaft, die in der ersten Halbzeit auch zwei tolle Tormöglichkeiten hatte, die wir aber mit letztem Einsatz verhindern konnten.“ Mit dem Seitenwechsel drehte der Wind – und damit auch die Statik: „In der zweiten Halbzeit hatten wir mit dem Windvorteil das Spiel etwas offener gehalten und eine gute Kontermöglichkeit durch unseren Stürmer Mate Fekete.“ Der dramatische Schlusspunkt unterstrich die Hitzigkeit des Derbys: „In der letzten Spielminute war das Glück auf unserer Seite, als David Matis von Frauenkirchen an die Latte schoss und wir den Abpraller in letzter Sekunde noch abwehren konnten – so haben wir den Punkt über die Zeit gerettet.“

Kompakt, diszipliniert, keiner sticht heraus – außer die Kette und der Keeper

Ein „Mann des Spiels“? Für Ziniel nicht der Punkt: „Ich würde keinen einzelnen Spieler herausheben, sondern über eine wirklich kompakte Mannschaftsleistung reden.“ Namentlich nennt er tragende Säulen der Defensivarbeit: „Unsere Innenverteidigung um Mark Füleki war sehr stark. Auch unser Torhüter hat mit der Null seinen Anteil daran.“ Der Matchplan fußte auf akribischer Vorbereitung: „Wir wussten, dass Frauenkirchen eine sehr starke Offensive hat und auf diese Spieler haben wir uns gut eingestellt.“ Verbesserungspotenzial verortet er vorn: „Besser machen kann man sicher unsere Torabschlüsse. In der Offensive ist noch Luft nach oben, aber die Defensive war wirklich sehr kompakt.“ Positiv verbucht der Coach zudem die Perspektive: Podersdorf lief mit vier 18-Jährigen auf – ein starkes Signal in Richtung Eigenbau und Zukunft.

Frauenkirchens Wucht neutralisiert, Personallage angespannt, Ausblick knackig

Die Qualität des Gegners betont Ziniel mehrfach – und er erklärt, was Podersdorf wegverteidigte: „Frauenkirchen hat eine tolle Offensive. Mit Miroslav Antal haben sie einen Mann, der die Torschützenliste anführt. Dazu kommen David Matis und Simon Marko – wirklich starke Offensivspieler. Es ist uns gelungen, diese Akteure zu neutralisieren.“ Dazu komme ein starker Rückhalt bei den Gästen: „Außerdem haben sie mit Richard Brauneis wohl den besten Tormann der Liga. Er wurde heute aber etwas weniger geprüft, weil wir mehr mit Defensivaufgaben als mit Offensivaktionen beschäftigt waren.“ Die Kehrseite des Podersdorfer Punkts: die dünne Decke. „Donat Szücs hat einen Kreuzbandriss und wird für den Rest der Saison ausfallen. Csaba Csizmadia ist als Profi in Ungarn tätig und fehlt des Öfteren, wenn er mit seiner Mannschaft spielt. Kolarik und Lentsch werden zurückkommen.“ Der Blick nach vorne ist realistisch und entschlossen: „Wir haben nächste Runde Neusiedl 1b auswärts. Die haben heute den Tabellenführer 3:0 in Mönchhof geschlagen. Das heißt, die Aufgaben werden nicht leichter. Danach kommt der USC Wallern, die momentan spielstärkste Mannschaft in der Liga.“ Ziel bleibt, „als geschlossene Mannschaft mit taktischer Disziplin zu agieren“ und in einer „sehr engen Klasse“ weiter zu punkten – um die „Komfortzone nicht zu verlassen“.

 

Transfers Burgenland

 

Top Live-Ticker Reporter
Top Nachwuchs-Reporter