Zwischen dem ASV Raiffeisenbank Zurndorf und dem SC Apetlon entwickelte sich ein intensives Duell, das Trainer Miroslav Milosevic nach Abpfiff mit klaren Worten einordnete. Die Partie der 1. Klasse Nord war aus seiner Sicht von einer zerfahrenen Anfangsphase, zwei frühen Gegentreffern und vergebenen Großchancen in der Schlussphase geprägt. Sein Fazit: viel Kontrolle über lange Strecken, aber fehlende Konsequenz in den Schlüsselmomenten.

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„Wir haben in beiden Halbzeiten gleich zu Beginn ein Tor kassiert – das darf uns so nicht passieren“, hielt Milosevic fest. Die Chronologie untermauert das: Für die Gäste traf Lubos Kobercík bereits in Minute 1 zum 0:1 und unmittelbar nach Wiederbeginn in der 46. Minute zum 1:2. Zurndorf reagierte zunächst prompt: Andras Winkler glich in der 6. Minute zum 1:1 aus. Als die Partie zu kippen drohte, war es schließlich Spielertrainer Miroslav Milosevic selbst, der in der 85. Minute das 2:2 fixierte. Über weite Strecken hatte Zurndorf das Geschehen im Griff, verlor aber zu Beginn beider Hälften die nötige Ordnung – ärgerlich, aber lehrreich, wie der Coach betonte.
Zur Spielanlage lieferte Milosevic eine klare Einordnung: „In der ersten Halbzeit waren wir phasenweise sehr druckvoll, hatten gute Chancen und haben das Spiel grundsätzlich gut kontrolliert.“ Nach der Pause kippte das Geschehen zeitweise zugunsten der Gäste. Besonders schmerzten die ungenutzten Möglichkeiten kurz vor Schluss: Zwei schnelle Angriffe über die linke Seite führten zu präzisen Flanken, die Abschlüsse strichen jedoch jeweils knapp über das Tor. „Da haben ein paar Zentimeter gefehlt“, so Milosevic. Insgesamt zeigte Zurndorf in der Drangphase genug Qualität, ließ im Abschluss aber die letzte Zielstrebigkeit vermissen.
Über den Gegner gab es für Milosevic wenig Überraschendes: „Wir wussten, wie Apetlon spielt, und haben uns gut darauf eingestellt. Abgesehen von den zwei Gegentoren und einer Phase mit vielen Kurzpässen hatten wir sie meistenteils im Griff und das Spiel kontrolliert.“ Einen herausragenden Einzelspieler wollte er nicht küren: „Einen Mann des Spiels gab es für mich nicht – mehrere Spieler haben solide Leistungen gebracht.“
Personell arbeitet Zurndorf am Limit: „Wir haben drei oder vier Ausfälle aus der Stammformation, dazu angeschlagene Spieler, die trotzdem auflaufen. Wir hoffen, dass es in ein, zwei Wochen besser wird und wir wieder vollzählig und fit sind.“