Nach dem Duell zwischen UFC Pamhagen und NSC Juniors in der 1. Klasse Nord fällt das Fazit von Trainer Dominik Gindl ernüchternd aus: Das 0:4 spiegle den Spielverlauf exakt wider; seiner Mannschaft fehlten an diesem Tag wesentliche Tugenden. Er kritisiert vor allem Einstellung und Konsequenz, fordert aber zugleich den dringend nötigen Turnaround vor dem Derby – mit klaren Ansagen zu Mut, Freude und Geschlossenheit.

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Gindl spart nicht mit Klartext: „In meinen Augen spiegelt das 0:4 den Spielverlauf zu 100 Prozent wider. Meine Mannschaft hat die nötigen Tugenden nicht auf den Platz gebracht und war zur Vorwoche wie ausgewechselt. Intensität, Präzision und das gemeinsame Auftreten haben gefehlt.“ Seine Mahnung ist unmissverständlich: „Nach diesem Auftritt müssen wir ehrlich zu sich selbst sein. Wer so auftritt, wird kein weiteres Match gewinnen.“
Nach zähem Beginn geriet Pamhagen in Rückstand: In der 29. Minute traf Houssem Fattoum zum 0:1, kurz vor der Pause erhöhte Rejjan Abazi in Minute 45 auf 0:2. Direkt nach dem 0:1 bot sich Pamhagen die große Chance zum 1:1, doch der Ausgleich blieb aus. Mit zunehmender Spielzeit dominierten die Gäste die gefährlichen Zonen, während die Hausherren aus ihrem kurzen Momentum kein Kapital schlugen. In der Schlussphase sorgte erneut Houssem Fattoum in der 86. Minute für das 0:3, ehe Leo Flamm in Minute 89 den Schlusspunkt zum 0:4 setzte.
Eine strittige Szene sorgte zwischendurch für Diskussionen, doch Gindl ordnet sie selbstkritisch ein: „Ich muss den Schiedsrichter loben, er hat die Regeln korrekt angewandt. Ob manche Regeln einen Sinn ergeben sei dahingestellt. Beim Stand von 0:2 habe ich ein Handspiel gesehen, die Gegenseite nicht – im Anschluss fiel per Konter das 0:3. Der Schiedsrichter trägt an der Niederlage aber keine Schuld, sondern wir selbst.“
Grundsätzlich fordert der Trainer nun eine Reaktion: „Die Einstellung, Laufbereitschaft und die nötige Härte, das alle macht Pamhagen normalerweise aus, haben nicht gepasst. Wir spielten ohne Emotionen. Nach dem Spiel konnte ich in manchen Spieleraugen sehen, dass ihnen bewusst ist was wir da verbockt haben. Niederlagen gehören dazu, aber nicht in dieser Art und Weise. In der kommenden Woche muss der Turnaround gelingen. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern mit Mut, mit Härte und als Einheit auftreten, um wieder in die Erfolgsspur zu finden – vielleicht ist für ein Derby gegen Wallern genau jetzt der richtige Moment.“