Derby-Stimmung in der 1. Klasse Nord: Nach dem Duell von USC Wallern gegen UFC Pamhagen ordnete Dominik Gindl die Lage ein. Der Trainer hob den offenen Charakter der Partie hervor und sprach von intensiven Zweikämpfen, hohem Tempo über die Flügel und ungenutzten Abschlüssen seiner Elf. Zugleich erkannte er Wallerns individuelle Klasse an und akzeptierte das 0:2 als Resultat eines engen Duells. Stolz auf den Auftritt blieb – nur das Wetter trübte die Bühne. Den Unterschied machte ein später Doppelpack von Lukas Cambal.

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Gindl fasste den Rhythmus des Nachmittags prägnant zusammen: „Generell war das gesamte Spiel ein sehr offener Schlagabtausch. Vielleicht hatte Wallern ein wenig mehr Spielanteile. Trotzdem war es definitiv einem Derby würdig.“ In seiner Analyse verwies er auf wiederkehrende Muster: „Beide Mannschaften hatten Chancen. Vor allem Wallern kam oft über die Flügel in die Box, aber auch wir konnten uns häufig vor das Tor spielen und in der Box und mit Distanzschüssen gefährlich werden. Leider nutzten wir unsere Möglichkeiten nicht – daher das 0:2.“ Dass die Begegnung lange offen blieb, passte zu seinem Bild vom Derby: zweikampfbetont, direkt, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten – am Ende fehlte Pamhagen die letzte Konsequenz im Abschluss.
Zur Pause stand es 0:0, die Entscheidung fiel spät: Lukas Cambal traf in der 69. und 83. Minute – aus Pamhagener Sicht zum 0:1 und 0:2 – und lenkte die Partie in Richtung Wallern. Gindl ordnete die Wucht dieser Momente der individuellen Qualität zu, die seine Mannschaft an diesem Tag nicht oft genug neutralisieren konnte: „Man sah die individuelle Klasse des Stürmers in seinen Toren.“ Während Wallern wiederholt über die Flügel in aussichtsreiche Zonen kam, suchte Pamhagen den Abschluss häufiger aus der Distanz – gefährlich, aber ohne Ertrag.
Unabhängig vom Resultat betonte Gindl die Reaktion seines Teams: „Man konnte heute definitiv sehen, dass die Niederlage in der Vorwoche ein Ausrutscher war. Die Mannschaft war mental top eingestellt, kämpfte als Einheit und trat so auf, wie man in einem Derby auftreten muss.“ Die körperliche Präsenz war für ihn unverkennbar: „Auch wenn wir keine Karten holten, wurden die Zweikämpfe intensiv geführt – von beiden Mannschaften.“ Einen Wermutstropfen fand er abseits des Sportlichen: „Es war ein tolles Derby, nur das Wetter spielte nicht mit.“ Zugleich richtete er den Blick auf die Stärke des Gegners und den eigenen Anspruch: „Wie ich bereits im Winter sagte, ist Wallern sicher eine der Topmannschaften in der Liga. Das macht mich stolz, weil meine Mannschaft diese Topmannschaft unter Druck setzen konnte und wirklich gut mitspielte.“
Personell sieht er sein Team für die kommenden Aufgaben gut aufgestellt: „Stand jetzt sind nur die Langzeitverletzten nicht verfügbar. Unser slowakischer Spieler, der am Wochenende ausfiel, sollte bis zur nächsten Woche wieder fit werden.“ Unterm Strich bleibt aus seiner Sicht ein reifer Pamhagener Auftritt in einem emotionalen, kampfbetonten Duell – mit dem klaren Vorsatz, die gezeigte Stabilität in Zählbares zu verwandeln.